Arbeitsblatt: Australien

Material-Details

Blatt zur heutigen Situation der Aborigines
Geographie
Anderes Thema
9. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

815
2567
105
29.03.2006

Autor/in

Lukas Rechsteiner

Wettingen
056 426 00 19
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Australien – Aborigines heute Der Reisende, der Kontakt zur Urbevölkerung sucht, wird meistens enttäuscht. Sie wollen in Ruhe gelassen werden. Kontakte beschränken sich auf zufällige Begegnungen, allein auf Reisen oder Ausflügen, die von Aborigines geführt werden oder in deren Stammesgebiete führen, ist eine intensivere Zusammenkunft möglich. Beim Gedanken an ihre Zukunft kommen Zweifel auf, denn die Existenzschwierigkeiten der Aborigines nehmen immer bedrohlichere Ausmaße an. Weit verbreitet sind Arbeitslosigkeit und damit verbundener Alkoholmissbrauch. Bestrebungen, die Ureinwohner zu assimilieren und die Gebräuche und Gewohnheiten denen der weißen Bevölkerung anzupassen, können als fehlgeschlagen betrachtet werden. Die weißen Eroberer hatten nie darüber nachgedacht, ob es außer der Unterwerfung noch andere Formen des Zusammenlebens gibt. Die Vergehen der Vergangenheit rächen sich heute, wenn es darum geht, alte Traditionen und den Stolz einer alten Kultur wieder aufleben zu lassen. Die meisten Australier vertreten eine zunehmend liberale Haltung gegenüber den Aborigines. Besonders unter der jungen Bevölkerung herrscht breite Akzeptanz sogar ein gewisser Stolz auf die Vorfahren im eigenen Land. In einer eindrucksvollen Rede erkannte Premier Keating zum Jahr der Ureinwohner 1993 (Year of the Indiginous People) die Benachteiligung der Aborigines an ein wichtiger Schritt zum Verständnis zwischen den Völkern. Im Jahr 2000 gab es mehrere Protestmärsche mit bis zu einer halben Million Teilnehmern für die Rechte der Aborigines, sie spiegeln das geänderte Rechtsbewusstsein der weißen Australier wieder. 26 Urbevölkerung nicht anerkennen will. Rassismus wird zuweilen offen gezeigt: Politiker geben abwertende Äußerungen von sich und auch die Worte vom faulen Schwarzen fallen immer wieder. Gelder, die in AboriginesGemeinden fließen (viele sprechen von Guilt Money Geld zur Wiedergutmachung), werden als zu hoch und ungerechtfertigt betrachtet. Dabei wird oft vergessen, dass vieles von dem, was über 40.000 Jahre gewachsen ist, in nur 200 Jahren zerstört wurde eine Tatsache die nicht ohne Folgen bleiben kann. Mit dem 1976 erlassenen Aboriginal Lands Right Act wurden den Ureinwohnern wichtige Stammesterritorien zurückgegeben. Beispiele wie das Arnhemland im Northern Territory beweisen, dass eine Selbstverwaltung sehr wohl funktionieren kann und zukünftige Rassenunruhen lassen sich wahrscheinlich nur durch das Zugeständnis der ethnischen Souveränität vermeiden. Aborigineskünstler lösen sich in jüngster Zeit aus der Isolation und erzielen in der Kunst- und Kulturwelt erstaunliche Erfolge. Tanz- und Musikgruppen, Schriftsteller und Maler machen sich zum Sprachrohr der Aborigines und heben sie in das Bewusstsein der übrigen Welt. So trat z.B. die populäre Rockgruppe Yothu Yindi mit ihrem Hit Treaty für den geforderten Selbstbestimmungsvertrag ein und sorgte für weltweite Publicity. Die Gemälde und Zeichnungen der Aborigines haben sich in den Galerien der Welt längst zum Renner entwickelt und sind begehrte und wertvolle Sammlerobjekte. Die Muster erscheinen auch auf Stoffen und Kleidungsstücken. Die urzeitliche Kunst ist über das Stadium der bloßen Modeerscheinung weit hinaus gewachsen. Wie überall gibt es aber auch in Australien eine lautstarke Minderheit, die die grundverschiedene Lebensweise der Fragen zum Text: 1. In der modernen Welt haben es die Aborigines schwer. Welches sind ihre Probleme? 2. Durch was entstehen diese Probleme? 3. Immer gibt es aber auch eine Tendenz zur Entspannung zwischen Weissen und Aborigines. Wer trägt dazu bei? 4. Welche Tatsachen helfen, die Ureinwohner Australiens als gleichberechtigt zu sehen?