Arbeitsblatt: Aufwärmspiele

Material-Details

Aufwärmspiele
Bewegung / Sport
Bewegung
klassenübergreifend
1 Seiten

Statistik

88204
938
5
20.10.2011

Autor/in

Marina Berry
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

1. Völkerball Allg. Bemerkungen Völkerball ist ein beliebtes Spiel, welches aus Tradition und aufgrund der einfachen Organisation oft gespielt wird. Die Spielidee, den Gegner abzuschiessen, wird aus pädagogischer Sicht oft kritisiert. Auch hat keines der grossen Sportspiele eine ähnliche Spielidee. Trotzdem oder gerade deshalb lebt das Spiel von einer sehr grossen Spannung. Wichtig ist, dass die Spielregeln und das Spielgerät (Softball) so ausgewählt werden, dass auch die schwächeren und ängstlichen Schülerinnen ins Spiel integriert werden. Die Intensität des Spiels kann durch einen zweiten Ball erhöht werden. Stufe Unterstufe, Mittelstufe, Oberstufe 1. Grundform Gespielt wird in zwei gleich grossen, durch eine Mittellinie geteilten Spielfeldern. Jeweils eine Spielerin pro Mannschaft geht in den Himmel (hinter die Grundlinie des gegnerischen Feldes). Jede Mannschaft versucht aus ihrem Spielfeld heraus, gegnerische Spieler abzuschiessen. Wer abgetroffen worden ist, muss hinter das Spielfeld der gegnerischen Partei und kann von dort aus ebenfalls versuchen gegnerische Spieler abzutreffen. Wer den Ball fangen kann, behält sein Leben. Die Partei, die zuerst keine Spielerinnen mehr im Feld hat, verliert. 1.1 Variante Wer im Himmel ist und einen Gegner abschiesst, darf zurück ins Innenfeld. Die letzte Spielerin hat zwei (drei) Leben. 2. Bauchvölkerball Dieses Spiel ist eine interessante Variante der Grundform. Die getroffenen Spielerinnen können sich wieder ins Innenfeld retten, indem, sie sich im Aussenfeld auf den Bauch legen, aufstehen und unmittelbar durchs Feld rennen. Werden sie dabei von einer gegnerischen Spielerin berührt, müssen sie wieder ins Aussenfeld zurück, von wo aus sie den nächsten Versuch starten können. 3. Deckungsvölkerball Wie Grundform. Zusätzlich befinden sich 12 Schwedenkästen in jedem Spielfeld, hinter denen sich die Spielerinnen in Sicherheit bringen können. 4. Kegelvölkerball Wie Grundform. Jede Spielerin (ausser Spielerinnen im Himmel) müssen einen Kegel, den sie irgendwo im Innenfeld aufgestellt haben beschützen. Kann ein Kegel umgeschossen werden (oder er fällt durch Berührung der Beschützerin um), muss die Beschützerin in den Himmel. Wer im Himmel ist und einen Kegel abschiessen kann, darf wieder zurück ins Innenfeld. Diese Spielform ist nur interessant, wenn mit zwei Bällen gespielt wird! Siehe auch Spezial Kegelvölkerball 5. Völkerball verkehrt Das Spiel beginnt so, wie es beim normalen Völkerball aufhört: Alle stehen draussen, und je eine Spielerin befindet sich im Innenfeld. Die Spielerinnen im Aussenfeld versuchen die Spielerin im Innenfeld abzuschiessen. Wer einen Treffer erzielt darf ins Innenfeld. Getroffene im Innenfeld dürfen im Feld bleiben. Langsam füllen sich die Innenfelder immer mehr, es wird immer leichter, hineinzukommen, da es immer mehr Ziele gibt. Es gewinnt die Mannschaft, die am schnellsten niemanden mehr ausserhalb stehen hat. 6. Königsvölkerball Jedes Team bestimmt im Geheimen einen König und einen Hofnarren. Nur der Spielleiter wird über die Wahl informiert. Wird während des Spiels der König getroffen, ist das Spiel zu Ende. Der Hofnarr kann nicht abgeworfen werden. Er beschützt (Schutzschild) die anderen Mitspieler und den König. 7. Zahlenvölkerball Jedes Team nummeriert seine Spieler im Geheimen durch. Der Gegner muss zuerst die Nummer 1 abschiessen dann die Nummer 2 etc. Spieler mit anderen Nummern können nicht abgeworfen werden. Nummer 1 darf zu Beginn nicht im Himmel sein! 2. Spezial Kegelvölkerball Zielsetzung Spezial Kegelvölkerball ist eine intensive Völkerballform, welche sehr spannend ist und eine gute Orientierung im Raum verlangt. Stufe Mittelstufe, Oberstufe Ablauf spielt gegen B, mindestens 2 Bälle In der Mitte der Halle befindet siche eine neutrale Zone, welche von beiden Mannschaften betreten werden darf. In den beiden gruppeneigenen Feldern (A und B) befinden sich Kegel (Anzahl Kegel Anzahl Gruppenmitglieder 2(evtl.3). Jede Gruppe versucht nun möglichst viele Kegel oder Gegner mit dem Ball zu treffen. Dabei darf das gegnerische Feld nicht betreten werden. Wird ein Spieler getroffen, muss er das Spielfeld verlassen und sich neben die Lehrperson stellen. Sobald seine eigene Mannschaft einen gegnerischen Spieler getroffen hat, darf er wieder zurück ins Spielfeld. Fairness der getroffenen Spieler ist angesagt! Das Spiel endet, wenn von einer Mannschaft alle Kegel oder alle Mitspieler getroffen sind. Variante: Mit einer oder zwei Klassen über ein Grossfeld (Dreifachhalle) spielen! 3. Pantherball Stufe Mittelstufe, Oberstufe Stichworte Zielen, Werfen, Fangen, Völkerballvariante Ablauf Ziel des Spiel ist es, alle gegnerischen Spieler mit einem Ball abzuschiessen (siehe auch Völkerball). Die Mittellinie trennt die gegnerischen Mannschaften. Es ist aber erlaubt, über die Matten die Mittellinie zu überqueren und auf der Matte das gegnerische Feld zu betreten (Matte darf aber nicht verlassen werden). Ein Spieler, welcher getroffen wird, muss das Spielfeld verlassen. Er darf wieder zurück ins Spielfeld, wenn ein Mitspieler von der Mitte der Matten (Berg) den Ball auf das gegnerische Basketballbrett spielt (siehe Abbildung). Die Höhe des Mattenberges muss an die Stufe angepasst werden. Der Mattenberg ermöglicht es den Spielern, näher zum Gegner zu gelangen (abschiessen) und in Deckung zu gehen. Damit die Intensität hoch genug ist, wird mit drei Bällen gespielt. 4. Schnappballformen Schnappballformen sind ausgezeichnet geeignet zur Schulung technischer und taktischer Spielelemente wie Passen, Dribbling, Freilaufen – Decken, Täuschen etc. Schnappball Zwei Mannschaften (max. 5:5) spielen in einem begrenzten Raum (halbe Halle) gegeneinander. Jede Mannschaft versucht den Ball mittels Zuspiel möglichst lange unter eigener Kontrolle zu halten. Die gegnerische Mannschaft versucht den Ball abzufangen. Gelingt dies wechseln die Aufgaben. Nach zehn erfolgten Zuspielen erhält die Mannschaft einen Punkt. Pro Team wird ein Schüler bestimmt, welcher die Zuspiele seines Teams laut zählt. Regeln: Schnappball kann mit oder ohne Dribbling gespielt werden. Varianten: Die Grundform kann als Basket, Handball, Unihockey, Fussball oder Frisbeevariante gespielt werden. Stufe: Unterstufe, Mittelstufe, Oberstufe 2FeldSchnappball Zwei Parteien verteilen sich in zwei Spielfeldern, in jedem Feld stehen gleich viele Spieler von Gruppe wie von Gruppe B. Das eigene Spielfeld darf nicht verlassen werden. Ein Punkt wird erzielt, wenn ein Spieler aus Feld 1 einem Mitspieler in Feld 2 einen Pass geben kann. Der Ball darf im eigenen Feld untereinander zugespielt werden (zur Vorbereitung des Passes über die Mittellinie). TupfSchnappball Zwei Parteien spielen in einer Hallenhälfte gegeneinander. Dort werden, wenn möglich entsprechend der Anzahl Spieler einer Partei, dünne Matten verteilt. Die Partei in Ballbesitz ist Jäger, die anderen sind Hasen. Mit dem Ball darf nicht gelaufen werden. Sobald die Hasenpartei den Ball schnappen kann, wird sie sofort zur Jägerpartei. Wer von einem Jäger abgetupft wird, muss auf eine dünne Matte stehen. Spieler auf einer dünnen Matte, können wieder befreit werden, wenn sie a) den Ball von der Jägerpartei selber abfangen können und dabei mit mindestens einem Bein noch die Matte berühren oder b) wenn sie von einem eigenen Mitspieler einen Pass bekommen und den Ball dem gleichen Spieler wieder zurückpassen können. Sobald die Schüler das Spielprinzip verstehen, sollte ein 2. Ball ins Spiel gebracht werden. Es gewinnt die Partei, die entweder alle Spieler des Gegners mittels Abtupfen auf eine Matte verbannen kann oder nach einer bestimmten Zeit weniger Spieler auf einer Matte hat. Sollten weniger Matten als Schüler einer Partei zur Verfügung stehen, können problemlos auch zwei Schüler auf einer Matte stehen. 5. Henne und Habicht Henne und Habicht hat einen hohen Spannungswert, fördert die Kooperation, das Zusammenspiel und kann als Aufwärmen eingesetzt werden. Stufe Mittelstufe, Oberstufe Stichworte Aufwärmen, Kooperation Ablauf 4 Schüler halten sich an den Hüften und bilden eine Kette hintereinander. Der Kopf der Kette ist die Henne. Sie versucht ihre Kücken zu beschützen. Die vier Jäger versuchen das hinterste Kücken mit einem Softball zu treffen. Gelingt dies, so wird dieses Kücken zum Jäger und die Henne wird zum hintersten Kücken. Welches Team bleibt länger im Spiel? Variante Spiel ohne Jäger. Die Henne versucht bei einem gegnerischen hintersten Kücken das Spielband zu rauben. 6. Mattenball Zielsetzung Spiel zum Aufwärmen Stufe Mittelstufe, Oberstufe Stichworte Aufwärmen, Medizinball Ablauf Zwei Mannschaften versuchen beim Gegner einen Medizinball auf eine Matte zu legen oder zu werfen. Der Ball darf nicht geprellt oder gerollt werden. Nach drei Schritten muss der Ball abgespielt werden. Variante: Erlaubt sind max. fünf Pässe. Kann nach fünf Pässen kein Punkt erzielt werden, wechselt der Ballbesitz. 7. Haifisch und Seegras Zielsetzung Verbesserung der Reaktionsfähigkeit, Antizipationsfähigkeit, Schnelligkeit, Koordinationsfähigkeit Schulung Dribbling Stufe Unterstufe, Mittelstufe, Oberstufe Stichworte Fangspiel, Fangis Organisation Je eine Linie auf der Hallenstirnseite markiert den sicheren Raum. Ein Schüler wird zum Haifisch bestimmt. Ablauf Haifisch und Seegras ist eine Variante des Spiels Schwarzer Mann. Alle Spieler versuchen mit ihrem Ball durch die Halle zum gegenüberliegenden sicheren Raum zu dribbeln, ohne den Ball an den Haifisch zu verlieren. Kann der Haifisch einem Läufer (Dribbler) den Ball wegnehmen, erstarrt dieser an Ort zu Seegras. Das heisst, er darf nur noch an Ort mit seinem Stock am Boden wischen und so dem Haifisch helfen. Wer wird zuletzt gefangen? Übrigens Schwarzer Mann funktioniert so: Es wird ein Fänger der Schwarze Mann bestimmt. Der Schwarze Mann stellt sich auf der gegenüberliegenden Hallenstirnseite auf. Alle Spieler versuchen nun von der gegenüberliegenden Hallenstirnseite zum sicheren Raum (markiert) zu gelangen, ohne vom schwarzen Mann gefangen zu werden. Wer gefangen wird, muss sich dem Schwarzen Mann anschliessen und im nächsten Durchgang dem Schwarzen Mann helfen fangen. Wer wird zuletzt gefangen?