Arbeitsblatt: Die Ständeordnung des Mittelalters

Material-Details

Unterrichtsidee mit Material zur Erarbeitung der Ständeordnung im Mittelalter (MST). Texte zu jedem Stand mit Berufsbeispielen; Blatt mit leerer Pyramide mit Grobeinteilung der Schichten, Tabelle mit Berufsbeispielen aus jeder Schicht durcheinander
Geschichte
Mittelalter
klassenübergreifend
6 Seiten

Statistik

81470
1186
39
15.05.2011

Autor/in

Markafa (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Unterrichtsidee: Pyramide an Wandtafel zeichnen und SuS verteilen; Anschliessend jedem SuS einen Beruf des Mittelalters verteilen (Tabelle mit Berufen weiter unten, einfach ausschneiden). SuS sollen nun Berufe in Pyramide an WT kleben. Anschliessend Texte lesen lassen (z.B. Gruppenpuzzle), Verteilung in der Pyramide an der WT überprüfen mit neuem Wissen und in eigene Pyramide übertragen Die Ständeordnung Im Mittelalter König/Kaiser Oberschicht/Hoher Adel Mittelschicht/Niederer Adel Unterschicht/Nährstand Bauer Bauer Bauer Knecht Dienstbote Dienstbote Handwerker Beamter Ritter Bischof Herzog Papst Bauer Kaiser Knecht Dienstbote Handwerker Ritter Vogt Graf Herzog König Graf Knecht AdelNiederehicht/Mittelsc hrstandhicht/NäUntersc Die verschiedenen Stände im Mittelalter Kranke, Arme, Dienstboten Heimatlose, Knechte, Kranke, Arme, Heimatlose, Knechte, Dienstboten, Leute mit einem unehrbaren Beruf wie der Henker oder der Totengräber: Alle diese hatten praktisch keine Rechte im Mittelalter und gehörten der Unterschicht an. Ihr Leben war sehr hart. Von der Gesellschaft wurden sie geächtet, es gab für sie keine Chance, in der Ständeordnung aufzusteigen. Bauern Es gab einige wenige freie Bauern, welche keinem Lehnsherren untergeordnet waren. Meistens aber waren die Bauern sogenannte Leibeigene (von den Grundherren persönlich abhängig) oder Hörige (sie gehörten zum Land dazu). Sie hatten fast keine Rechte und waren der Willkür des Lehnsherren ausgesetzt. Sie mussten hart arbeiten: Neben ihrem kleinen Stück Land zur persönlichen Nutzung mussten sie auch das Land ihres Grundherrn bearbeiten (Frondienst). Zudem mussten sie einen Teil ihrer Ernten ihrem Herrn abgeben. Die Bauern gehören zur Unterschicht. Handwerker, Kleinhändler, Gutsherren/Ritter/Vogte städtische Beamte, Stadtbürger Diese Leute, welche alle einen angesehenen Beruf ausübten, wurden zur Mittelschicht gezählt. Sie waren nicht direkt von einem Adeligen abhängig und hatten einen eigenen Besitz, wie z.B. ein Haus, ein Stück Land oder Werkzeuge. Sie waren zwar nicht reich, aber sie konnten sich ihren Lebensunterhalt verdienen und waren frei. Sie wurden von den Adeligen nicht als gleichwertig akzeptiert, aber auch nicht ausgebeutet. Gutsherren waren die Pächter von Adligen, sogenannte Landadelige. Sie verpachteten ihr Land zur Bearbeitung an Bauern. Als Gegenleistung für das Land mussten sie ihrem Lehnsherr, den Adligen, einen Treueid schwören und im Kriegsfall für sie kämpfen. Die Bauern mussten den Gutsherren oder Lehnsherren Abgaben leisten und sein Land bearbeiten, dafür wurden sie von ihm beschützt. AdelHoherhicht/Obersc Herzöge/Grafen/Freiherren Bischöfe Die Adligen bekamen Land vom König, das sie nach ihrem Interesse verwalten konnten. Dafür mussten sie den König im Kriegsfall unterstützen. Diese Adligen besassen oft ein eigenes Heer. Deshalb war es für den König auch so wichtig, dass er diese Leute für sich gewinnen konnte, da sie ihm sonst hätten gefährlich werden können. Der Adlige verteilte sein Land an Landadlige oder direkt an Bauern weiter. Dafür mussten sie ihm Abgaben leisten. Die Bischöfe waren ebenso mächtig wie die Adligen und gehörten der Oberschicht an. Sie hatten Diözesen, wo sie bestimmen konnten. In Diözesen hatte es Pfarreien und Klöster. Alle mussten der Kirche eine Art Steuer bezahlen, den Zehnt. Dieser und andere Einnahmen aus ihren Diözesen machten einige Bischöfe sehr reich. KönigKaiser/ König/Kaiser Papst Der König oder der Kaiser war zuoberst in der Pyramide. Er besass am meisten Macht und Land. Das Land und gewisse Rechte verlieh er an seine Untertanen, die Adligen, also Grafen und Herzöge. Dafür mussten sie ihm im Falle eines Krieges mit ihrem Heer zur Seite stehen. Der Papst war in der Kirche der höchste Mann. Er war in der Kirche so mächtig wie der König oder der Kaiser. Er bestimmte alles, was die Kirche betraf. Selbst der König durfte sich in die Gesetze und Gerichte der Kirche nicht einmischen. Geistliche/ Klerus