Arbeitsblatt: Island 5
Material-Details
Die Fischerei Isalnds - Gruppenarbeiten
Geographie
Europa
7. Schuljahr
5 Seiten
Statistik
89178
1092
7
05.11.2011
Autor/in
Christine Naef Kaufmann
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
1. Die Geschichte des Fischerei auf Island Die Meeresfischerei beschränkte sich bis in das 20. Jahrhundert wegen der Benutzung kleiner, offener Boote auf den küstennahen Bereich. Die Arbeit war äusserst gefährlich an einem besonders stürmischen Tag im Jahre 1700 ertranken 160 Fischer im tosenden Meer. Bis ins 14. Jahrhundert wurden Fische nur für den Eigenbedarf gefangen. Nach und nach begannen sich europäische Städte, wie zum Beispiel Hamburg, für die isländischen Fischprodukte zu interessieren. Dazu gehörte Lebertran. Auf diese Weise wurde Fisch mehr und mehr zur Handelware. Waren es zu Beginn Bauern, welche nebenbei die Fischerei betrieben, bildete sich allmählich ein eigener Berufstand der Fischer. Der Beruf des Meeresfischers war und ist einer der härtesten Berufe überhaut. Wenn der Kabeljau biss, ging es hinaus aufs Meer, auch bei schlechtem Wetter, da niemand wusste, ob er am nächsten Tag noch beissen würde. Da gab es keine Chance auch nur ein wenig zu schlafen. Die Fahrt in Ruderbooten zu den Fischgründen dauerte zwischen 8 bis 20 Stunden. Nach dem Auslagen der Fangleinen mussten die Fischer ein bis zwei Stunden, oft bei beissender Kälte warten. Mit Schlägen an den Körper hielt man sich warm. Meist wurde keine Nahrung mitgenommen, der Durst mit einem Schluck Molke gestillt, auch wenn sie sich bei der Kälte in Eisschlamm verwandelt hatte. Zwischen den verschiedenen Ausfahrten hatten die Männer manchmal nur zwei Stunden Schlaf. Um die Jahrhundertwende wird von einer Mannschaft berichtet, die mehr als 90 Stunden ununterbrochen auf Fischfang gewesen sei. Dies bedeute: hinausfahren, einholen der Fangleinen, Köder auslegen, den Fang an Land bringen und wieder hinausfahren . Arbeitsauftrag Gruppenarbeit: Lest das Blatt genau durch. Was bedeuten die fettgedruckten Wörter? Notiert das Wichtigste und bereitet euch auf einen Kurzvortrag (3-5 Min) vor. Island – Fischerei Quellen: www.eldey.de und www.wikipedia Ch. Naef 2011 2. Der „Kabeljau – Krieg Durch verbesserte Technik und effektivere Fangmethoden ist im Laufe des 20. Jahrhunderts die Fischerei zu dem bedeutendsten Wirtschaftszweig Islands herangewachsen. Um die fischreichen Gewässer des Nordatlantiks besser für die eigene Fischereiwirtschaft zu nutzen, erweiterte Island in den 50er und 70er Jahren seine Fischereigrenzen schrittweise von drei auf 50 Seemeilen vor seiner Küste. Diese Ausdehnungen wurden von lautstarken Protesten der britischen Fischereiflotte begleitet, die ebenfalls in diesen Gewässern fischte. Nach einer Seerechtskonferenz der Vereinten Nationen im Jahre 1974, bei der sich viele Nationen für eine 200-SeemeilenZone aussprachen, dehnte Island seine Fischereigrenzen nochmals um 150 Seemeilen aus, woraufhin es wieder zu heftigen Streitigkeiten mit Großbritannien kam. Britische Trawler fischten weiterhin in isländischen Gewässern, weshalb sich die isländische Küs ten wache einschaltete die Netze kappte und den Schiffsbesatzungen große Probleme bereitete. Daraufhin begleitete die britische Marine die Fangschiffe ihrer Landsleute in die isländischen Gewässer. Nach einigen gewaltsamen Zusammenstößen beider Parteien brach die isländische Regierung die diplomatischen Beziehungen mit Großbritannien ab und rief ihren Botschafter aus London zurück. Diese Streitigkeiten konnten erst durch die NATO zugunsten Islands beigelegt werden, die befürchtete, die im Kalten Krieg strategisch wichtig gelegene Nordatlantikinsel als Mitglied zu verlieren. Diese Konflikte in den 50er und 70er Jahren sind als die so genannten Kabeljaukriege in die Geschichte eingegangenen. Arbeitsauftrag Gruppenarbeit: Lest das Blatt genau durch. Was bedeuten die fettgedruckten Wörter? Notiert das Wichtigste und bereitet euch auf einen Kurzvortrag (3-5 Min) vor. Island – Fischerei Quellen: www.eldey.de und www.wikipedia Ch. Naef 2011 3. Die Fischerei heute Bis in die 80er Jahre hinein trug die Fischindustrie bis zu 80 Prozent des isländischen Exports bei. Durch den Ausbau anderer Wirtschaftszweige, wie z. B. des Tourismus und der Aluminiumindustrie, ist der Anteil am Export unter 50 Prozent gesunken. Dennoch erwirtschaftet die Fischerei und fischverarbeitende Industrie rund 42 Prozent des isländischen Exports und ist damit immer noch der wichtigste Wirtschaftszweig. Die Branche steuert also einen wesentlichen Beitrag zu den Deviseneinnahmen des Landes bei. Treibnetze werden wie senkrechte stehende Vorhänge ausgeleg. Der obere Rand ist mit Schwimmern, der untere mit Gewichten beschwert. Sind diese schwerer als der Auftrieb der Schwimmer, setzt sich das Netz als sogenanntes Stellnetz auf dem Meeresgrund auf. Die Fische verfangen meist mit den Kiemen oder Flossen sich im Netz, wobei die Maschengröße über die hängen gebliebenen Fischarten entscheidet. Die Treibnetze werden zum Fang von Hering, Makrelen, Lachs und Dorsch eingesetzt. Die Schleppnetze sind große trichterförmige Beutel, die entweder von einem oder zwei Trawlern nachgeschleppt werden. Mit Echolot wahrgenommene Fischschwärme werden mit einem schnellen Boot umfahren, das von einer stationären Boje oder einem Beiboot ausgehend auf einer Kreisbahn ein bis zu 500 langes Netz ausfahren lässt, dessen Oberseite an Schwimmern an der Wasseroberfläche gehalten wird und der Untersimm 50 bis 100 in die Tiefe hängt. Wenn das Boot seinen Ausgangspunkt wieder erreicht hat, so dass der Schwarm im Inneren des nach unten noch geöffneten Netzes eingeschlossen ist, wird der untere Teil mittels einer Leine zusammengezogen. Das nun geschlossene Netz wird soweit eingeholt, bis die im Netz zusammengedrängte Beute ausgeschöpft werden kann. Arbeitsauftrag Gruppenarbeit: Island – Fischerei Quellen: www.eldey.de und www.wikipedia Ch. Naef 2011 Lest das Blatt genau durch. Was bedeuten die fettgedruckten Wörter? Notiert das Wichtigste und bereitet euch auf einen Kurzvortrag (3-5 Min) vor. 4. Die Fische in Island Gewässern Nahe Island, im Nordatlantik, treffen Ausläufer des warmen Golfstroms mit kalten Strömungen aus den Polarregionen aufeinander. Das Meer ist dort reich an Sauerstoff und Plankton, das die Grundlage der Nahrungskette im Meer bildet und damit ein äußerst fischreiches Gewässer. Von den rund 150 um Island lebenden Fischarten sind etwa 20 für den Fischfang interessant.Nach der Lodde und dem Hering gehört der Kabeljau zu den am häufigsten gefangenen Fischarten. Aber auch Schellfisch, Rotbarsch, Seewolf, Heilbutt und Scholle finden sich in den Netzen der Fischer. Das weltweite Problem der Überfischung und die daraus resultierenden reduzierten Fangmengen zur Erhaltung der Fischgründe, machen sich auch in Island immer wieder bemerkbar. Der Hering war in isländischen Gewässern zeitweise gar nicht mehr zu finden. Inzwischen haben sich die Bestände erholt. Auch der Bestand von Seelachs ist in den Gebieten um Island und den Färöer Inseln bedroht. Die gleiche Situation findet sich bei Rotbarsch, Kabeljau, Heilbutt und Scholle, die praktisch überall in Europa überfischt sind. Viele Fische werden noch auf See weiterverarbeitet, tiefgefroren oder in Konserven haltbar gemacht. Andere gelangen als Frischfisch in den Handel. An vielen Stellen findet man Dorsch, der auf Stangengerüsten an der Luft trocknen. Den so verarbeiteten Kabeljau nennt man Stockfisch. Dieser bleibt auch ungekühlt lange haltbar. Er wird vor allem in Mittelmeerländer und Afrika exportiert. Arbeitsauftrag Gruppenarbeit: Island – Fischerei Quellen: www.eldey.de und www.wikipedia Ch. Naef 2011 Lest das Blatt genau durch. Was bedeuten die fettgedruckten Wörter? Suche Bilder der Fische im Internet. Notiert das Wichtigste und bereitet euch auf einen Kurzvortrag (3-5 Min) vor. 5. Walfang Besonders umstritten ist in Island der Walfang. Die Internationale Walfangkommision (IWC) verbietet derzeit noch die kommerzielle Jagd auf die Meeresäugetiere. Island hingegen tritt für eine Wiederaufnahme des Walfangs ein. Das Thema ist mittlerweile Gegenstand des Streits und unterschiedlicher Auffassungen geworden. Viele Vertreter der isländischen Regierung und der Wirtschaft befürworten die Wiederaufnahme des Walfangs zur Unterstützung der Fischereiindustrie, die wie bereits erwähnt mit rückgängigen Fangquoten zu kämpfen hat. Begründet wird diese Absicht mit der Erholung der Walbestände in den Weltmeeren. Ob durch eine Lockerung des Fangverbots für Island wieder eine Einnahmequelle entsteht, ist nicht sicher. Das Washingtoner Artenschutzabkommen verbietet derzeit noch den Handel mit Walprodukten. Eine andere Möglichkeit, die Meeressäugetiere kommerziell zu nutzen, liegt in der Walbeobachtung für Touristen und Tierfreunde. Von verschiedenen isländischen Häfen stechen in der touristischen Hauptsaison zahlreiche Boote in See, um Wale und Delphine dem interessierten Beobachter näher zu bringen. Mittlerweile bildet die Walbeobachtung einen festen Bestandteil im Angebot der isländischen Tourismusbranche. Arbeitsauftrag Gruppenarbeit: Island – Fischerei Quellen: www.eldey.de und www.wikipedia Ch. Naef 2011 Lest das Blatt genau durch. Was bedeuten die fettgedruckten Wörter? Notiert das Wichtigste und bereitet euch auf einen Kurzvortrag (3-5 Min) vor. Island – Fischerei Quellen: www.eldey.de und www.wikipedia Ch. Naef 2011