Arbeitsblatt: Ursprung der Chemie
Material-Details
Alchemisten
Chemie
Anderes Thema
8. Schuljahr
1 Seiten
Statistik
88371
989
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21.10.2011
Autor/in
Martin Geiger
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Ursprung der Chemie 1. Ch 2 Die Alchemisten Die allerersten Chemiker lebten vor über 5000 Jahren in China. Sie erfanden das Schwarzpulver, einen Sprengstoff. Er gelangte auf Handelswegen nach Ägypten. Die Ägypter nannten die Wissenschaft zur Herstellung von Schwarzpulver die Schwarzkunst. Dieses Wort heisst auf ägyptisch al-kimiyâ. Daraus entstand in Europa das Wort Alchimi, später wurde daraus die Alchemie. Die Alchemie hatte zwischen 1200 und 1500 ihre Blütezeit. Die Alchemisten waren überzeugt, dass man einen Stoff in einen anderen übertragen könne. Bei der zunächst planlosen Suche entdeckten sie immer wieder neue Stoffe mit besonderen Eigenschaften. So fand man das einzige bei Zimmertemperatur flüssige Metall Quecksilber. Kupfer, das mit Quecksilber behandelt wurde, erhielt einen silbrigen Glanz, durch Zusatz von Silber wurde es goldähnlich. Durch solche und ähnliche Beobachten entstand die Vorstellung, dass man durch geheimnisvolle Vorgänge unedle Metalle in Gold umwandeln könne. Eine ähnliche Vorstellung war, dass man durch eine Folge von komplizierten Handlungen zum Stein der Weisen gelangen könnte. Er sollte die Fähigkeit besitzen minderwertige Metalle, wie z.B. Eisen oder Kupfer in Gold zu verwandeln und galt auch als Verjüngungsmittel und Heilmittel für alle Krankheiten. Man kann also sagen, dass der (erfolglose) Versuch der Herstellung von Gold die Geburtsstunde der Metallurgie, die Wissenschaft von den Metallen war. Der Wunsch mit Zaubertränken Krankheiten zu heilen oder übernatürliche Kräfte zu erhalten, ist von allen Völkern bekannt. Hierzu sollten Mischungen von Pflanzensäften (Elixieren) hilfreich sein. Aus diesen Anfängen entstand später die Pharmakologie, die Wissenschaft von den Arzneimitteln. Um 1520 verfasste der Arzt Theophrastus Paracelsus bedeutende Werke über die Heilung von Kranken. Weil es noch keine Bücher gab, wurde das Wissen an die Lehrlinge nur mündlich weitergegeben. Besonders gute Alchemisten wussten, dass man am besten behalten kann, wenn die Lehrlinge Merksätze auswendig lernen. Manche Sätze hörten sich wie eine Geheimformel an. Hier ein Beispiel einer alchemistischen Beschreibung (Aureum vellus I, 12f.): (.) Dise Flores thu in ein frisch Glass/ darauff thu ein Helm/ vnnd giess den hellischen brandten Geist Salmiax darauff/ wie hernach folgt/ das er zimblich darüber gang/ setz es zu putrificieren mit linder wärme/ in Balneo Mariae, auff iij. Tag vnd Nacht/ dann distilliers in ein fürleg Glass; erstlichen gemach distilliert/ darnach je lenger je stercker/ so steigt der brennendt Spiritus Salmiax/ darnach kompt ein blút rot öl/ mit vilen Farben/ treibs so lang/ biss kein roter Tropff mehr geht Nach und nach machten die Alchemisten wertvolle Erfindungen (weisses Porzellan, Rubinglas, Aquarellfarbe „Berliner Blau) und Entdeckungen (Phosphor, Ammoniak, Salzsäure). Auch entwickelten sie Geräte und Arbeitsmethoden, die noch heute von Bedeutung sind. Dazu zählen das Eindampfen, Filtrieren, Kristallisieren und Destillieren. Ihre Arbeit war eine wichtige Grundlage dafür, dass sich aus der Alchemie die heutige Chemie als Wissenschaft entwickeln konnte. V1 Alchemistentraum: Kupfer zu Silber, Silber zu Gold . Ein Einräppler wird in Natronlauge mit Zinkpulver gekocht. Anschliessend wird die Münze kurz in die Gasflamme gehalten. Auswertung: UMT_CH_8_088371_Ursprung-der-Chemie 1/1