Arbeitsblatt: Olympiade

Material-Details

Die Wiederbelebung der Olympischen Spiele
Geschichte
Gemischte Themen
8. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

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1196
7
23.08.2011

Autor/in

Arlette Fischer
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Die Wiederbelebung der Olympischen Spiele Der Franzose Pierre Baron de Coubertin wird als Vater der modernen Olympischen Spiele bezeichnet. Am 1. Januar 1863 wurde er in Paris als Sohn einer adeligen Familie geboren. Gegen den Willen der Familie wird er Privatgelehrter, studiert Pädagogik und Philosophie. Bei mehreren Englandreisen begeisterte er sich für den Sportunterricht an englischen Internaten. Er führt auch in Frankreich eine Nationale Liga für Körpererziehung ein und bringt ab 1890 die Sportzeitung „Revue Athlétique heraus. Alles Vorbereitungen für sein grosses Ziel: Er möchte wieder Olympische Spiele einführen. Vorbereitungen Coubertin begriff den Sport als Möglichkeit, Jugendliche der unterschiedlichsten Nationen zusammenzubringen, um Freundschaften zwischen den Völkern auszubauen – damit war die Idee der Olympischen Spiele wiedergeboren. Doch zunächst musste Coubertin für seine Idee die Werbetrommel rühren, andere Turn und Sportverbände für sein Vorhaben gewinnen. Er bekam für seine Initiative noch Unterstützung von ganz anderer Seite: 1875 bis 1881 fanden Ausgrabungen im antiken Olympia statt, die die Welt begeisterten. Die alten olympischen Stätten faszinierten nicht nur die Archäologen und plötzlich kamen auch die in der Antike stattfindenden sportlichen Wettkämpfe wieder ins Gedächtnis. Beharrlich setzte er das Thema „Olympische Spiele immer wieder auf die Tagesordnung von Sitzungen und lud schliesslich die internationalen Athletikverbände ab 16. Juni 1894 in die Pariser Sorbonne zum „Kongress für die Wiederbelebung der Olympischen Spiele ein. Dort wurde am 23. Juni von Sportvertretern aus aller Welt die Wiedereinführung der Spiele beschlossen und das Internationale Olympische Komitee (IOC) gegründet. Das erste IOC Ihm gehörten 13 Vertreter aus zehn Nationen an. Gemeinsam entwickelte und beschloss man allgemein gültige Regeln und setzte eine Anzahl von Sportarten fest, die international Zuspruch fanden, wie Schwimmen, Turnen, Ringen oder den Marathonlauf. Ausserdem ging es auch damals schon um die Unterscheidung zwischen Profis und Amateursportlern, zwischen Berufs und Freizeitsportlern. Auf Drängen des griechischen Vertreters Vikelas wurde Athen als Austragungsort der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit ausgewählt – auch gegen den Wunsch von Coubertin. Er glaubte, dass Griechenland dieser finanziellen und organisatorischen Herausforderung nicht gewachsen war. Es stellte sich heraus, dass Vikelas auch nicht die Unterstützung der griechischen Regierung hinter sich hatte. Als das Projekt zu scheitern schien, konnte Coubertin den griechischen Kronprinzen Konstantin dafür gewinnen, das Präsidium des Organisationskomitees zu übernehmen. Ausserdem kam ein griechischer Millionär finanziell zur Hilfe: Giorgios Averoff stiftete eine Riesensumme um ein Olympiastadion aus Marmor erbauen zu lassen. Der Neubau sollte sich an das klassische Vorbild halten, bot 70‘000 Zuschauern Platz. Vom 6. bis zum 15. April 1896 fanden die Spiele statt. In neun Sportarten gab es 43 Wettbewerbe. Es beteiligten sich 262 Sportler aus 14 Ländern, wobei Frauen noch nicht zum Wettkampf zugelassen waren. Damals wurde Sport für Damen noch als sehr unschicklich angesehen. Von Beginn an stellte Coubertin die Wettkämpfe unter das Motto „All sports, all nations – „alle Sportarten, alle Nationen – die Spiele sollten nicht politisch missbraucht werden und nur friedlichen Zwecken dienen. Die Sportler sollten der Jugend weltweit als Ansporn und Vorbild dienen. Und der Sport sollte den Menschen nicht nur körperlich, sondern auch charakterlich schulen.