Arbeitsblatt: Vorgangsbeschreibung - Theorie & Aufgabe
Material-Details
Arten der Beschreibung, Tipps zur Vorgangsbeschreibung und eine kleine Aufgabe
Deutsch
Texte schreiben
8. Schuljahr
2 Seiten
Statistik
86057
1376
10
04.09.2011
Autor/in
Björn Zengaffinen
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Name: / TS Datum: DIE BESCHREIBUNG Eine Beschreibung ist eine vorwiegend informierende, sachbetonte und der Wirklichkeit entsprechende Darstellungsform. Die Beschreibung dient dazu, einen konkreten bzw. abstrakten Gegenstand, Zustand, Sachverhalt, eine Person oder einen Vorgang mit sprachlichen Mitteln so darzustellen, dass der Adressat eine genaue Vorstellung davon gewinnt. Die zu verwendende Zeitform ist das Präsens. Unterscheidung: • Gegenstandsbeschreibung: Merkmale und Eigenschaften von Gegenständen, Zuständen und Lebewesen • Vorgangsbeschreibung: bezieht sich auf wiederholbare Vorgänge oder Teilvorgänge; Information über die wesentlichen Merkmale des Vorgangs (Tätigkeiten, Bewegungen, Veränderungen) • Personenbeschreibung: vermittelt ein Gesamtbild einer Person • Bildbeschreibung: intensives Auseinandersetzen mit dem Bild, seinem Aufbau, den verwendeten Farben und mit der Bildaussage • Raumbeschreibung: Größe des Raumes, dessen Gestaltung (Einrichtungsgegenstände, vorherrschende Farben und Formen, Lichteinwirkung) und der Eindruck, den der Raum vermittelt • Landschaftsbeschreibung: Landschaftsform, Pflanzen, Tiere, Gebäude, vorherrschende Farben) und Wirkung der Landschaft auf den Beschreibenden. Vorgangsbeschreibung Das Beschreiben von Vorgängen kommt dem Bericht nahe, im Unterschied dazu geht es jedoch beim Beschreiben von Vorgängen um Wiederholbares. Beispiele für Vorgangsbeschreibungen • Kochrezepte • Handlungsanweisungen • Experimentieranleitungen • Bedienungsanleitungen • Gebrauchsanweisungen • Bastelanleitungen • Bauanleitungen • Spielbeschreibungen Tipps: • Überlege: Was wird zuerst gemacht? Was geschieht danach? Was läuft möglicherweise gleichzeitig ab? • Beachte, dass jedes Vertauschen der einzelnen Schritte zu einer falschen Vorgangsbeschreibung führen kann. • • • • • • • • • • • • • • Denke an den Leser, der die einzelnen Schritte nachvollziehen können muss. Begründe, wenn möglich, die einzelnen Handlungsschritte. Die Sprache ist sachlich. Die Fachwörter müssen den Vorgang bzw. Sachverhalt genau treffen. Formuliere die Sätze kurz und klar und passe den Stil dem Vorgang an. Verwende Formulierungen wie „Nachdem ., „Im Anschluss an . Die Ausdrucksweise ist unpersönlich, nicht „Ich mache . oder „Er verwendet ., besser: „Man nehme . Oft ist es sinnvoll, Nominalisierungen (der Nominalstil ist durch die Häufung von Substantiven gekennzeichnet) zu verwenden. Wecke in einer Einleitung das Interesse des Lesers für die Beschreibung Gib in einem Schluss ergänzende Tipps Einleitung und Schluss dürfen nicht zu lang sein Schreibe sachlich (keine Gefühle oder persönlichen Eindrücke), genau (mithilfe von Adverbien, Attributen) und verständlich (keine komplizierten Schachtelsätze). Vermeide Wortwiederholungen! Oftmals wird im Passiv geschrieben. Verknüpfung der Vorgangsschritte mit Verbindungswörtern: danach, anschliessend, während, als nächstes, . Noch einmal: Im Präsens schreiben! Aufgabe: Jan hat zum Geburtstag einen Bürostuhl bekommen. Die Anleitung zum Aufbauen ist schrittweise in Bildern beschrieben. Jan findet, dass die Anleitung besser zu verstehen sei, wenn sie eine Vorgangsbeschreibung enthielte. Erledige du das!