Arbeitsblatt: Thema Kampf gegen die Sklaverei

Material-Details

Thema Kampf gegen die Sklaverei 2
Lebenskunde
Ethik / Moral
8. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

87138
774
3
23.09.2011

Autor/in

Schattdorf (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Datum: Kampf gegen die Sklaverei Name: Der Sklavenhandel Der Sklavenhandel wurde oft im DreiecksHandel1 abgewickelt. Schiffe brachten aus Afrika Sklaven nach Amerika, wo sie in den Plantagen2 arbeiteten. Viele Sklaven starben schon bei ihrem Überfall oder auf der Reise. Die Schiffe waren schwimmende Konzentrationslager. Von Amerika gingen landwirtschaftliche Produkte nach Europa, die aus der Sklavereiwirtschaft stammten. Vor allem Zucker und Baumwolle spielte eine Rolle. Von Europa aus wurden Textilien3, Glasperlen, Werkzeuge und allerlei anderes nach Afrika gebracht. Für den Überfall der Afrikaner in ihrer Heimat waren oft andere afrikanische Stämme und arabische Händler verantwortlich. Oft kam es vor, dass die Hälfte der armen Menschen gar nicht am Zielort ankam und die andere Hälfte war oft mehr tot als lebendig. Die Kolonien in Amerika verlangten dauernd nach mehr Arbeitskräften. Die Kolonien gehörten den britischen, französischen und spanischen Besatzern4, aber auch Holländern und Portugiesen. Der Wohlstand in England wie in den anderen europäischen Seefahrer Staaten war eine wesentliche Folge der Unterdrückung der Afrikaner. Die Parlamentarier rechneten vor, dass die Abschaffung des Sklavenhandels in England eine Wirtschaftskrise auslösen würde Aktuelle Ursache des Aufbegehrens gegen die Sklaverei war, dass ein Kapitän132 Sklaven über Bord warf, um die Schiffsversicherung zu betrügen. Das Umdenken setzt ein Eigentlich sagt die Bibel nichts gegen die Sklaverei an sich, sondern setzt sie in ihrer Zeit selbstverständlich voraus. Nur leise deutet Paulus im Brief an Philemon an, dass Christen eine andere Sicht haben: Aus dem Sklaven Onesimus soll ein „geliebter Bruder werden. Es waren denn auch Christen, welche die Aufhebung der Sklaverei anstrebten und schliesslich durchsetzten. „Die Sklaverei ist eine verabscheuungswürdige Schockerei, die Schande der Religion, die Schande Englands, die Schande der menschlichen Natur schrieb der anglikanische Pfarrer und Erweckungsprediger John Wesley kurz vor seinem Tod im Jahre 1791. „Einer achte den andern höher Unter den englischen Kolonisten Nordamerikas haben zuerst Mennoniten und Quäker gegen die Sklaverei protestiert. Die Quäker – aus einer Erweckungsbewegung des 17. Jahrhunderts hervorgegangen – befolgen konsequent die Forderung des Apostels Paulus: „Einer achte den anderen höher als sich selbst. Sie behandeln jeden einzelnen respektvoll wie auch immer sein Rang unter den Menschen ist. Auch wenn er ein Sklave ist. Als erste Kolonie verbietet 1774 Rhode Island die Sklaverei. Auch im englischen Mutterland erwacht das Bewusstsein der Christen. Der Sklavenhändler John Newton bekehrt sich zum christlichen Glauben und wird zu einem entschlossenen Kämpfer gegen die Sklaverei. In seinem Lied „Armazing Grace bringt er auch zum Ausdruck, wie sehr er im Nachhinein seine frühere Tätigkeit bereut. Ein langer Kampf wird schliesslich von Erfolg gekrönt Nach seiner Hinwendung zum christliche Glauben im Alter von 26 Jahren hatte Wilberforce noch überlegt, ob er seinen Sitz im britischen Unterhaus nicht aufgeben solle. John Newton beschwor ihn zu bleiben um sich für das Gute einzusetzen. Und so nimmt Wilberforce den Kampf auf – zusammen mit einigen Quäkern und persönlichen Freunden. Die ersten Anträge auf Verbot des Sklavenhandelns und Abschaffung der Sklaverei werden im Parlament erwartungsgemäss abgeschmettert. Aber die Unterstützung für die so genannten „Abolitionisten wächst. John Wesley schreibt im Februar 1791 – sechs Tage vor seinem Tod – an Wilberforce: „Sie werden von Menschen und Teufeln angefeindet werden. Aber wenn Gott für Sie ist, wer kann Ihnen dann etwas anhaben? Verzagen Sie nicht an Ihrem guten Werk, machen Sie im Gottes Namen und in seiner Vollmacht weiter, bis die amerikanische Sklaverei endet – diese schlimmste Erscheinung, die es je unter der Sonne gegeben hat. 1 2 3 4