Arbeitsblatt: Pigmente
Material-Details
Theorie zu Pigmente
Bildnerisches Gestalten
Farbe
klassenübergreifend
1 Seiten
Statistik
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16.06.2011
Autor/in
Nadine Zbinden
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Theorie Was sind Pigmente? Pigmente sind farbgebende Substanzen. Farbstoffe und Pigmente gehören gemeinsam zu den Farbmitteln und können anorganisch oder organisch sein. Man unterscheidet bei den anorganischen Pigmenten zwischen natürlichen und synthetisch hergestellten. In die erste Gruppe gehören Erden und Mineralien (Erdfarben, Mineralweiß), die zu ihrer Anwendung keiner oder nur einer mechanischen Aufbereitung (zumeist Trocknen und Mahlen) bedürfen. In die zweite Gruppe gehören anorganische Pigmente wie etwa Metalleffektpigmente, Ruß, Weißpigmente oder Eisenoxidpigmente, also Syntheseprodukte aus unterschiedlichen Herstellungsverfahren. Industriell werden fast nur noch synthetisch hergestellte anorganischen Pigmente hergestellt, wegen der stabileren Qualität und der höheren Reinheit. Wie komme ich von den Pigmenten zur Farbe? Zur Herstellung einer Malfarbe wird ein Pigment mit einem Bindemittel gemischt und nach dessen Erstarrung auf einem Malgrund festgehalten. Bindemittel sind Stoffe, die andere Stoffe mit feinem Zerteilungsgrad auf einer Unterlage verkleben. Verschiedene Bindemittel werden eingesetzt für verschieden Anwendungsgebiete und Farben. Oft verwendet werden die folgenden Bindemittel: Gummi, Harze, Wachse, Öle, Eiweißstoffe, Cellulose oder Kalk. So erhält man beispielsweise beim Verrühren des Pigments Ultramarinblau mit Leinöl eine Ölfarbe. In Aquarellfarben findet sich Gummi arabicum und in Caseinfarben wird das Milcheiweiß Casein als Bindemittel eingesetzt (Wikipedia). Geschichte der Pigmente Im südfranzösischen Lascaux zeigen Höhlenmalereien, dass Menschen bereits vor 30.000 Jahren fein gemahlene Erde und Mineralien als Farbe genutzt haben. Aus Kalk und Gips generierte man weiße, Holz- und Knochenkohle für schwarze Farbtöne. Zu dieser Zeit wurden die Farben mit tierischem Fett, Tran, Eiweiß, Pflanzensäften, Fischleim oder sogar mit Blut vermengt. Man hat herausgefunden, dass Farben damals schon einen hohen Symbolwert hatten, da man mit rotem Ocker gepuderte Leichenfunde gemacht hat: Rot symbolisierte lebenserhaltende Kräfte. Bis zur Entdeckung synthetischer Farben im 18. Jahrhundert färbte man Textilien und Gerichte mit natürlichen Farbstoffen. Dies diente einerseits kosmetischen Zwecken andererseits aber auch der Kunst. Quellen: