Arbeitsblatt: Islam

Material-Details

Schiiten/ Sunniten/ Sufis
Lebenskunde
Religionslehre / Bibel
8. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

88576
936
4
27.10.2011

Autor/in

Vera Mannella


Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Richtungen im Islam Am Anfang der muslimischen Weltreligion steht der Urislam. Das ist die älteste Form des Islam zur Zeit Mohammeds und seiner ersten Anhänger. Nach dem Tod des Propheten kommt es wegen unterschiedlicher Auffassungen über die Nachfolge Muhammads und der Leitung der Glaubensgemeinde (arab.: umma) schon im 7.Jh. zu grossen Spaltungen unter den Muslimen. Schiiten Die Schiiten berufen sich im Unterschied zu den Sunniten auf Ali ibn Abi Talib als den Führer (Imam) der Gesamtgemeinde. Ali war ein Vetter Mohammeds und ist in den Augen der Schia, der Partei Allahs, der rechtmässige Nachfolger des Propheten. Anhänger dieser Glaubensrichtung erkennen die Kalifen der Sunniten nicht an. Die Schia spaltete sich in zahlreiche Einzelgruppen auf; manche Forscher gehen von bis zu 72 solcher Splittergruppen. Sunniten Die Sunniten machen die überwiegende Mehrheit der Muslime aus. Ihre Bezeichnung leitet sich von der Sunna ab, was so viel heisst wie Herkunft, Brauch oder Sitte. Die Sunna ist die Überlieferung des Lebens und Wirkens sowie der Aussprüche des Propheten Mohammed. Auch schildert sie sein Leben in der engsten Umgebung. Sie ist Richtschnur des Handelns der Gläubigen und trat neben den Koran. Sufis Die Sufis sind die Mystiker des Islam. Benannt wurden sie nach ihrem Büssergewand. Der Sufismus wendet sich sowohl gegen die Autorität der Imame als auch gegen die absolute Gehorsamsforderung gegen Gott, die die Sunniten erheben. Die Mystiker predigen vielmehr die Liebe zwischen Gott und den Menschen und streben Armut und Askese an. Im Laufe seiner Entwicklung, die sich vor allem in Iran vollzog, ging der Sufismus mit Ordensgründungen einher. Die Ordensbrüder wurden Derwische genannt, die mystische Ekstase auch mit Hilfsmitteln wie Musik und Tanz erreichen wollten.