Arbeitsblatt: Sketsch
Material-Details
Dialog für 13 Schüler/innen
Deutsch
Lesefertigkeit
5. Schuljahr
2 Seiten
Statistik
85501
1114
11
23.08.2011
Autor/in
pats (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Sketch: Eine Musikstunde mit unmusikalischen Kindern Name: Lehrerin Frau Jung Personen: (13) Schüler: Thomas, Urs, Karl, Jens, Max, Jan Schülerinnen: Diana, Emma, Karin, Maria, Gisela, Evelyn Lesedauer: ca. 5 Minuten In der letzten Stunde haben wir über Musikinstrumente gesprochen. Nun eine kurze Frau Jung: Wiederholung. Nennt mir bitte Streichinstrumente! Thomas: Die Geige ist ein Streichinstrument. Diana: Die Bratsche ist ein Streichinstrument. Urs: Das Cello ist ein Streichinstrument. Frau Jung: (erfreut) Alles richtig! Weiter so! Noch ein Streichinstrument! Emma! Emma: Ein Pinsel. Frau Jung: (enttäuscht) Ein Pinsel? Welches ist das älteste Musikinstrument? Karl: Das Akkordeon. Frau Jung: (wundert sich) Wieso das Akkordeon? Karl: Weil es die meisten Falten hat. Frau Jung: (seufzt) Karl, nenne mir dein Lieblingsinstrument! Karl: Wenn ich ehrlich sein soll der Pausengong. Frau Jung: Du bleibst ein Banause! Wer kann mir etwas über das Klavier erzählen? Das Klavier hat weisse und schwarze Tasten. Die schwarzen Tasten sind sicher für Karin: die traurigen Lieder. (nach einer Atempause) So kann nur jemand sprechen, der noch nie Klavier gespielt Frau Jung: hat! Thomas, spielst du eigentlich Klavier? Thomas: Nein, ich pfeife. Frau Jung: Ach! Worauf denn? Thomas: Aufs Klavierspielen. Urs, kannst du mir sagen, was der Unterschied zwischen einem Klavier und einer Frau Jung: Geige ist? Urs: Das ist so: Das Klavier brennt länger. Frau Jung: (stöhnt) Mein Vater ist Pianist in einer Bar. Neulich hat ihn jemand gefragt, warum er Klavier Karl: spielt. Frau Jung: Und was hat er gesagt? Karl: Weil das Bierglas auf einer Geige keinen Platz hat. Frau Jung: Du meinst, nun sei der Unterschied zwischen einem Klavier und einer Geige geklärt. Karl: (nickt schelmisch) Frau Jung, wissen Sie, wie man ein Klavier von einem Eichhörnchen unterscheiden Diana: kann? Frau Jung: (überrascht) Klavier und Eichhörnchen? Nein. Diana: Man stellt beides an einen Baum. Was hinaufläuft, ist das Eichhörnchen. Kinder: (lachen und klatschen in die Hände) Frau Jung: Jens, wo arbeitet dein Vater zur Zeit? Jens: Er ist arbeitslos. Frau Jung: Jens: Frau Jung: Jens: Frau Jung: Max: Kinder: Frau Jung: Maria: Frau Jung: Maria: Frau Jung: Maria: Kinder: Gisela: Urs: Frau Jung: Urs: Frau Jung: Urs: Kinder: Gisela: Frau Jung: Gisela: Frau Jung: Gisela: Frau Jung: Max: Jan: Frau Jung: Jens: Frau Jung: Jan: Frau Jung: Jan: Frau Jung: Jan: Frau Jung: Evelyn: Frau Jung: Ist er nicht Musiker? Ja, er hat im Posaunenchor Klarinette gespielt (staunt) Aber beim Posaunenchor braucht man doch keine Klarinette! Deshalb ist er ja auch arbeitslos. Ich möchte wissen, weshalb ihr heute so viel Quatsch redet. Das kommt davon, weil sie uns soviel fragen. (nicken bestätigend) Maria, ich habe von deinen Eltern gehört, dass du Sängerin werden möchtest. Stimmt das? (geziert) Ja, das stimmt. Ich singe gerne. Ausserdem sagen die Politiker, es käme auf jede Stimme an. (schmunzelt) Mit deiner Stimme kannst du ohne weiteres zur Oper gehen. (erfreut) Meinen Sie wirklich? Klar. Du musst dir nur eine Eintrittskarte kaufen. (sieht Frau Jung böse an) (lachen) Das war ein Dämpfer für Maria! Ich gönne ihr den! Unsere Nachbarin arbeitet beim Theater. Was macht sie da? Sie verteilt Rollen. Das muss doch unheimlich schwer sein. Eigentlich nicht. Sie bringt auf jede Toilette eine. (lachen und rufen durcheinander) Meine Tante geht jede Woche ins Konzert. So oft? Das wundert mich. Ja. Sie ist Garderobenfrau. Meine Schwester ist zur Zeit im Stimmbruch. Das gibt es doch nicht. Mädchen kommen nicht in den Stimmbruch. (auftrumpfend) Meine Schwester aber doch! Sie hat den Tenor laufen lassen und geht jetzt mit einem Bariton. Tja, das ist eine besondere Art von Stimmbruch! Nun zur modernen Musik! Man kennt sie daran, dass immer Töne kommen, die man nicht erwartet hat. Ausserdem ist die laute Musik, die man in der Diskothek hört, schädlich. Man kann davon taub werden. Frau Jung, es ist uns bekannt, dass sie moderne Musik nicht mögen. Sie wollen uns einreden, dass man davon taub wird. Das kann nicht stimmen. Dann müsste meine Oma ja oft in der Disco gewesen sein! Beethoven war auch taub, obwohl es damals keine Disco gegeben hat. Jens, hast du eine Lieblingsplatte? (strahlt geniesserisch) Ja, eine Wurstplatte! (Er streicht sich über den Bauch und leckt die Lippen) Typisch! Du denkst immer nur ans Essen. Jan, sing doch mal das hohe C! (singt) Sehr gut. Und jetzt bitte F! (singt) Und jetzt bitte G! Wie Sie wünschen! (er will gehen) Komm, setz dich wieder, du Witzbold. Frau Jung, wissen Sie, unser neuer Mieter versteht nichts von Musik. Wie willst du das wissen? Evelyn: Frau Jung: Karl: Gisela: Evelyn: Frau Jung: Diana: Frau Jung: Thomas: Frau Jung: Thomas: Frau Jung: Kinder: Er hat gestern meinem Bruder gesagt, er soll seine Trommel aufschneiden und nachsehen, was drin ist. (leise für sich) Der Mann ist zu bedauern. Bei unserem Arzt war einmal ein Mann, der auf der Mundharmonika gespielt und sie dann verschluckt hat. Da kann er aber froh sein, dass er nicht Klavier gespielt hat. Mein Opa war schon immer sehr musikalisch. Als er noch ein Kind war, hörte er den Brummbass seiner Mutter und sein Vater verprügelte ihn nach Noten. Als er die Oma kennenlernte, hing für ihn der Himmel voller Geigen, aber seine Schwiegereltern haben ihn ausgepfiffen. Als er dann verheiratet war, ging sein Geld flöten und heute kann er nur noch Trübsal blasen. Dein Opa muss ja ein lustiger Mann sein! Und du hast alles so gut behalten, was er dir erzählt hat! In der Schule kannst du nicht so gut aufpassen. Was Evelyns Opa erzählt, ist auch viel interessanter! (lachend) Danke für die Blumen! Was habe ich bloss verbrochen, dass ich diese Klasse unterrichten muss! Frau Jung, wir haben zu Hause ein Musikzimmer. (lächelt mühsam) Wirklich? Das ist aber fein! Welche Instrumente stehen denn in eurem Musikzimmer? (fröhlich) Gar keins. Aber dort hört man die Stereoanlage unserer Nachbarn am deutlichsten. (gereizt) Ihr seid keine Kinder, sondern richtige Monster! (sie verlässt den Raum) (gehen singend hinterher)