Arbeitsblatt: Tischkultur/Tischregeln

Material-Details

Planungsdossier für 4 Halbtage Hauswirtschaftsunterricht rund ums Thema Tischkultur
Schrift
Gemischte Themen
7. Schuljahr
42 Seiten

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27.03.2011

Autor/in

Karin Stadelmann
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

          Prüfungslektion Hauswirtschaft Eine angenehme Tischatmosphäre herstellen     Neuenkirch 1. Oberstufe Niveau Zuständige Praxislehrperson: Sandra Bucher Praxislehrperson Hauswirtschaft: Marietta Suter 23. März 2010 Karin Stadelmann Mätteli 6162 Rengg     Diplomlektion Hauswirtschaft         INHALTSVERZEICHNIS  A. Generelle Planungsüberlegungen  3  1. Wer?  3  2. Was? . 5  3. Wozu? . 9  4. Wie?  12  B. Konkrete Planungsbemerkungen zur Diplomlektion  19  1. Wer?  19  2. Was? . 20  3. Wozu? . 21  4. Wie?  22      2 Diplomlektion Hauswirtschaft   A. GENERELLE PLANUNGSÜBERLEGUNGEN   1. WER? 1.1 Zusammensetzung der Klassen Die Klasse für die Diplomlektion besteht aus 8 Schülern der ersten Oberstufe Niveau C. Die Klasse besteht aus 3 Mädchen und 5 Knaben. Bis zur Diplomlektion haben die Schüler und Schülerinnen bereits fünf Mal Hauswirtschaftunterricht besucht. Ich als Lehrperson werde die Klasse an der Diplomlektion zum zweiten Mal unterrichten. Ich hatte im Berufspraktikum eine andere Klasse. Jedoch hatte ich die Gelegenheit, zweimal zu hospitieren und die Klasse zu beobachten. Beim Essen sind die Schüler und Schülerinnen ziemlich heikel. Viele Speisen kennen sie noch nicht und essen sie auch nicht. Ein Schüler ist besonders heikel, es gibt sehr wenige Speisen, die er gerne isst. Dies hat auch damit zu tun, dass einige Schüler bei sich zu Hause selbst für das Zubereiten der Mahlzeiten verantwortlich sind. Da die Klasse erst vier Mal Hauswirtschaft besuchte, kennen die Schüler noch nicht alle Arbeitsgeräte und haben auch den Überblick noch nicht, wo sich welche Materialien befinden. 1.2 Lernvoraussetzungen und Lernhaltungen Sachstrukturelle Lernvoraussetzungen Die Schüler kennen sich noch wenig aus mit den Regeln am Tisch im Hauswirtschaftsunterricht. Jedoch spielt die Vorbildfunktion der Eltern beim Thema Atmosphäre am Tisch eine grosse Rolle. Die Vorbildfunktion der Eltern, wie auch die kulturellen Einflüsse der verschiedenen Familien der Schüler und Schülerinnen unterscheiden sich sicherlich voneinander. Deshalb gehe ich davon aus, dass das Vorwissen zu den verschiedenen Bereichen unterschiedlich ist. Das Vorwissen wird sich inhaltlich, wie auch an Umfang unterscheiden. Einige Schüler und Schülerinnen haben schon Erfahrung mit Tisch decken und Gedecken herstellen, andere nicht. Im Bereich Tischregeln und Rituale haben die Schüler ganz unterschiedliche Vorbilder und damit unterschiedliche Erfahrungen. Die Schüler haben bereits das Thema Hygiene und Rohkost behandelt. Die Hygiene ist wichtig, um eine angenehme Tischatmosphäre zu schaffen und hat deshalb einen Zusammenhang zu diesem Thema. Das Thema Rohkost hat beim Anrichten von Speisen ebenfalls eine bedeutende Rolle und kann mit dem neuen Thema verknüpft werden. Sprachliche Lernvoraussetzungen Die sprachlichen Voraussetzungen sind sehr unterschiedlich. Gesamthaft ist bei der Formulierung der Lernaufgaben darauf zu achten, diese möglichst in einfachen Sätzen zu formulieren. Die kognitiven Fähigkeiten im Bereich der Sprache sind eher schwach. Deshalb ist es auch wichtig, mit Bildern zu arbeiten und die Schüler mit der Sprache nicht zu überfordern. Die ausgiebige Rezeptbesprechung ist ebenfalls von Bedeutung. 3 Diplomlektion Hauswirtschaft   Arbeitstechnische Lernvoraussetzungen Die Schülerinnen und Schüler sind noch wenig vertraut mit dem Lesen und Interpretieren von Rezepten. Ebenfalls sind sie allgemein mit der Organisation der Nahrungsmittelzubereitung noch nicht vertraut. Die Schüler haben den Überblick noch nicht und müssen klar angeleitet werden und die Lernstrategien in der Zubereitung der Nahrung müssen antrainiert werden. Motivationale und emotionale Lernhaltungen Die Lernbereitschaft in der Nahrungsmittelzubereitung ist gross. Alle Schüler sind sehr motiviert, sich handwerklich zu betätigen und ein Menü zuzubereiten. Deshalb ist es wichtig, dass das theoretische Wissen mit dem praktischen Handeln konkret verbunden wird. Situative und materielle Voraussetzung Die situative und materielle Voraussetzung ist sehr gut. Es sind nur 8 Schüler und der Unterrichtsraum, wie auch die Küche sind gross. Im Unterrichtsraum befinden sich eine Wandtafel, sowie ein Hellraumprojektor. Die Pulte sind in U-Form in Richtung Wandtafel angeordnet. Ebenfalls sind beide Ausgaben des Tiptopfs ausreichend vorhanden. Die Schüler haben auch einen Schrank, welcher mit Dekorationsmaterial ausgestattet ist. Er enthält Blumenblüten, Kerzen, Tischläufer, Servietten und anderes Dekorationsmaterial. Die Schüler haben die freie Verfügung dazu. Weitere Voraussetzungen Zu den sozialen Lernhaltungen lässt sich sagen, dass nichts Negatives aufgefallen ist in diesen zwei Unterrichtshalbtagen, wo ich diese Klasse gesehen habe. Es gab keine Probleme bei der Gruppenbildung und es gab auch keine Anzeichen, dass ein Schüler oder eine Schülerin gemobbt wird. 4 2. WAS? 2.1 Strukturskizze   2.2 Beschreibung der Strukturskizze Ich habe die Inhalte meinem Thema angepasst und mich dabei auch auf den Lehrplan gehalten. Welche Bereiche ich im Lehrplan beachtet habe, ist unter Punkt 3.2 zu entnehmen. Ebenfalls findet eine Verknüpfung der verschiedenen Perspektiven statt. Die ökologische Perspektive ist jedoch eher im Hintergrund. Sicherlich spielt sie auch mit, jedoch wird sie nicht näher behandelt. Die gesellschaftliche und die handwerkliche Perspektive spielen die Hauptrolle. Die kulturelle Perspektive wird jeweils ebenfalls einbezogen. Jedoch kann der Fokus nicht auf die kulturellen Unterschiede gelegt werden, da die Schüler vorerst vor allem die eigene Kultur kennen lernen müssen. Bei der gesundheitlichen Perspektive haben die Schüler bereits Vorkenntnisse zum Thema Hygiene, welches zuvor behandelt wurde. Mit der Genussfähigkeit sollen die Schüler lernen, dass sie damit für sich Verantwortung übernehmen. 2.3 Tisch eindecken Das Tisch eindecken befolgt gewisse Regeln. Ein sorgfältig gedeckter Tisch ist im Alltag von Bedeutung. Das Decken eines Tisches ist kulturell bedingt. Bei uns sieht ein gedeckter Tisch anders aus als beispielsweise in China. 2.4 Tischsitten und Tischregeln Unter Tischsitten versteht man die Umgangsformen bei Tisch. Die Tischsitten sind ebenfalls kulturell unterschiedlich. Die Tischregeln sind die Regeln, die bei den Umgangsformen bei Tisch gelten. Diese sehen ebenfalls in jeder Kultur wieder anders aus. 2.5 Tischdekoration Elemente der Tischdekoration Eine Tischdekoration setzt sich aus verschiedenen Elementen zusammen. Dazu gehören Servietten, Besteck, Geschirr, Gläser, Blumen, Tischkarten, Tischtücher, Tischsets und auch Tischbeleuchtung. Die Auswahl von diesen verschiedenen Elementen kann ein Essen zu einem Erlebnis werden lassen und sorgt für eine wirkungsvolle Atmosphäre. Wichtig ist jedoch bei jeder Dekoration, dass der Tisch damit nicht überfüllt wird. Dies nach dem Sprichwort: weniger ist mehr. Die Wahl der geeigneten Teller, Tassen und Schüsseln wie auch Besteck hängt von den jeweiligen Speisen und Getränken ab. Wichtig ist, dass das Geschirr zu den Speisen passt. Servietten und Tischtücher Servietten, Tischtücher sowie Tischläufer verleihen einem Tisch Farben und Strukturen. Sie können so das Aussehen eines Esstischs im Handumdrehen verändern. Tischtücher und Tischläufer haben dekorative, wie auch praktischen Nutzen. Sie schonen einerseits die Tischplatte, schmücken aber auch einen Esstisch. Die Servietten sind nicht teuer und man kann sich problemlos eine Sammlung Servietten von verschiedenen Farben zulegen. Beim Falten sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Es gibt auch viele Anleitungen im Internet zum Falten von Servietten. Bei den Servietten kann man unterscheiden zwischen Stoffservietten und Papierservietten. Stoffservietten eignen sich besser zum Falten. Jedoch sind sie natürlich auch teurer und man muss sie nach jedem Essen waschen. Man muss Diplomlektion Hauswirtschaft   deshalb darauf achten, dass sie problemlos gewaschen werden können. Wenn die Serviette nicht gefaltet wird, dann liegt sie traditionell links vom Gedeck. Tischsets Tischsets sind sehr praktisch, denn sie schützen die Tischplatte vor Hitze. Sie sind ein isolierender Schutz bei heissen Tellern. Ebenfalls sind sie auch sehr dekorativ. Tischsets sind in verschiedenen Farben und Formen erhältlich. Tischsets bestehen auch aus unterschiedlichsten Materialien. Leder, Gummi, Stoff, Kork sowie Schiefer können Materialien von Tischsets sein. Kerzen Zur gewünschten Atmosphäre gehört auch die richtige Tischbeleuchtung. Die Tischbeleuchtung spielt eine wichtige Rolle und verdient deshalb besonders Aufmerksamkeit. Kerzen sind besonders beliebte Tischbeleuchtungen und schaffen sofort eine festliche Atmosphäre. Kerzen kann man auf unterschiedlichste Weise einsetzen. Man kann Kerzenhalter verwenden oder auch traditionelle Teelichter verwenden. Bei der Dekoration ist viel Freiheit gewährt, es gibt viele Möglichkeiten, die Kerzen in die Dekoration einzubeziehen. Blumen und Pflanzen Bei den Blumen gibt es eine grosse Auswahl. Es gibt eine Fülle schönster Blüten und Blätter. Eigentlich ist es egal, welche Blume man verwendet. Man kann Schnittblumen wie beispielsweise eine Orchidee verwenden, aber auch einzelne Blüten. Beispielsweise kann man Nelkenblüten im Wasser schwimmen lassen. Man kann auch einzelne Blüten dekorativ auf der Tischplatte verteilen. Statt Blumen eignen sich ebenfalls Obst- und Gemüsesorten. Eine Alternative für Schnittblumen sind Topfpflanzen. Naturmaterialien In der Natur gibt es sehr viel Farben und Formen, die man als Dekoration verwenden kann. Nebst den bereits genannten Blumen und Pflanzen gibt es auch anderes Dekorationsmaterial wie Muscheln, Sand und Steine, wie auch vieles mehr. Die Anlässe Es gibt viele festliche Anässe für eine schöne Tischdekoration. Der Anlass kann zum Ausgangspunkt für die Wahl des Tischschmuckes sein. Viele Anlässe haben typische Farben und Strukturen, die unumgänglich sind für eine Tischdekoration, die dem Anlass gerecht werden möchte. Mit etwas Fantasie lässt sich für jeden Anlass die passende Dekoration für Tisch und Umgebung finden. Ostern Der nächste Anlass, welcher auf die Schüler wartet, ist das Osterfest. Die Schüler werden auch die Gelegenheit bekommen, den Tisch entsprechend des Festes zu dekorieren. Zum Osterfest passen zarte Pastelltöne. Zum Osterfest gehören natürlich auch die Eier. Aber da ist der Fantasie wiederum keine Grenze gesetzt. Einzelne Osternester aus Federn mit hartgekochten, angemalten Eiern ist beispielsweise eine mögliche Dekoration. Blumen in zarten Rosa und Lila passen ebenfalls dazu. Schokoladeneier oder Zuckereier sind bei den Gästen willkommene Dekorationen. 2.6 Genusswert des Essens 7 Diplomlektion Hauswirtschaft   Der Genusswert des Essens hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einerseits sind sicherlich die leckeren Speisen und Getränke hauptverantwortlich. Jedoch beeinflussen andere Faktoren wie das angenehme Ambiente, die Tischsitten, der Anlass und die teilnehmenden Gesellschaft den Genusswert eines Essens. Die Fähigkeit der sinnlichen Wahrnehmung ist die Voraussetzung der Genussfähigkeit. Deshalb soll die sinnliche Wahrnehmung mit diesen Themen der Tischatmosphäre gefördert werden und die Genussfähigkeit trainieren. Ernährungswissenschaftler wissen, dass mehr Magensaft und Enzyme für die Verdauung ausgeschüttet wird, wenn man mit Genuss isst. Ebenfalls ist Genuss keine Frage der Menge. Die Qualität und die Auswahl machen den Genuss aus. Die Gourmets essen von allem, aber nur kleine Portionen. Was ein Mensch unter Qualität von Lebensmitteln versteht, ist stark geprägt durch die Erfahrungen mit Essen und Trinken aus der Kindheit. Die Qualität zu schmecken muss gelernt werden. Vor allem Kinder sind den Versprechungen der Fernsehwerbung ausgeliefert. Deshalb soll krankhaftes Kaufverhalten durch pädagogische Konsequenzen unterbunden werden. Die Kinder sollen also Lebensmittel als Erlebnis für Auge, Hand, Nase und Zunge erleben. Das Essen soll nicht mit einem Machtkampf der Familie assoziiert werden. Es soll vielmehr den Freiraum gewähren, die fünf Sinne zu schärfen. 8 Diplomlektion Hauswirtschaft   3. WOZU? 3.1 Begründung zur Themenwahl Das Thema Tischatmosphäre ist im Hauswirtschaftsunterricht sehr zentral. Für die Schüler ist das Essen am Tisch der wichtigste Teil des Unterrichts. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Schüler lernen, dass die Atmosphäre am Tisch bereits bei der Zubereitung des Essens, wie auch beim Eindecken am Tisch, zuletzt aber auch durch die Umgangsformen bei Tisch beeinflusst werden können. Da die Schüler erst dieses Semester mit dem Hauswirtschaftsunterricht begonnen haben, ist es wichtig, dass dieses Thema schon zu Beginn behandelt wird. Denn dieses Thema kann über die ganzen Hauswirtschaftsjahre geübt werden und gehört zu jedem Hauswirtschaftshalbtag. Das Essen am Tisch gehört auch nicht nur zum Hauswirtschaftsunterricht, sondern auch in den Alltag der Schüler. Die Schüler sind ständig mit dem Essen konfrontiert und müssen sich in unterschiedlichen Situationen auch unterschiedlich verhalten. Nur durch bewusstes Wahrnehmen von verschiedenen Aspekte der Tischatmosphäre können die Schüler diese Situationen gekonnt meistern. Deshalb ist dieses Thema der Lebenswelt der Schüler besonders nah. Wie bei Punkt 3.2 ersichtlich ist, spricht das Thema auch verschiedene Grobziele des Lehrplans an.   3.2 Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung Perspektive Lehrplan Gesellschaft: Grobziel 1: Verantwortung für sich und andere übernehmen Inhalte: Umgangsformen, Verhalten am Tisch, Tischgespräch Gesundheit: Grobziel 8: Einflüsse auf die physische und psychische Gesundheit kennen und für das eigene Wohlbefinden nutzbar machen. Inhaltliche Umsetzung: Genussfähigkeit, Hygiene Handwerk: Grobziel 10: Mit Materialien und Geräten situations- und fachgerecht, ökologisch und ökonomisch umgehen. Inhaltliche Umsetzung: Herstellung ökologisch sinnvoller Gedecke Grobziel 11: Kreative und ästhetische Gestaltungsmöglichkeiten den Nahrungsmitteln und Materialien entsprechend wählen und ausführen. Inhaltliche Umsetzung: Nahrungsmittelpräsentation, Dekorationen Grobziel 15: Prägungen und Gewohnheiten der eigenen Ess- und Tischkultur kennen und mit anderen Kulturen vergleichen. Wie die verschiedenen Bereiche der Grobziele zeigen, kann das Thema Tischatmosphäre aus der Sicht von verschiedenen Perspektiven behandelt werden. Dies fördert das Denken in Zusammenhängen. Es soll auch ermöglichen, dass die Schüler selbst die Vernetzungen der Bereiche sehen und sie einordnen können. Durch die Globalisierung nimmt vor allem 9 Diplomlektion Hauswirtschaft   Grobziel 15 an Bedeutung zu und hat auch in meiner Unterrichtseinheit eine grosse Bedeutung. Perspektive Wissen- Handeln Das Wissen gegenüber dem Thema Tischatmosphäre ist gross. Ebenfalls haben die Schüler Wissen gegenüber Dekorationen. Jedoch wird dieses Wissen von den Schülern häufig nicht angewendet. Beispielsweise das Wissen über bestimmte Regeln werden nicht angewendet, obwohl das Wissen da wäre. Dieses Thema bietet die Möglichkeit, den Fokus auf das Handeln zu legen und den Schülern damit zu zeigen, dass dies wichtig ist im Alltag. Dieses Überwinden vom theoretischen Wissen zum praktischen Handeln kann sehr gut umgesetzt werden. Die Möglichkeit bietet sich nicht nur in dieser Unterrichtseinheit, sondern über die ganzen Hauswirtschaftsjahre der Schüler hinaus. Das gemeinsame Essen bietet immer Platz dieses Wissen ins Handeln umzusetzen und zu verinnerlichen. Das Handeln ist insofern wichtig, da es zu den Alltagsrealitäten gehört, sich an Regeln halten zu können und daran gemessen zu werden. Die Umgangsformen bei Tisch werden nicht mehr automatisch im Elternhaus erlernt. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Schüler die Möglichkeit haben, dieses Einhalten von bestimmten Tischregeln im Hauswirtschaftsunterricht zu üben. Für die Zukunft hat das Thema Tischatmosphäre ebenfalls eine wichtige Rolle. Da das Essen etwas Zentrales im Alltag ist, kann es gut vorkommen, dass die Schüler später im Berufsleben mit Tischregeln konfrontiert werden. Gutes Benehmen bei Tisch ist unerlässlich. Gekonnte Umgangsformen bei Tisch können den Auslöser sein, dass man sich beispielsweise von Mitbewerbern um eine Arbeitsstelle/Lehrstelle positiv unterscheidet. Perspektive Ernährungspraxis Dieses Thema zeigt die Verbindung der Atmosphäre am Tisch und der Ernährungspraxis. Denn für eine angenehme Atmosphäre eines Festes spielt die Nahrungsmittelpräsentation eine wichtige Rolle. Mit der Nahrungsmittelpräsentation soll auch aufgezeigt werden, welcher Einfluss diese auf die Genussfähigkeit hat und dies wiederum auf die eigene Gesundheit. Die Ernährungspraxis ist also eine wichtige Basis für die Atmosphäre am Tisch und vernetzt die verschiedenen Bereiche. Perspektive Gesellschaftliche Schlüsselprobleme Die Verbindung der Perspektive Gesellschaft und Gesundheit soll ein differenziertes Problembewusstsein gefördert werden. Die Schüler lernen, dass die Verantwortung für ihre Gesundheit bei ihnen liegt und beeinflusst werden kann. Dass sie von Ritualen und Essgewohnheiten beeinflusst wird, soll damit gezeigt werden. Beispielsweise spielen Essgewohnheiten bei Krankheiten wie Adipositas, welche ein Schlüsselproblem unserer Gesellschaft darstellt, eine grosse Rolle. Die Intoleranz gegenüber anderen Kulturen, gegenüber dem „Anderssein kann ebenfalls mit dieser Unterrichtseinheit angesprochen werden. Nur durch die Auseinandersetzung mit der eigenen Kultur und dem Kennenlernen des Anderen, kann diese Intoleranz abgebaut werden und der Umgang mit dieser Alltagsrealität erleichtert werden. Interkulturalität Das Thema zeigt am Beispiel der Atmosphäre am Tisch ganz klar die Vielfalt der Kulturen auf. Damit verbunden können auch Prinzipien zum Zusammenleben der verschiedenen Kulturen 10 Diplomlektion Hauswirtschaft   abgeleitet werden. Die Schüler sollen eine Sensibilität für andere Kulturen entwickeln, indem sie das Verhalten von Menschen anderer Kulturen besser verstehen können. Dies ist ein Beitrag zur Integration verschiedener Kulturen in unsere Gesellschaft. 3.3 Exemplarität Anhand des Themas Tischatmosphäre kann aufgezeigt werden, welche kulturellen Unterschiede es gibt in diesem Bereich. Die Schüler lernen exemplarisch, dass es kulturelle Unterschiede gibt und welche Konsequenzen es hat, wenn man sich in eine andere Kultur begibt. Das Thema soll exemplarisch zeigen, wie unterschiedlich die Menschen sind und sich verhalten und welche Toleranz von uns Menschen nötig ist. Es soll bewusst gemacht werden, dass voreiliges Urteilen gegenüber einem bestimmten Verhalten völlig falsch sein kann. Das Kennenlernen von Regeln, Ritualen der Mitschüler, von anderen Kulturen soll das Verständnis gegenüber anderem fördern. Das Thema soll auch exemplarisch zeigen, dass die Schüler eine gewisse Verantwortung für sich und die anderen tragen. Einerseits sehen die Schüler durch die Verbindung der Atmosphäre am Tisch und den Essgewohnheiten mit der eigenen Gesundheit, die persönliche Verantwortung. Ebenfalls haben die Schüler Verantwortung gegenüber sich und anderen, indem sie sich an die abgemachten Tischregeln halten müssen. Sich an Regeln zu halten, gehört zum Alltag. Es ist unsere Pflicht, uns an Regeln zu halten, um in der Gesellschaft leben zu können. 11 Diplomlektion Hauswirtschaft 12   4. WIE? 4.1 Didaktisches Konzept 12.03.2010 und 16.03.2010 1. HALBTAG Thema des Halbtages Tisch decken, angerührter Teig (Omelette), Serviette falten (1 von 3) Längerfristige Lernziele Thematischer Teil Die Schüler kennen verschiedene Aspekte, die die Tischatmosphäre positiv beeinflussen und wenden diese an. Die Schüler können einen Tisch korrekt und dem Anlass entsprechend decken Die Schüler kennen die Wichtigkeit von Tischregeln und wenden sie an. Die Schüler achten beim Anrichten der Speisen auf die Ästhetik. Die Schüler können nach einer Vorlage eine Serviette schön falten. Ernährungspraktischer Teil Die Schüler kennen die Zubereitungsart „angerührter Teig und können diese anwenden. Die Schüler kennen die Zubereitungsart „braten mit Sauce und wenden diese an. Die Schüler können in der Gruppe selbständig arbeiten und bei Bedarf einander gegenseitig unterstützen. Die Schüler üben sich in der Team- und Organisationsfähigkeit. Die Schüler führen Arbeiten in der Küche selbständig aus und unterstützen einander nach Möglichkeit. Thematischer Teil Die Schüler können einen Tisch dem Anlass entsprechend und korrekt decken Die Schüler kennen die Unterschiede zwischen einem Festtags- und einem Alltagstisch und können diese aufzeichnen. Die Schüler können begründen, warum es wichtig ist, dass sie einen Tisch korrekt decken können. Ernährungspraktischer Teil Die Schüler kennen die wichtigsten Schritte der Zubereitungsart „angerührter Teig und können diese anhand eines Omelettenteigs anwenden. Die Schüler kennen die Arbeitsgeräte, die man benötigt für einen angerührten Teig, und können diese fachgerecht einsetzen. Tomatensuppe *** Gefüllte Omeletten *** Brownies Methodische Umsetzung Didaktischer Kommentar Lernziele eines Halbtages (Thema und Nahrungszubereitung) Mahlzeit Unterrichtsinhalt Inhaltliche Schwerpunkte Zentrale Unterrichtsaktivitäten Methoden Einstieg ins Thema (Wichtigkeit der Tischatmosphäre) LP zeigt Bild Essen in einer Mensa und ein candle light diner. Schüler sagen ihre Assoziationen. Eigene Betroffenheit der Schüler, lebensnah Bild löst viele Assoziationen Diplomlektion Hauswirtschaft   Weitere Fragen der LP: • Wann macht Essen Spass? • Wer isst gerne? • Wie sieht bei dir ein Essen aus, wo du dich richtig wohl fühlst und du das Essen so richtig geniesst? Individuelle Beantwortung der Schüler Überblick über die 3 LP zeigt Bilder (Tischmanieren, Mal HW Tischdekoration, Serviette) Schüler versuchen herauszufinden, was in den nächsten HW-Lektionen bearbeitet wird. LP ergänzt und kommentiert die Bilder. aus. Æ aktueller Bezug Lebensnah Æ Verknüpfung Bilder und eigene Lebenswelt der Schüler. Tisch eindecken Handlungsorientiert, Schüler sind direkt am Gegenstand beteiligt. Es wird am Vorwissen angeknüpft. Schüler haben Gelegenheit, ihr vorhandenes Wissen zu zeigen. LP teilt die Klasse in zwei Gruppen ein: Eine Gruppe deckt für einen Alltagstisch. (Plattenservice) Eine Gruppe deckt für einen Festtagstisch. (ohne Platten, Tellerservice) Æ Schüler bekommen ein Blatt mit den Merkpunkten zum Tisch decken. Menü ist vorgegeben! LP gibt Hinweis zu Plattenservice und Tellerservice. LP gibt den Schülern ein Merkblatt: Schüler schauen, ob diese Punkte nun eingehalten sind. Ergebnissicherung: LP gibt den Schülern ein Merkblatt für das Tisch decken. Schüler überlegen sich, ob ihnen das zuvor schon bekannt war oder nicht. Schüler machen eine Zeichnung eines Festtags- und Alltagsgedeck. Ernährungspraktischer Teil Schüler stehen um eine Kombination: Demo Omelette/angerührt LP fragt, welche Zutaten zu einer Omelette gehören? er Teig Teil 1 Schüler suchen die Zutaten und nehmen sie hervor. Æ alles von derselben Kombination. Schüler nehmen einen Tiptopf zu zweit und lesen das Rezept Omelette. Schubikarten: Schüler versuchen die Schubikarten zu ordnen. Ein Schüler liest einen Teil des Rezepts vor. Schüler suchen dazu die Schubikarten. LP stellt Fragen dazu: Übergang vom Einstieg zum Gesamtüberblick. Schüler sehen Zusammenhänge. Mit dem Ankreuzen auf dem Merkblatt wird gleichzeitig das vorhandene Wissen reflektiert Mit einer Zeichnung wird das Wissen verinnerlicht. Vorwissen abrufen Rezepte lesen üben Veranschaulichung mit Bilder Schwierigkeiten werden 13 Diplomlektion Hauswirtschaft   • • Welche Zutaten sind Flüssigkeiten? Welches Arbeitsgerät? Demo Alles bereit: Omelettenteig Teil 2 Zurück bei den Schubikarten: Welches Bild kommt nun? Æ Bild zeigt, von der Mitte aus anrühren! Æ Wiederum welches Arbeitsgerät? Demo Omeletten 1. Schritt: alles bereit haben für Omelette backen backen (Schöpfkelle, Bratschaufel, Bratpfanne, grosser Teller für Omelette, Ofen vorheizen) 2. Wenden, wenn Omelette sich von der Pfanne löst, wenn nicht mehr flüssig 3. Zurückschalten auf Stufe 7/8 3. Zwischendurch wieder Öl nachgeben (schlechte Beschichtung der Pfanne)   geklärt. Das wichtigste: Flüssigkeiten zuerst mischen. Verknüpfung mit Bilder Bild zeigt: von der Mitte aus anrühren. 14 Diplomlektion Hauswirtschaft   19.03.2010 UND 23.03.2010    2. HALBTAG Thema des Halbtages Tischmanieren, das Auge isst mit, Rezepte lesen Æ Braten mit Sauce, Servietten falten, Genuss Lernziele eines Halbtages Thematischer Teil Die Schüler erkennen, dass Tischregeln kulturell bedingt sind. Die Schüler kennen bestimmte ästhetische Kriterien fürs Anrichten der Speisen und beachten diese beim Anrichten. Ernährungspraktischer Teil Die Schüler kennen die Zubereitungsart Braten mit Sauce und können diese anwenden. Arbeit in der Gruppe/Rezepte lesen/mise en place Mahlzeit Nüsslisalat mit Radieschen garniert (Rezept an der Schule) *** Riz Cazimir (TT S. 232) *** Apfeljoghurt-Creme Unterrichtsinhalt Methodische Umsetzung Inhaltliche Schwerpunkte Überblick/ Einstieg Tischregeln Tischregeln Didaktischer Kommentar Zentrale Unterrichtsaktivitäten Methoden LP zeigt den Schüler ein Filmausschnitt zum Thema Tischmanieren. Die Schüler erhalten somit Einblick in das heutige Thema. LP gibt damit auch einen Überblick über das Thema, wiederum mit den Bildern an der WT. Schüler machen sich Gedanken über folgende Frage: „Was stört mich am Tisch? Æ daraus formulieren sie Tischregeln Schüler lesen AB mit Tischregeln und reflektieren, ob sie diese schon kannten. Tischregeln in Schüler schauen sich zu zweit ein Bild einer anderen Kultur beim Essen an. anderen Folgende Fragen beantworten sie: Kulturen • Welche Tischregeln, die bei uns gelten, kommen hier nicht in Frage? Warum? Hausaufgabe 6 Tischregeln anstreichen, die mir wichtig sind und im /oder in der HW-Unterricht befolgt werden sollen. Schule Motivierender Einstieg Gerade im Thema Übergang zum Überblick des Tages Vorwissen einbeziehen Tischregeln werden intensiver studiert, da diese noch reflektiert werden. Kulturelle Perspektive der Tischkultur Mitbestimmungsrecht der Schüler 15 Diplomlektion Hauswirtschaft   Ernährungspraktischer Teil Braten mit Sauce Rezept lesen Schüler müssen Rezept des Fleisches Riz Casimir zusammensetzen und die Bilder Braten mit Sauce zuordnen. (Schubikarten) Fragen beantworten Schüler beantworten Fragen zu ihrem Rezept. Schüler dürfen einander gegenseitig helfen. Demo Braten Demo wird nach dem Fleisch anbraten gezeigt. mit Sauce Schüler überlegen: Welche Schritte wurden bereits gemacht? Æ Bezug Schubikarten. LP stellt Fragen: wer hat schon eine Sauce gemacht? Was passiert, wenn man Mehl hinzugibt? Demo anrichten und garnieren Unterschied anrichten/garnieren klären • LP zeigt, wie es nicht aussehen sollte (Bild) • LP zeigt ein schön angerichteter Teller Æ richtet diesen selber an und garniert ihn. • Wichtigste Punkte werden schriftlich festgehalten. Rezept zusammensetzen: Kontrolle, ob einzelne Vorgänge im Rezept verstanden wurden. Bilder zuordnen: Ergebnissicherung! Zeigt, ob das Rezept verstanden wurde. Vorwissen wird abgerufen. Æ Was wissen sie noch von vorher? Lernen direkt am Gegenstand 16 Diplomlektion Hauswirtschaft   3. HALBTAG 26.03.2010 UND 30.03.2010  Thema des Halbtages Lernziele eines Halbtages Mahlzeit Tischdekoration, Repetition Festtagstisch, Repetition angerührter Teig, Anrichten, Genuss Thematischer Teil Die Schüler repetieren die Zubereitungsart angerührter Teig Ernährungspraktischer Teil Flädlisuppe *** Pastetli mit Brätkügeli /mit Champignonsauce Gedämpfte Rüebli und Erbsli *** Ostermuffins Unterrichtsinhalt Methodische Umsetzung Inhaltliche Schwerpunkte Zentrale Unterrichtsaktivitäten Methoden Welche Tischregeln sind uns wichtig? Æ Schüler gehen nochmals darauf ein. Die sechs abgemachten Regeln werden visualisiert Tischdekoration Welche Anlässe gibt es? Schüler ordnen die mitgebrachten Gegenstände. Æ Schüler überlegen sich, welche unterschiedliche Gruppen es geben kann (nach Farben, nach Material etc.) LP beschreibt verschiedene Dekorationen und verbindet diese mit der möglichen Atmosphäre. Schüler versuchen herauszufinden, um welchen Anlass es sich handelt Serviette falten Jeder Schüler faltet eine Serviette nach einer Vorlage Ernährungspraktischer Teil Repetition Schüler bereiten eine Flädlisuppe zu. angerührter Teig Dabei werden die Grundsätze des angerührten Teiges repetiert. Kombination LP demonstriert die wichtigsten dünsten und Schritte. LP benützt dabei die dämpfen Schubikarten. Serviette falten Jede Gruppe gestaltet den Esstisch mit einer festlichen Serviette, die von der Form und Farbe zum dekorierten Tisch passen Tisch dekorieren Schüler dekorieren mit dem Aufgreifen Tischregeln Didaktischer Kommentar Anwendung des Gelernten. Die Schüler sollen die Gelegenheit haben, das Gelernte auch anzuwenden. Die Visualisierung und die Repetition unterstützt dies. Situationsbezogen, lernzielorientiert. Schüler lernen verschiedene Anlässe kennen. Zirkuläres Lernen Mit der Menüauswahl können diese beiden Zubereitungsarten kombiniert werden 17 Diplomlektion Hauswirtschaft   Tischregeln vorhandene Material von der Schule, sowie vom mitgebrachten Material den Tisch dem Anlass (Ostern) entsprechend. Die Tischregeln werden bewusst angewendet und die Schüler kontrollieren einander gegenseitig, ob diese auch eingehalten werden. 4.2 Didaktische Prinzipien Prinzip der Situationsbezogenheit Ziel der Schule ist, dass die Lernenden ihr Leben bewältigen und in den Griff bekommen. Genau das ist auch das Ziel meiner Unterrichtseinheit. Die Voraussetzungen der Schüler sind unterschiedlich, viele kennen die Tischkultur des eigenen Landes nur vage. Trotzdem ist es etwas, was zum alltäglichen Leben gehört. Die Schüler sollen auf Situationen vorbereitet werden, die zwar alltäglich sind, aber im Leben unserer Gesellschaft eine bedeutende Rolle einnehmen. Prinzip der Handlungsorientierung Die Unterrichtseinheit soll die Schüler in den Bereich der Tischatmosphäre einführen. Jedoch ist die Unterrichtseinheit so ausgerichtet, dass sie die Basis darlegt und die Schüler animiert, diese Aspekte der Tischatmosphäre weiterhin im Hauswirtschaftsunterricht einzuüben. Wichtig ist, dass diese Aspekte immer wieder repetiert werden und die Schüler Gelegenheit bekommen, die Handlungen selbst zu erproben und auszuführen. Prinzip der Struktur Es ist wichtig, dass die Unterrichtseinheit einen roten Faden hat und die Schüler dadurch motiviert sind und den klaren Aufbau der Unterrichtseinheit erkennen. Ich habe diese Vernetzung der verschiedenen Halbtage bereits am ersten Tag den Schülern mit Bildern verständlich gemacht. Zudem greife ich bei jedem Unterrichtshalbtag diese Vernetzung auf. Wiederum ist es wichtig, dass der Unterricht klar gegliedert und strukturiert ist. Dies erreiche ich damit, dass die Schüler beispielsweise wissen, dass sie immer die Lernziele schriftlich bekommen und sich an diesen orientieren können. Damit haben die Schüler das klare Ziel vor Augen. Auch die Abwechslung der Sozialformen zeigt auf, wie strukturiert die Unterrichtseinheit geplant ist. Eine gute Rhythmisierung ist also ebenfalls wichtig. 4.3 Mögliche Lernkontrollen Natürlich könnte man eine summative Lernkontrolle nach diesen drei Halbtagen durchführen. Die Schüler müssten das Wissen über das Tisch decken, Anrichten und Garnieren und über die Tischmanieren. Dies würde vor allem die kognitive Ebene ansprechen. Jedoch finde ich, dass dieses Thema vor allem handlungsorientiert angegangen werden sollte. Die Schüler hatten noch kaum Gelegenheit, diese Aspekte der Tischatmosphäre zu automatisieren. Die Schüler brauchen noch Möglichkeiten, um das Gelernte auch aktiv anzuwenden. Ich könnte mir durchaus vorstellen, wenn ich noch weiter unterrichten würde, dass 18 Diplomlektion Hauswirtschaft   ich in den nächsten 2 – 3 Halbtagen nochmals vermehrt darauf Wert legen würde und vielleicht danach beurteilen, wie die Schüler beispielsweise einen Tisch decken oder wie sie ein Gericht anrichten und garnieren. Aber dafür brauchen sie noch die Möglichkeit, um zu üben. Da die Schüler erst seit kurzem den Hauswirtschaftsunterricht besuchen, sind sie auch noch mit anderen Schwierigkeiten, wie beispielsweise das Ausführen der Ämtli, konfrontiert. Da sie schon bald dabei geprüft werden, wie gut sie die Ämtli innerhalb der Gruppe ausführen, wäre es zu viel, vorher auch noch eine Lernkontrolle zum Thema Tischatmosphäre zu machen. B. KONKRETE PLANUNGSBEMERKUNGEN ZUR DIPLOMLEKTION 1. WER? Die Schüler beteiligen sich sehr motiviert an dem Thema. Sie merken, dass es sich um etwas handelt, was zu ihrem Alltag gehört. Ebenfalls sind sie umso motivierter, wenn ich handlungsorientiert mit ihnen arbeite. Jedoch habe ich bei dieser Klasse gemerkt, dass sie im Bereich des Tischdeckens wenig Wissen haben. Deshalb schliesse ich daraus, dass auch das Vorwissen im Bereich der Tischmanieren nicht sehr gross sein wird. Die Schüler sprechen auf handlungsorientierte Aufgaben an. Deshalb werde ich das Thema des Anrichtens und Garnierens gleich in der Küche behandeln. Falls ein Schüler oder eine Schülerin krank wäre, wäre das Programm ziemlich eng. Denn die Schüler sind wirklich aufeinander angewiesen. Da es jedoch in der Küche vor allem um das Thema des Anrichtens und Garnierens geht, würde ich aus der 2er Gruppe und den 2 3er- Gruppe dann eine 4er-Gruppe machen. Damit hätten die Schüler genügend Zeit, sich um das Anrichten und Garnieren zu konzentrieren. 19 Diplomlektion Hauswirtschaft 20   2. WAS? Das Thema der Diplomlektion befasst sich mit dem Anrichten und Garnieren von Speisen, sowie das Thema Tischmanieren. Bezug zur Strukturskizze Erklärung Die roten Kästchen sind Unterrichtsgegenstand der Diplomlektion. Die gelben Kästchen sind ebenfalls Themen des Unterrichtshalbtages, jedoch mehr als Wiederholung und Gesamtzusammenhang der Unterrichtseinheit. Diplomlektion Hauswirtschaft   3. WOZU? 3.1 Begründung der Lernziele Thematischer Teil Du kannst mindestens drei Tischregeln, die bei uns gelten, benennen und anwenden. Die Schüler werden vor allem in ihrer Zukunft mit Tischregeln konfrontiert sein. Sobald die Schüler nicht mehr zu Hause essen und mit anderen Menschen zusammen essen, gehört das anwenden der Tischregeln zum Alltag. Denn nur so ist es möglich, sich in der Gesellschaft zu integrieren.   Du kannst erklären, warum Tischregeln für die Tischatmosphäre wichtig sind. Um die Motivation aufzubringen, Tischregeln anzuwenden, ist es auch notwendig, zu klären, warum Tischregeln bedeutsam sind. Ebenfalls klärt dieses Lernziel den Zusammenhang der Unterrichtseinheit und zeigt den Schülern den roten Faden.   Du weisst, dass sich Tischregeln von unterschiedlichen Kulturen unterscheiden und kannst auch erklären warum. Aufgrund der Globalisierung sind die Schüler vermehrt in Kontakt mit anderen Kulturen. Um die gegenseitige Toleranz zu schaffen, ist es wichtig, dass man die eigene Kultur von anderen Kulturen unterscheiden kann und auch die Ursachen der Unterschiede kennt.   Ernährungspraktischer Teil Du kennst die wichtigsten Schritte der Zubereitungsart Braten mit Sauce und kannst diese anwenden. Der Umgang mit Nahrungsmittel ist insofern wichtig, da die Schüler früher oder später selbständig für ihre Ernährung verantwortlich sind. Die Schüler sollen Übungsgelegenheiten bekommen, um Gerichte zuzubereiten, die ihnen nachher auch schmeckt. Dazu ist es unumgänglich Ziele in der Nahrungszubereitung zu setzen. Beim Gericht Riz Cazimir ist es von Bedeutung, dass man die Grundsätze dieser Zubereitungsart kennt, um ein gelungenes Essen zu kreieren und auch die Freude am Zubereiten der Speisen fördert.   Du kennst die wichtigsten Grundsätze beim Anrichten und Garnieren von Speisen und wendest diese an. Das Anrichten von Speisen ist insofern wichtig, um den Schülern den Genusswert einer Mahlzeit zu zeigen. Ebenfalls fördert dies die Motivation der Schüler beim Zubereiten von Speisen. Die Schüler sind sehr motiviert, ein schönes Essen zu kreieren. Für die Gesundheit der Schüler sind solche Dinge besonders wichtig. Der Genusswert hat nämlich einen erheblichen Einfluss auf die Gesundheit und vermittelt auch einen Ausdruck der Lebensweise. 21 Diplomlektion Hauswirtschaft   4. WIE? Auf den nächsten Seiten werden kommt als erstes die Präparation für die Diplomlektion. Nachfolgend die Präparation des vorgängigen Unterrichtshalbtages und danach noch das Unterrichtsmaterial, welches ich für die Diplomlektion benütze. LITERATURVERZEICHNIS  Pauli, P. (2005). Lehrbuch der Küche. Bern: Pauli Fachbuchverlag AG. Affolter, U. Juan Urech, M. Keller, M. Schmid, U. (2008). Tiptopf. Essen, trinken, sich wohl fühlen. Bern: Schulverlag blmv AG. Afanassiew, N., (2006). Tischdekorationen. Stilvoll, witzig, zeitgemäss. München: Christian Verlag. 22 Unterrichtsplanung Fach Hauswirtschaft Name Praxislehrperson Marietta Suter Stadelmann Karin Klasse 1. Sekundarstufe Niveau Datum 23.03.10 Lektionsthema Tischregeln/Tischmanieren, Anrichten (das Auge isst mit)  Voraussetzungen  Thematischer Teil  • Die Schüler sind täglich mit der Tischatmosphäre konfrontiert,  jedoch haben die Schüler unterschiedliche Kenntnisse über  Tischregeln. Denn einige Schüler sind selbst für das Essen verantwortlich und die Eltern essen nicht zu Hause. Deshalb haben  diejenigen Schüler nicht dieselben Voraussetzungen, wie andere Schüler, die täglich mit den Eltern essen und auf Tischregeln  geachtet wird.     Ernährungspraktischter Teil  • Die Schüler kennen die Küche noch nicht sehr gut und wissen noch nicht, wo sich alle Arbeitsmaterialien befinden.  • Die Schüler haben noch Mühe beim Rezepte lesen  • Die Kochgruppen sind bereits festgelegt.   Bereits behandelte Themen:  • Thema Hygiene  • Thema Rohkost  • Sieden, Kurzbraten                                                                                                                                                                                                   Thematischer Teil  • Die Schüler kennen verschiedene Aspekte, die die Tischatmosphäre positiv beeinflussen und wenden diese an.  • Die Schüler können einen Tisch korrekt und dem Anlass entsprechend decken.  • Die Schüler kennen die Wichtigkeit von Tischregeln und wenden sie an.   • Die Schüler achten beim Anrichten der Speisen auf die Ästhetik.  • Du kennst die wichtigsten Tischregeln und wendest diese an.   Ernährungspraktischer Teil   • Du kannst den Schritten eines Rezepts folgen und die Arbeitsschritte gemäss Rezept ausführen.   • Die Schüler üben sich in der Team‐ und Organisationsfähigkeit.  • Die Schüler führen die Arbeiten in der Küche selbständig aus und unterstützen einander nach Möglichkeit.  • Du kennst mindestens sechs bei uns geltende Tischregeln und hältst sie auch ein.   Thematischer Teil  Längerfristige Lernziele    Lernziele an diesem Halbtag  • • Du kannst erklären, warum Tischregeln für die Tischatmosphäre wichtig sind.  Du weisst, dass sich Tischregeln von unterschiedlichen Kulturen unterscheiden und kannst auch erklären warum.  Ernährungspraktischer Teil  • Du kennst die wichtigsten Schritte der Zubereitungsart Braten mit Sauce und kannst diese anwenden.   • Du kennst die wichtigsten Grundsätze beim Anrichten und Garnieren von Speisen und wendest diese an.   Nüsslisalat mit Radiesli garniert (Rezepte von der Schule)   ***  Riz Cazimir TT S. 232  ***  Apfel‐Joghurt‐Creme TT S. 329  Menü Zeit 10.05 5‘ Unter- LernSoz. Teilziel Inhalt Methode Aktivitäten von LP Sch. Material richtss proForm chritte zess     Die Schüler erhalten einen Überblick über das heutige The‐     ma/über den heutigen Halbtag      LP begrüsst Dozentin/Dozent        Einstieg ins Thema      EI  KU LP zeigt Filmausschnitt von Mr. Bean/weihnachtliche Bescherung      Laptop mit      Filmaus‐ LP fragt, um welches Thema es sich handelt Æ Schüler können dazu  KU schnitten      die Bilder, die an der WT hängen, beiziehen.         Schüler erkennen damit, um welches Thema es sich handelt und  Bilder an    verbinden es mit dem Überblick der Bilder.   WT Æ    5‘ ER  10.15       ER  5‘ LP gibt nochmals kurz Überblick, wie die nächsten beiden Halbtage  ablaufen werden.   • LP spricht an, dass heute ebenfalls das Anrichten der Spei‐ sen im Vordergrund ist.   • LP gibt den Schülern den Überblick, dass die beiden The‐ men heute wie auch nächstes Mal von Bedeutung sind.   • Ebenfalls das Tisch decken wird nochmals aufgegriffen.   LP teilt Lerntagebuch aus.   LP liest zusammen mit den Schülern die Lernziele auf dem Lernta‐ gebuch.  Schüler kennen die wichtigsten Tischregeln, die bei uns gelten.     LP schreibt an die WT: Welches Verhalten stört mich am Tisch?   Didaktischer Kommentar (Begründung aus Zielen Voraussetzungen Organisation)   Die Schüler erhalten durch die Bilder einen Überblick und  sind somit immer informiert, um welches Thema es sich han‐ delt. Die Bilder können bei jeder Lektion wieder aufgegriffen  werden und neu geordnet werden.     Die Filmausschnitte geben den Schülern die Möglichkeit, so‐ fort das Thema selbst zu erkennen.   Ebenfalls sollen die Filmausschnitte die Schüler motivieren,  sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.   Ebenfalls holen diese Ausschnitte bei den Schülern die eige‐ nen Erfahrungen in den Vordergrund.   Überblick  über Unter‐   richtseinhei t          KU Lerntage‐ buch  Damit den Schülern, die Lernziele transparent gemacht wer‐ den, werden sie ihnen schriftlich abgegeben. Dazu ist es auch  wichtig, dass ich als Lehrperson Bezug dazu nehme.           WT       Indem die Schüler, sich überlegen, was sie stört und erst dar‐ aus die Tischregeln ableiten, haben sie auch schon einen An‐ 5‘                                     ES  5‘ ES  5‘ 10.35 ER        LP erteilt Arbeitsauftrag:  • Schüler bekommen dazu ein Notziblatt, wo sie ihr Wissen  notieren können.  • LP zeigt an der WT anhand eines Beispiels, wie der Arbeits‐ auftrag funktioniert.   • Schüler beziehen sich auf eigene Erfahrungen und die kur‐ zen Filmausschnitte.   • Mindestens 2 Regeln pro Schüler/in    Schüler machen sich an die Arbeit  Die Ergebnisse der Schüler werden im Plenum präsentiert.        LP gibt den Schülern ein Arbeitsblatt, mit verschiedenen Tischre‐ geln.   • Schüler ergänzen, falls ihre Tischregel nicht erwähnt ist.   • Schüler lesen Tischregeln und reflektieren, ob sie ihnen be‐ reits bekannt war.   Tischregeln auswählen/evtl. Hausaufgabe  6 wichtige Regeln auf dem AB anstreichen, die im Hauswirtschafts‐ unterricht eingehalten werden sollen.   Æ Falls noch Zeit, wird dies an diesem Halbtag gemacht.     Zusammen mit den Schülern werden 6 Tischregeln von den Schü‐ lern ausgewählt, die ihnen wichtig sind und die sie anwenden wol‐ len im HW‐Unterricht.   Du weisst, dass sich Tischregeln von unterschiedlichen Kulturen  unterscheiden und kannst auch erklären warum.     Schüler analysieren jeweils zu zweit ein Bild.   Schüler beschäftigen sich mit folgenden Fragen:  • welche Tischregeln kommen bei dieser Kultur nicht in Fra‐ ge?  EA KU EA EA           WT                              AB Tischre‐ geln          haltspunkt, warum Tischregeln nützlich sind. Ebenfalls soll  damit ein möglichst grosser Teil des Erfahrungshorizontes der  Schüler angesprochen werden. Vielleicht haben die Schüler  sich schon häufig geärgert am Tisch oder gestört gefühlt, aber  dabei nicht konkret an Tischregeln gedacht. Ebenfalls kann  das Gesehene im Film aufgegriffen werden.     Das Arbeitsblatt soll den Schülern eine Hilfestellung geben,  wie auch das Beispiel auf der Folie. Damit die Schüler mög‐ lichst schnell den Arbeitsauftrag verstehen und ausführen  können.   Diesen Arbeitsauftrag machen die Schüler alleine, damit mög‐ lichst verschiedene Erfahrungen zusammenkommen und sich  jeder selbst überlegt, was sie/ihn persönlich am Tisch stört.     Das neue Arbeitsblatt mit den Tischregeln soll am vorherigen  Auftrag anknüpfen und damit am Vorwissen anknüpfen und  dieses auch integrieren, indem die Schüler eigene Tischre‐ geln, die nicht erwähnt sind, noch aufschreiben können.               Diese Aufgabe ist wichtig für die nächste Lektion. Mit dieser  Wahl der Tischregeln werden die Anliegen der Schüler ernst  genommen, indem sie ein Mitbestimmungsrecht haben.  Da ich nicht mit den Schülern esse, werden die Regeln erst  nächstes Mal im Unterricht auch bewusst angewendet und  im Essraum visualisiert.             Bilder Tisch‐ regeln    Folie Fragen  Die kulturelle Perspektive ist insofern wichtig, dass die Schü‐ ler gegenseitig tolerant sind. Es gibt in der Klasse kulturelle  Unterschiede bei den Tischregeln, da sich nicht alle Schüler  gewohnt sind, am Tisch mit der Familie das Essen einzuneh‐ men und auf Tischregeln zu achten. Die Erkenntnis soll die  Toleranz gegenüber anderen Kulturen fördern.     KU PA • 5‘ 10. 45 ES      10.50   P  11.00 ER  A    welche Regel gilt bei ihnen nicht? Warum?    Schüler präsentieren ihr Bild der Klasse und beantworten die Fra‐ gen dazu.   Lerntagebuch  Schüler lesen nochmals Lernziele des thematischen Teils und be‐ antworten diese.   Schüler lesen Lernziele für ernährungspraktischen Teil.  WECHSEL IN DIE KÜCHE  Braten mit Sauce:  Schüler bekommen das Rezept der Fleischzubereitung von Riz Ca‐ simir.    Aufgabe der Schüler ist es, dieses Rezept zusammenzusetzen und  die passenden Bilder zuzuordnen.    Diejenige Gruppe, die am schnellsten fertig ist, ordnet den Texten  die Bilder zu.   LP bespricht mit den Schülern die Reihenfolge.  Schubikarten werden am Kühlschrank hingehängt.   Aufteilung der Arbeiten: wer macht was?  Hinweise zur Aufgabenteilung:  • Wer noch nie einen Salat zubereitet hat, wendet sich dieser  Aufgabe zu. Schüler teilen auf, wer welche Aufgabe über‐ nimmt.  • Welche Arbeiten muss ich in welcher Reihenfolge durchfüh‐ ren? Æ LP erklärt Reihenfolge.   LP fragt jeweils nach, wer nun welche Aufgabe hat und gibt zu den  entsprechenden Aufgaben folgende Hinweise:  • Wer den Tisch deckt, soll sich an das Merkblatt Tisch de‐ cken halten.  Æ Tische müssen richtig gedeckt sein.   • Hinweis Fleischzubereitung: zuerst mise en place, beson‐ ders wichtig!  KU   Die Lernziele sollen den Schüler präsent sein. Deshalb werden  sie nochmals gelesen und zugleich beantwortet. Zur Vorbe‐ reitung für den ernährungspraktischen Teil lesen die Schüler  die Lernziele für den ernährungspraktischen Teil.       GA KU   zerschnit‐ tenes Re‐ zept und  Schubi‐ karten  WT in der  Küche                        Merkblätter  Tisch de‐ cken      Die Schüler üben sich so im Rezepte lesen. Sie müssen die  Symbole (Schrift) mit den Bildern in Verbindung bringen. Die  Zuordnung der Bilder zum richtigen Text erfordert, dass das  Gelesene verstanden wurde. Deshalb ist dies eine Kontrolle,  ob das Rezept auch verstanden wurde.   Da dieses Rezept das Braten mit Sauce darstellt, ist es wich‐ tig, dass alle Schüler einmal dieses Rezept gelesen und ver‐ standen haben. Das erleichtert danach die Demo, da die  Schüler bereits das Vorwissen zum Rezept besitzen.   Die Schüler brauchen ganz klare Anleitungen. Deshalb ist es  wichtig, dass Fixzeiten an der WT verschriftlich werden, aber  auch klar angesprochen werden. Ebenfalls sind sich die Schü‐ ler noch nicht vertraut mit der Darstellung an der WT. Des‐ halb ist es für sie wichtig, dass ich ganz genau erkläre, wie die  Arbeitsaufteilung funktioniert.      Mit der Repetition der Merkpunkte zum Tischdecken sollen  die Schüler merken, dass sie daran immer wieder Übungsge‐ legenheiten haben und dass dies ein längerfristiges Ziel ist.   • 11.05 ER    11.20     11.25   ER    11.35 ER    11.40 ER    Salat: Was mache ich zuerst? Salatsauce oder Salat wa‐ schen? Wann gebe ich die Salatsauce zum Salat? Æ Fix‐ punkte der Zeiten an der WT!   • Allgemeine Frage an alle: Warum sind die Zitronen in der  Apfelcreme wichtig?   • Welche Gruppe bereitet für wie viele Personen das Essen  zu? Æ LP informiert die jeweiligen Gruppen!   Schüler beginnen mit der Nahrungszubereitung.  LP zeigt den Schülern, wie man mit Radieschen garnieren kann.  LP beobachtet, ob alle Schüler beim Fleisch das Mise en place ma‐ chen, bevor sie beginnen.   Fixpunkt Wasser kochen für Reis  LP kontrolliert, ob alle Schüler sich an die Fixzeiten halten und deie  Platte eingeschalten haben, um das Wasser zu kochen.   Demo Braten mit Sauce   LP erarbeitet zusammen mit den Schülern folgende Fragen:  • Welche Bilder des Rezeptes wurden bereits vollendet?  • Was kommt nun?  • Hat das schon jemand einmal gemacht?  • Warum gibt man Mehl dazu?  LP gibt den Schülern, die für das Fleisch zuständig sind, ein Kärt‐ chen mit den Merkpunkten für Aufgabe mit der Garnitur.  LP zeigt Schülern, wie eine Kiwi schneiden und wie man die Pfirsi‐ che schneiden kann.   Demo anrichten und garnieren  Schüler überlegen sich den Unterschied von garnieren und anrich‐ ten. LP visualisiert jeweils die Begriffe.   LP zeigt den Schülern ein Bild einer angerichteten Speise.   Schüler versuchen aufgrund dieses Beispiels herauszufinden, wor‐ auf es beim Anrichten und Garnieren ankommt.   LP hat dazu entsprechende Merkpunkte, die ebenfalls visualisiert  werden.   LP zeigt den Schülern, wie man die Hauptspeise anrichten kann und  EA/ GA Tiptopf      Es ist wichtig, dass die Schüler sich an die Fixzeiten halten,  damit es zeitlich keinen Verzug gibt.   Schubi‐ karten      Der Bezug zu den Bildern fördert das Verständnis der Schüler.  Ich habe auch die Kontrolle, ob die Schüler wissen, bei wel‐ chem Schritt wir sind, indem ich nach den Bildern frage.   Es ist auch wichtig das Vorwissen der Schüler einzubeziehen.  Denn einige Schüler haben schon viel Erfahrung beim Kochen  und geben ihr Wissen gerne preis.       Stichwor‐ te/Begriffe  zum Thema   Garnieren  und Anrich‐ ten.    Wiederum wird das Vorwissen einbezogen. LP wendet diese  Punkte auch gerade an und zeigt den Schülern, wie eine Spei‐ se angerichtet werden kann und auch garniert werden kann.   geht dabei nochmals auf die visualisierten Merkpunkte ein.   11.50   Du garnierst einen Teller nach den Kriterien zum Garnieren und  Anrichten von Speisen  Schüler garnieren nun ihren eigenen Teller nach den Merkpunkten  und ihrer eigenen Kreativität.  Fixpunkt Salat  Schüler geben den Salat auf den Tisch, damit pünktlich gegessen  werden kann.    Vorspeise essen    Die Schüler erhalten so Übungsgelegenheit beim Garnieren  und Anrichten der Speisen. Dies ermöglicht den Schülern das  Lernen direkt am Gegenstand.            Hauptspeise anrichten  Jeder Schüler schöpft sein Essen selber und versucht dies möglichst  nach den Merkpunkten, die visualisiert sind.   Essen Hauptspeise  Beim Essen soll darauf geachtet werden, dass die Schüler  zuerst die Garnitur anschauen und sie wahrnehmen. Ich bin  jedoch beim Essen nicht dabei, deshalb wird Marietta diesen  Input übernehmen.   Indem die Schüler alle selber schöpfen, haben alle die Mög‐ lichkeiten das Anrichten der Speisen zu üben.   ER    Aufräumen und abwaschen gemäss Ämtliplan.    ES    Lerntagebuch ausfüllen, oder als Hausaufgabe, falls die Zeit nicht  reicht.     ES        12.00 ES    12.10 ES    12.15 ES  12.30 13.05– 13.15   Das Wahrnehmen der Speisen mit dem Auge gilt auch bei der  Hauptspeise.  Da sich die Schüler noch nicht an die Ämtli gewohnt sind, ist  es wichtig, dass die LP das Ausführen der Ämtli beobachtet  und allenfalls hilft oder eingreift, wenn sie falsch ausgeführt  werden. Das Aufräumen soll möglichst ohne Chaos und struk‐ turiert ablaufen.   Das Ausfüllen des Lerntagebuchs wird je nach Zeit zu Hause  vollendet.   Hauswirtschaft PHZ Luzern Fachliche Rezeptanalyse Gericht: Apfel-Joghurt-Creme Rezeptquelle TT-Rezept, S. 329 Rezeptbücher Zeitschriften Æ Bitte prüfen, inwiefern ist ein identisches Rezepte im TT vorhanden? TT-Rezepte sind gut verständlich und die NM-Verhältnisse stimmen. Welche Zubereitungsart/en (TT S. 25-61) wird resp. werden in diesem Rezept angewendet? Rohkost TT Dämpfen im eigenen Saft TT Angerührter Teig TT Sieden TT Dämpfen mit Zugabe v. Flüssigkeit TT Hefeteig TT Dämpfen auf dem Siebeinsatz TT Dünsten TT Geriebener Teig TT Kurzbraten TT Rösten TT Gerührter Teig TT Braten mit Sauce TT Frittieren TT Biskuitteig TT Braten mit Jus TT Dampfkochtopf TT Brühteig TT Welche Fachbegriffe werden in diesem Rezept verwendet und was bedeuten diese? Fachbegriffe Bedeutung schälen raffeln Rahm schlagen Darunterziehen Schälen bezeichnet das Wegnehmen der natürlichen Verpackung eines Gemüse oder einer Frucht. Raffeln bezeichnet das Zerkleinern von Nahrungsmitteln mittels einer Raffel. Beim Rahm schlagen wird Luft in den Rahm geschlagen, damit der Rahm mehr Volumen bekommt. Das Darunterziehen bezeichnet das sorgfältige Mischen von geschlagenem Rahm in eine Creme, so dass die Luft erhalten bleibt. Welches sind die zentralen Sequenzen/Arbeitsschritte in diesem Rezept, welche zum guten Gelingen beitragen? • • • • Beim Dazureiben der Schale ist es wichtig, dass die Schüler nicht zu viel der Schale dazureiben, denn von der Schale ist nur das äussere brauchbar Früchte sollen unzerkleinert gewaschen werden. Nach dem Raffeln der Äpfel sollen diese sofort gemischt werden und nicht stehen gelassen werden, damit die Äpfel nicht braun werden. Beim Rahm schlagen ist es wichtig, dass die Schüler das richtige Arbeitsgerät verwenden (Handrührwerk) und nicht etwa den Mixerstab nehmen, denn dadurch wird keine Luft in den Rahm gemischt. Ebenfalls ist es von Bedeutung, dass die Schüler zur rechten Zeit aufhören, den Rahm zu schlagen. Ansonsten gibt es Butter, was nicht das Ziel ist. Beim Rahm daruntermischen ist das richtige Arbeitsgerät ebenfalls wichtig. (Gummischaber) Denn die Luft sollte möglichst in der Creme bleiben, damit diese luftig ist. Sind die verwendeten Nahrungsmittelmengen angemessen berechnet? Vgl. TT „Mengen pro Person S. 20. Welche Korrekturen sind allenfalls notwendig? Die Nahrungsmittelmengen sind angemessen gerechnet. Da die Schüler gerne Äpfel essen, ist es gerade richtig. Ansonsten müsste man je nach Sättigung des Menüs die Menge etwas verringern. Was könnte fachlich schwierig sein bei der Zubereitung dieses Rezeptes? Es könnte schwierig sein, beim Dazureiben der Zitronenschale nicht zu viel von der Schale hinein zu reiben. Es könnte schwierig sein, beim Rahmschlagen den richtigen Zeitpunkt zu finden, um aufzuhören mit dem Schlagen. Ebenfalls ist es die Schwierigkeit, den Rahm darunterzuziehen, ohne dass viel Luft verloren geht und überhaupt zu verstehen, was darunterziehen bedeutet. Welches sind besondere Anforderungen im Umgang mit den verwendeten Nahrungsmitteln? Beim Apfel ist zu beachten, dass dieser braun wird, wenn er geschnitten mit der Luft zusammentrifft. Beim Rahm muss man beachten, dass dieser sich verändert, wenn man ihn zu lange schlägt. Hauswirtschaft PHZ Luzern Welche Pfannen/Geräte unterstützen das Gelingen der Zubereitungsart, resp. des Gerichtes? Erfordern die Pfannen/Geräte eine spezielle Behandlung? Welche? Raffel: Beim Raffeln der Äpfel kann gewählt werden, ob man die Rösti- oder Bircherraffel wählt. Je nachdem, ob man den Apfel lieber in kleine Stückchen haben möchte, oder ob er ganz fein sein soll. Bei der Zitrone muss man die kleinste verwenden, die Zitronenraffel. Handrührwerk: Um den Rahm zu schlagen benötigt man das Handrührwerk. Gummischaber: Um den Rahm unter die Creme zu ziehen benötigt man einen Gummischaber. Gibt es Zubereitungs-Teilschritte (z. B. versch. Zubereitungsarten innerhalb eines Rezeptes, Warte-, zeiten, Ruhezeiten, Gefrierzeiten, Backzeiten, Auskühlzeiten, ) die bei der Arbeits- und Zeitplanung beachtet werden müssen? Wenn ja, welche? Bei diesem Rezept gibt es keine Wartezeiten. Das Gericht kann man ohne Unterbruch zubereiten. Was ist für mich persönlich schwierig an diesem Rezept? Für mich persönlich enthält das Rezept kaum Schwierigkeiten. Das einzige, was man falsch machen kann, ist das Schlagen des Rahms. Wenn man den so schlägt, bis es Butter gibt. Für die Unterrichtsvorbereitung zusätzlich relevante Frage: Was könnte für meine Schülerinnen und Schüler (Sek A, B, C) bei der Zubereitung des Rezeptes schwierig sein? Welche Raffel benötige ich für den Apfel, für die Zitrone? Welches Arbeitsgerät benötige ich, um den Rahm zu schlagen? Was heisst „darunterziehen und welches Arbeitsgerät benötige ich dazu? Hauswirtschaft PHZ Luzern Fachliche Rezeptanalyse Gericht: Riz Casimir (ohne Reiszubereitung) Rezeptquelle TT-Rezept, S. 232 Rezeptbücher Zeitschriften Æ Bitte prüfen, inwiefern ist ein identisches Rezepte im TT vorhanden? TT-Rezepte sind gut verständlich und die NM-Verhältnisse stimmen. Welche Zubereitungsart/en (TT S. 25-61) wird resp. werden in diesem Rezept angewendet? Rohkost TT Dämpfen im eigenen Saft TT Angerührter Teig TT Sieden TT Dämpfen mit Zugabe v. Flüssigkeit TT Hefeteig TT Dämpfen auf dem Siebeinsatz TT Dünsten TT Geriebener Teig TT Kurzbraten TT Rösten TT Gerührter Teig TT Braten mit Sauce TT Frittieren TT Biskuitteig TT Braten mit Jus TT Dampfkochtopf TT Brühteig TT Welche Fachbegriffe werden in diesem Rezept verwendet und was bedeuten diese? Fachbegriffe Bedeutung ablöschen Schonenende Garmethoden, wobei die Vitamine und Mineralstoffe besser erhalten bleiben. Flüssigkeit zu gedämpften, gedünsteten, gerösteten oder gebratenen Nahrungsmittel geben. schmoren Fleisch wird in Sauce auf kleiner Stufe gegart (köcheln) dämpfen Welches sind die zentralen Sequenzen/Arbeitsschritte in diesem Rezept, welche zum guten Gelingen beitragen? • • • Mise en place. Es sollte alles vorgängig bereit gemacht sein, damit die Schritte fortlaufend ausgeführt werden und nichts anbrennt. Fleisch anbraten: das Öl muss genügend heiss sein. Das Fleisch sollte nicht vorher beigegeben werden, damit das Fleisch saftig bleibt. Zugabe von Mehl. Die Zugabe von Mehl ist wichtig, damit die Sauce nicht Flüssig ist, sondern sämig bleibt. Der Zeitpunkt ist wichtig. Es muss vor der Zugabe des Wassers sein, ansonsten passiert es, dass es nachher Klümpchen bilden. Sind die verwendeten Nahrungsmittelmengen angemessen berechnet? Vgl. TT „Mengen pro Person S. 20. Welche Korrekturen sind allenfalls notwendig? Es ist angemessen berechnet. Was könnte fachlich schwierig sein bei der Zubereitung dieses Rezeptes? Es könnte schwierig sein, das Rezept zu verstehen und die Schritte in der richtigen Reihenfolge auszuführen. Deshalb ist Mise en place umso wichtiger. Es könnte schwierig sein, die geeignete Pfanne auszuwählen. Sauce sollte Platz haben. Bei einer beschichteten Pfanne könnte der Belag beschädigt werden. Es könnte schwierig sein, zum richtigen Zeitpunkt auf die richtige Stufe zurückzuschalten. Welches sind besondere Anforderungen im Umgang mit den verwendeten Nahrungsmitteln? Beim Poulet muss die Hygiene besonder beachtet werden, da ansonsten die Gefahr von Salmonellen besteht. Wichtig ist auch, dass das Fleisch genügend lange angebraten ist und man kein rohes Fleisch isst. Dies ist jedoch bei diesem Rezept kein Problem, da das Fleisch anschliessend in der Sauce gekocht wird. Hauswirtschaft PHZ Luzern Welche Pfannen/Geräte unterstützen das Gelingen der Zubereitungsart, resp. des Gerichtes? Erfordern die Pfannen/Geräte eine spezielle Behandlung? Welche? Es sollte eine Bratpfanne verwendet werden, wenn möglich ohne Beschichtung. Da es sonst Belagschäden geben kann. Gibt es Zubereitungs-Teilschritte (z. B. versch. Zubereitungsarten innerhalb eines Rezeptes, Warte-, zeiten, Ruhezeiten, Gefrierzeiten, Backzeiten, Auskühlzeiten, ) die bei der Arbeits- und Zeitplanung beachtet werden müssen? Wenn ja, welche? Nachdem mit der Flüssigkeit abgelöscht wird, gibt es Wartezeiten. Da soll man das Fleisch etwa 10 min köcheln lassen. Dies kann bei der Zeitplanung berücksichtigt werden. Was ist für mich persönlich schwierig an diesem Rezept? Für mich ist dieses Rezept eher einfach. Denn das Mehl muss nicht geröstet werden, was das Rezept erleichtert. Für die Unterrichtsvorbereitung zusätzlich relevante Frage: Was könnte für meine Schülerinnen und Schüler (Sek A, B, C) bei der Zubereitung des Rezeptes schwierig sein? Wann Fleisch ins Öl geben? Was heisst dämpfen? Was heisst ablöschen? Welche Reihenfolge ist zwingend zu befolgen? Was heisst sc