Arbeitsblatt: Shakespeare

Material-Details

Biographie
Deutsch
Leseförderung / Literatur
8. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

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10
08.05.2011

Autor/in

Tara (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

William Shakespeare William Shakespeare ist wohl der bekannteste Dramatiker aller Zeiten. Stücke wie „Hamlet, „Romeo und Julia, „Macbeth oder „Viel Lärm um nichts sind bis heute Publikumsmagneten und stehen weltweit auf den Theaterspielplänen ganz oben. Nicht umsonst ist der 23. April – Shakespeares Geburtstag – gleichzeitig auch der Welttag des Buches. So bekannt Shakespeares Tragödien und Königsdramen, Lustspiele und Verwechslungskomödien auch sind, so wenig wissen wir über sein Leben und Wirken. Seine Biografie lässt sich nur in groben Umrissen skizzieren. Alle verlässlichen Informationen stützen sich ausschließlich auf die Eintragungen ins Kirchenregister seiner Geburtstadt StratforduponAvon. Die Jugend Am 26. April im Jahr 1564 wurde Shakespeare als Sohn eines erfolgreichen Landwirts und Händlers geboren. Seit dem 18. Jahrhundert wird der 23. April oft als sein Geburtstag genannt, doch ist diese Angabe nicht gesichert und geht letztlich wohl nur darauf zurück, dass Shakespeare am gleichen Tag des Jahres 1616 (23. April) verstorben ist. Seine Mutter stammte aus einer unbedeutenden Adelsfamilie, brachte jedoch Landbesitz in die Familie ein. William genoss offensichtlich eine gute Schulbildung, denn die Schule von Stratford uponAvon besass einen guten Ruf. Latein, Dichtung und Geschichte dürften auf jeden Fall auf dem Unterrichtsplan gestanden haben. Shakespeare besuchte keine Universität – ob dies finanzielle Gründe hatte, kann heute nicht mehr gesagt werden. Im Alter von 18 Jahren heiratete der junge Mann die acht Jahre ältere Anne Hathaway. Etwa sechs Monate nach der Eheschliessung wurde die Tochter Susanna geboren. Zwei Jahre später kamen die Zwillinge Hamnet und Judith zur Welt. Hamnet starb im Alter von elf Jahren, die Todesursache ist unbekannt. Die dunklen Jahre Die Jahre 1585 bis 1592 bereiten der ShakespeareForschung bis heute Kopfzerbrechen. Wann ging er nach London? Weshalb ließ er seine Familie im Stich? Schloss er sich einer der umherziehenden Wanderbühnen an? Wir wissen es nicht. Als William Shakespeare 1592 wieder in den Chroniken auftaucht, ist er bereits ein erfolgreicher Schauspieler und Dichter, Mitglied und Stückeschreiber bei der erfolgreichsten Theatertruppe Londons „Chamberlains Men. Theater als Vergnügungsanstalt Das Theater gehörte in dieser Zeit dem so genannten „Elisabethanischen Zeitalter – zum festen Vergnügungsangebot in London. Die Vorstellungen fanden in der Regel tagsüber statt und zogen Zuschauer aus allen Schichten an. Mit Kulturgenuss hatte das Ganze wenig zu tun. Man wollte sich amüsieren, lachen, schockiert sein, sich fürchten oder bemitleiden. Lauthals tat das Publikum deshalb seine Gefühlsregungen während den Vorstellungen kund. Shakespeare lieferte Stücke ganz nach dem Geschmack seiner Zeitgenossen. Vor allem seine Macht und Rachetragödien wie „Hamlet, „Macbeth oder „König Lear boten die ganze Palette, die sich der elisabethanische Zuschauer wünschte. Da treiben Geister und Hexen ihr Unwesen, Frauen verlieren den Verstand, das Blut fließt in Strömen und trotzdem bleibt noch genügend Raum für Maskeraden, Narren und Clownerien. Alle Quellen ausgeschöpft Für seine Tragödien und Königsdramen bediente sich der Dichter bei antiken Autoren ebenso wie bei der englischen Geschichtsschreibung. Oftmals auf Bestellung schrieb er erotische Verwirrspiele wie „Ein Sommernachtstraum oder die Verwechslungskomödie Was ihr wollt. Nebenbei betätigte sich Shakespeare auch als Lyriker. Berühmt geworden ist der Gedichtzyklus „Sonette. Sprachgenie Shakespeares Werke zeugen – was ihre Themenvielfalt betrifft nicht nur von einer extrem guten Allgemeinbildung des Verfassers, sie sind auch sprachlich brillant. Der Dichter begnügte sich nicht damit, Eifersuchtsdramen und Königsmord, Liebesintrige und Rollentausch, Wahnsinn und Blutrache möglichst effektvoll in Szene zu setzen, er tat es wortreich und mit vielen poetischen Bildern. Shakespeare war ein Virtuose seiner Sprache. 34.000 verschiedene Wörter zählt man in seinen Werken – der geschätzte aktive Wortschatz eines gebildeten Engländers heutzutage ist nur etwa halb so groß. Gab es Shakespeare wirklich? Bis heute ist immer wieder angezweifelt worden, ob Shakespeare sein umfangreiches dramatisches Werk selbst geschrieben hat. Die Vermutung, hinter dem Pseudonym Shakespeare könne sich ein ganzes Autorenteam verbergen, der Philosoph Francis Bacon oder gar ihre Majestät Elisabeth I. gelten allerdings als unhaltbar. Zu markant ist die dichterische Handschrift Shakespeares, der bereits zu Lebzeiten von seinen Landsleuten verehrt wurde. Wieder daheim 1610 hatte der Dichter offenbar genug vom Londoner Theaterleben und kehrt in sein Heimatdorf zurück. Als Geschäftsmann und Dichter hatte er ein kleines Vermögen angespart und konnte sich bis zu seinem Tod 1616 ein geruhsames Leben leisten. Eine Gedenktafel in der Stratforder Gemeindekirche erinnert noch heute an den berühmten Dichter. Shakespeare und kein Ende 1623 wurden Shakespeares Werke in einer ersten Gesamtausgabe veröffentlicht. Anfangs des 19. Jahrhunderts wurden die Dramen übersetzt und für die Bühne entdeckt. Neben dem Theater sind die Werke auch immer wieder für Verfilmungen interessant, wie z. Bsp. Much ado about nothing (Viel Lärm um Nichts) oder Romeo und Juliet.