Arbeitsblatt: Mülldeponie
Material-Details
Arbeitsblatt zur Erklärung einer Mülldeponie. Inkl. Beschriftung und Lösung
Lebenskunde
Anderes Thema
6. Schuljahr
3 Seiten
Statistik
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1295
4
17.10.2011
Autor/in
Alexandra Andermatt
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
M&U: Die Mülldeponie Die preiswerteste Art unseren Müll zu beseitigen, ist die Mülldeponie. Etwa drei Viertel unseres Mülls werden hier gelagert. Auf sogenannten geordneten Deponien werden Hausmüll und Sperrmüll in einer wanneförmigen Senke Schicht für Schicht abgelagert. Die unterste Schicht der Deponie ist eine wasserundurchlässige Ton oder Lehmschicht. So wird verhindert, dass giftige, flüssige Abfälle in das Grundwasser gelangen. Sickerwasserrohre sammeln das Wasser und leiten es in eine Klärwasseranlage. Neben der Gefahr der Vergiftung des Grundwassers können durch das Verrotten von Küchen und Gartenabfällen (organischem Müll) giftige Gase entstehen. Kommt ein voll beladener Müllwagen an der Deponie an, wird er zunächst gewogen. Dann lädt er seine Ladung an einer ihm zugewiesenen Stelle ab. Bevor die nächste Schicht abgelagert wird, presst ein Bulldozer den Müll zusammen. So kann man den Müllberg um ein Drittel verringern. Zwischen den etwa zwei Meter hohen Schichten wird eine Lage aus Bauschutt oder Erde aufgetragen. Dadurch wird die Geruchsbelästigung vermindert. Damit leichte Abfallteile nicht in der Umgebung herumfliegen, stehen rund um die Mülldeponie Papierfangzäune. Hat die Deponie eine Höhe von 30 bis 100 Metern erreicht, deckt man die Fläche mit Erde ab und bepflanzt sie. Sicherlich kannst du dir vorstellen, dass solche Deponien die Landschaft nicht gerade verschönern. Mülldeponien sind chemische Zeitbomben. Nur ein Teil unseres Mülls verrottet wie Laub, denn unsere organischen Küchenabfälle machen nur ca. 42 des Hausmülls aus. Darüber hinaus ist unser Abfall meist nicht sortiert. So finden sich im Müll Schwermetalle wie Quecksilber aus Batterien, Glas, Blech, Plastik, Farbenreste und viele andere giftige Substanzen. Diese verschiedenen Stoffe vermischen sich und lösen chemische Reaktionen aus, durch die sich zum Teil noch giftigere Substanzen bilden. Die Gifte sickern langsam in den Boden. Dieses sogenannte Sickerwasser verschmutzt dann Bäche, Flüsse oder gar das Grundwasser, aus dem zum grossen Teil unser Trinkwasser kommt. Auf der Müllkippe entstehen auch hochexplosive brennbare Gase, die in die Luft aufsteigen. Dieses Gemisch wird bei modernen Mülldeponien abgeleitet und abgesaugt. Man verwendet es zur Stromerzeugung. Auf allen übrigen Müllhalden wird das Gas einfach abgefackelt. Manche Stoffe verbinden sich auch miteinander. Dabei kann Wärme entstehen, und die Halde heizt sich dadurch auf 6070 C auf. Da viele Müllhalden veraltet sind, kommt es zu Schwelbränden, Explosionen, Rauch und Staub. Der Rauch trägt dann grosse Mengen an Giftstoffen in die Umgebung. Da bei uns täglich Unmengen von Abfall anfallen, ist es äusserst wichtig, dass er so umweltfreundlich wie möglich entsorgt wird. „Aus den Augen, aus dem Sinn ist also keine Lösung. Damit die Umweltbelastung niedrig gehalten wird, gibt es in der Schweiz verschiedene Arten von Mülldeponien. Schreibe in dein M&UHeft den Titel „die Mülldeponie. Schneide die Fachbegriffe aus und klebe sie mit Hilfe des Textes an der richtigen Stelle in die Zeichnung. Klebe anschliessend die Zeichnung in dein Heft. Müllwagen Erdschicht Papierfangzaun Bauschutt oder Erdschicht Bulldozer Müllschicht Sickwasserrohr Ton oder Lehmschicht Waage M&U: Die Mülldeponie LÖSUNG