Arbeitsblatt: Bekleidung in der Steinzeit

Material-Details

Lückentext
Geschichte
Altertum
4. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

88451
856
4
23.10.2011

Autor/in

Heinz Baumgartner
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Bekleidung früher und heute Was trug der Mensch in der Steinzeit oder Eiszeit? Sicherlich hatten es bereits die ersten (menschenartigen) Wesen vor etwa 1-2 Millionen Jahren verstanden, einfache Bekleidungsstücke anzufertigen. Das mussten sie eigentlich auch können. Sie wären sonst in den nördlichen Breitengraden erfroren. Doch aus dieser Zeitepoche, der (Frühsteinzeit), liegen nur ganz wenig genaue Angaben über die Bekleidung der Menschen vor. Während der Eiszeit vor etwa 100‘000 Jahren waren beispielsweise die Neandertaler auf Fellarten angewiesen, die sie vor den eisigen Temperaturen schützten. Um zu überleben, wählten sie sicherlich sehr gezielt die Fellarten für die jeweiligen Kleidungsstücke aus, wie zum Beispiel für Beinlinge (Hosen), Oberbekleidung, Schuhe und alle anderen Bekleidungsstücke. Was man mit Sicherheit weiss: Aufgrund Darstellungen auf geschnitzten Figürchen: Die Menschen in der Eiszeit kannten die Kapuze ). Erst aus der Jungsteinzeit, etwa vor 5‘000 – 10‘000 Jahren, liegen uns bessere Informationen vor. Nicht zuletzt dank dem Gletschermenschen „Ötzi ), der 1991 in den Ötztaler Alpen in Österreich von Wanderern gefunden wurde. Dank diesem Fund, der von einem schmelzenden Gletscher freigegeben wurde, sind uns heute einige Einzelheiten über die Menschen und deren Kleidung in dieser Zeit bekannt. Die (Nadel kannte er damals wahrscheinlich noch nicht, wohl aber die Ahle ), mit welcher er Löcher in die Felle bohren konnte und diese mit Sehnen von Tieren oder Lederbändel zusammen nähte. Mit Leder lässt sich prima ohne Nadel nähen. Wenn man das Ende mit Wasser netzt oder ankaut und dann trocknen lässt, wird das Leder hart. MU 3./4. Klasse hb 5/2011 Wahrscheinlich kommt auch Überbekleidung in Frage, wie zum Beispiel Mäntel aus (_Rentierfell ). Das Rentier war das Hauptbeutetier des Eiszeitmenschen. Das Fell dieses kälteangepassten Tieres ist luftgepolstert und wirkt somit isolierend gegen Kälte ). Rentierfelle werden noch heute bevorzugt von den nördlich lebenden Völkern für Mäntel und Decken verwendet. Auch Biberfell eignet sich sehr gut, denn es ist eines der dichtesten Felle in der Tierwelt. Der Biber selbst ist eher kälteliebend und leidet schnell unter Überhitzung bei wärmeren Temperaturen. Als nach der Eiszeit die Temperaturen permanent wieder anstiegen, griff der Mensch zu neueren und anderen Rohstoffen für seine Garderobe. Möglicherweise kamen hier vermehrt verschiedene Lederarten zum Zuge da diese Menschen nun öfters mit Wasser in Berührung kamen, als ihre Vorfahren, aufgrund der grossen Gletscherschmelzen, während der einbrechenden Warmzeit. Leder, das mit Fett oder (Wachs) eingerieben wird, hat eine (wasserabstossende) Eigenschaft und es trocknet auch sehr viel schneller als Fell. Doch dies sind auch nur (_Vermutungen ). Vielleicht griff der Mensch in der Mittelsteinzeit zu ganz anderen Rohstoffen. Ötzi Ahle Biberfell Eiszeit Fellarten Fett Frühsteinzeit Kälte Kapuze Lederarten MU Lederbändel menschenartigen Nadel nördlichen Rentierfell Sehnen Temperaturen Vermutungen Wachs wasserabstossend 3./4. Klasse hb 5/2011 MU 3./4. Klasse hb 5/2011