Arbeitsblatt: die Schweiz im Mittelalter

Material-Details

die Schweiz im Mittelalter - alte Eidgenossenschaft
Geschichte
Schweizer Geschichte
8. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

84680
1251
14
07.08.2011

Autor/in

Rahel Niederhauser
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

die Geschichte der Schweiz Die Schweiz im Mittelalter Die Lage in Europa um 1200 Im mittelalterlichen Europa gab es verschiedene Königreiche. Das Gebiet der heutigen Schweiz gehörte zum „Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, welches im wesentlichen Deutschland und Oberitalien umfasste. Der Herrscher führte den Titel eines Königs oder Kaisers, hatte aber nur eine sehr beschränkte Macht. Adlige Bischöfe, Klöster und Städte strebten nach Selbstständigkeit, nach mehr Rechten und nach mehr Landbesitz. Das führte zu zahlreichen grösseren und kleineren Kriegen. Der erst eidgenössische Bund Im Alpenraum konnten sich keine einzelnen Herrscher durchsetzen. Kleine Adlige und freie Bauern bildeten hier Talgemeinschaften, etwa jene von Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden. Mit viel Mühe versuchten sie, in ihrem Gebiet etwas Ordnung und Sicherheit zu schaffen und möglichst viel Selbständigkeit zu gewinnen. Da die einzelnen Talgemeinschaften aber klein waren, schlossen sie miteinander Bündnisse, um diese Ziele gemeinsam zu erreichen. Der älteste erhaltene Bund zwischen Uri, Schwyz und Nidwalden wurde im August 1291 besiegelt: Kurzfassung und Vereinfachung des Bundesbriefes von 1291 In Gottes Namen. 1. Alle sollen wissen, dass die Leute von Uri, Schwyz und Nidwalden einander in dieser schwierigen Zeit einander beistehen wollen. Mit aller Kraft werden sie einander zu Hilfe kommen gegen alle, die etwas Böses vorhaben. 2. Darüber haben die drei Orte mit aufgehobenen Fingern einen Eid geschworen. Diesen Eid wollen sie ohne Hintergedanken halten. Damit erneuern sie einen alten Bund. 3. Dieser Bund ändert nichts daran, ob einer Herr oder Untertan ist. Wer einem Herrn untertan ist, soll ihm weiterhin dienen. 4. Wir nehmen keinen Richter an, der sein Amt irgendeinem Preis oder um Geld gekauft hat. Nur ein Einwohner und Landsmann darf bei uns Richter sein. 5. Wenn zwischen Eidgenossen Streut ausbricht, sollen die Verständigeren unter ihnen den Streit schlichten. [] 11. Bricht unter den Eidgenossen Streit aus, sind alle übrigen Eidgenossen verpflichtet, jene Partei zu schützen, die im Recht ist. 12. Die aufgestellten Abmachungen sollen, so Gott will, ewig dauern und mit dem Siegel der drei Täler bekräftigt werden. Arbeitsauftrag: 1. Von welchen Gebieten und wann wurde der Bundesbrief unterzeichnet? 2. Erkläre in eigenen Worten, warum die betreffenden Gebiete einen solchen Vertrag gemacht haben. 3. Welches ist eurer Meinung nach der wichtigste Punkt in von denen, die hier aufgelistet sind. Schreibt die Nummer auf und begründet eure Antwort. Neue Bündnisse: Die Eidgenossenschaft entsteht Zwischen den Talgemeinschaften einerseits, Klöstern und fremden Adligen andererseits kam es wegen einzelner Landgebiete und Herrschaftsansprüche oft zu Streit. Die letzteren riefen meistens die mächtigen Grafen von Habsburg um Hilfe an. Umso wichtiger war es, dass Talgemeinschaften ihr Bündnis aufrechterhielten und ausbauten: Sie blieben verbündete „Eidgenossen. Es gelang ihnen, in verschiedenen Schlachten die habsburgerischen Ritterheere zu besiegen. (Schlacht am Morgarten 1315, Schlacht bei Sempach 1386) Die militärische Tüchtigkeit der Innerschweizer blieb nicht unbemerkt. Städte wie Luzern, Zürich, Zug, Bern und Glarus verbündeten sich mit ihnen, um die Kampfkraft der Gebirgsbauern für ihre eigenen Ziele auszunützen. Für diese war die Verbindung mit den reicheren, befestigten und günstig gelegenen Städten ebenfalls ein Gewinn. Allmählich entwickelte sich im Gebiet der heutigen Schweiz ein immer dichteres Netz von Bündnissen zwischen Städten und Talgemeinschaften: die Eidgenossenschaft des grossen süddeutschen Bundes von Städten und Ländern. Unter ihrem Druck verloren die Habsburger und die von diesen abhängigen Adligen im 15. Jahrhundert fast allen schweizerischen Besitz. Arbeitsauftrag: 1. Trage mit Hilfe des Atlas die Mitglieder der Eidgenossenschaft ein. Benutze für jede Phase eine andere Farbe. die drei Urkantone von 1291 • Uri (1291) • Schwyz (1291) • Unterwalden (Ob- und Nidwalden) (1291) die Achtörtige Eidgenossenschaft von 1353 • Stadt Luzern(1332) • Stadt Zürich (1351) • Stadt und Land Zug (1352) • Stadt Bern (1353) • Land Glarus (1352/86) die Dreizehnörtige Eidgenossenschaft von 1513 • Stadt Solothurn (1481) • Stadt Freiburg (1481) • Stadt Schaffhausen 1501) • Stadt Basel (1501) • Land Appenzell (1513) Ab 1513 spricht man von der 13-ortigen Eidgenossenschaft. Die „alte Eidgenossenschaft ist geboren.