Arbeitsblatt: Europäische Union- Text mit Aufträgen
Material-Details
Schülertext für die Vorbereitung einer Präsentation
Geschichte
Politik
7. Schuljahr
4 Seiten
Statistik
87948
652
7
12.10.2011
Autor/in
Martina Haab
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Die Europäische Union Geschichte/ Entstehung der EU Die politische Landkarte Europas veränderte sich in den letzten Jahrhunderten dauernd. Kriegerische Auseinandersetzungen waren der Hauptgrund dafür. Im Jahre 1900 existierten 23 eigenständige Staaten in Europa. Zwanzig Jahre später waren es bereits über dreissig. Trotz seiner Vielfalt hat Europa viele Gemeinsamkeiten. Die Epoche der Griechen und Römer, die Antike, schuf eine wesentliche Grundlage dieser Einheit. Viele Bereiche des schöpferischen Wirkens, z.B. in der Literatur, in Philosophie, Religion und Wissenschaft, prägten Ideen, die für weite Teile Europas Bedeutung hatten und dies immer noch haben. Das Bewusstsein für gemeinsame Wurzeln stellt den Schlüssel zum Verständnis des Gedankens der EU. Allerdings ist auch die jüngere Geschichte zu berücksichtigen. Aus den Wirren des Zweiten Weltkrieges entstand ein tiefer Wunsch nach dauerhaftem Frieden. 1951 schlossen sich sechs Staaten (B, BRD, F, I, L, NL) zur Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (Montanunion) zusammen. Eine gezielte wirtschaftliche Verflechtung sollte nach dem Zweiten Weltkrieg neue militärische Konflikte für die Zukunft unmöglich machen und durch den grösseren Markt das Wirtschaftswachstum beschleunigen.1957 wird die Montanunion in die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) umgewandelt. Diese wandelt sich zehn Jahre später wiederum in die Europäische Gemeinschaft (EG) um. 1973 schliessen sich die Länder DK, IRL,GB der EG an. 1981 kommt Griechenland hinzu. 1986 stossen Spanien und Portugal zur Union. 1992 stellt auch die Schweiz ein Gesuch um einen EG-Beitritt, dieses wurde jedoch auf Eis gelegt. 1993 tritt der Vertrag über die Europäische Union in Kraft: Die EG wird zur EU. 1995 treten Österreich, Finnland und Schweden der EU bei. Mit der ersten Osterweiterung traten am 1. Mai 2004 zehn Staaten der Europäischen Union bei. Darunter waren acht ehemals kommunistische mittel- und osteuropäische Staaten (Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Slowenien, Slowakei und Ungarn), sowie der im Mittelmeer gelegene Inselstaat Malta und die geographisch zu Asien gehörende Insel Zypern, wobei bei letzterer faktisch nur der griechische Südteil der Insel aufgenommen wurde. Am 1. Januar 2007 wurden als 26. und 27. Mitgliedstaat Rumänien und Bulgarien in die Union aufgenommen. Durch diese Erweiterung ist die Bevölkerung in der Europäischen Union auf fast eine halbe Milliarde Menschen angewachsen. Organisation der EU Die treibende Kraft in der EU ist die EU-Kommission. Als ausführende Behörde macht sie Vorschläge für gemeinschaftliche Verordnungen und Richtlinien und wacht darüber, dass diese von den EU-Mitgliedstaaten eingehalten werden. Zudem sind die 20 Kommissare verantwortlich für die EU-Administration, die insgesamt 30 00 Menschen beschäftigt. Das einflussreichste Entscheidungsorgan in der EU ist der Ministerrat, oft einfach „Rat genannt. Bei ihm können die Staats- und Regierungschefs aus dem „Europäischen Rat ihre Zielvorstellungen einbringen. Der Ministerrat entscheidet über die von der Kommission ausgearbeiteten Vorschläge. Die Vertretung der Bürgerinnen und Bürger des EU-Raumes ist Sache des Parlaments. Seine Macht ist aber im Vergleich zu anderen demokratischen Ländern Europas relativ gering, weil es nicht für die Gesetzgebung verantwortlich ist. Die Flagge Die Europaflagge besteht aus einem Kranz von zwölf goldenen fünfzackigen Sternen auf azurblauem Hintergrund. Sie wurde 1955 vom Europarat als dessen Flagge eingeführt und 1986 von der Europäischen Gemeinschaft (EG) übernommen. Heute ist sie vor allem als Symbol der Europäischen Union bekannt. Die Zahl der Sterne- zwölf- ist traditionell das Symbol der Vollkommenheit, Vollständigkeit und Einheit. Der Europäische Binnenmarkt- vier Grundfreiheiten Der Europäische Binnenmarkt (abgegrenztes Wirtschaftsgebiet) soll mehr sein als ein nach aussen geschützter Markt, in dem gekauft und verkauft wird: Er erschliesst den europäischen Bürgerinnen und Bürgern vier Grundfreiheiten, die in allen EU-Staaten gültig sind. 1. Freier Personenverkehr 2. Freier Verkehr von Dienstleistungen 3. Freier Warenverkehr 4. Freier Kapitalverkehr (Geldverkehr) Die logische Fortsetzung dieser Politik ist die Schaffung einer einheitlichen europäischen Währung, des Euro. Damit erhofft man sich ein besseres Funktionieren des Marktes. Bisherige Kosten, verursacht durch Geldwechsel, fallen damit weg. Der Markt birgt Chancen und Gefahren: Im weltweiten Wettbewerb bringt er wirtschaftliche Vorteile. Je weniger staatliche Schranken und Regelungen für die Unternehmen bestehen, desto günstiger können sie produzieren. Hingegen werden immer längere Transportwege von Gütern in Kauf genommen. Die Schweiz und die EU Anfangs der 1990er-Jahre wurden in der Schweiz heftige Diskussionen über die Frage eines Beitritts zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) geführt. Volk und Parlament lehnten am 6. Dezember 1992 jedoch ab. Man wollte möglichst unabhängig von anderen Regierungen und deren Wirtschaft bleiben. In der Folge nahm der Bundesrat bilaterale (zweiseitige) Gespräche mit den EU- Vertretern auf. Die ausgehandelten bilateralen Verträge wurden 2000 vom Stimmvolk deutlich angenommen und traten 2001 in Kraft. Die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU wurden durch die Verträge neu belebt und sind v.a. von wirtschaftlicher Bedeutung für die Schweiz. Probleme in der EU- z.B. Griechenland Die griechische Finanzkrise ist eine Haushaltskrise Griechenlands, die mit der Verschuldung des griechischen Staates, verstärkt durch die Finanzkrise ab 2007, zusammenhängt. Der griechische Staat hat hohe Schulden angehäuft. Damit der Staat nicht Pleite geht, greift dem Land die EU finanziell unter die Arme. Zudem muss das Volk ein strenges Sparpaket einhalten. Viele Menschen in Griechenland gehen daher auf die Strasse, um dagegen zu demonstieren. Auch Länder wie Irland und Portugal, vielleicht demnächst auch Italien und Spanien brauchen die finanzielle Hilfe der EU, um den Staatsbankrott abzuwenden. Zahlungsstarke Länder wie Deutschland und Frankreich tragen mit der Hilfe, die sie leisten, ein grosses Risiko. Der Euro verliert an Wert und wird für uns Schweizer immer billiger. Aufträge: a) Bearbeitet den Text, indem ihr ihn einzeln durchlest und die wichtigsten Stellen markiert. b) Beantwortet nun im Team die W-Fragen und notiert je euch die Antworten: Wo spielt sich der Inhalt eures Textes ab (Orte)? Wer ist/ war daran beteiligt (Länder) Was ist das Ziel? Wie ist die EU organisiert? Welches sind Chancen und Gefahren der EU? Warum ist die Schweiz kein Mitglied der EU? c) Schreibt nun einen zusammenhängenden Text zu den W- Fragen, der in wenigen Sätzen die Geschehnisse wiedergibt. d) Überlegt nun wie eure Präsentation zu dem Bild passen soll und wie ihr das Bild der Klasse vermitteln/ erläutern könnt. e) Gestaltet nun die Materialien zu eurer Präsentation (Folien mit Bildern, Arbeitsblätter, Lückentext, Merksätze, usw.). Was bringen wir mit ins Klassenzimmer? f) Präsentation üben! g) Verpflichtend für eure Präsentation: Ihr besprecht mit der Klasse die Reihenfolge der Beitritte einzelner Länder zu Montanunion/ EWG/ EG/ EU und zeichnet im Anschluss auf der Karte die Länder mit ihren Beitrittsjahren ein. Zudem erläutert ihr der Klasse, weshalb man überhaupt die EU gegründet hat. Klassenbild: