Arbeitsblatt: AIDS
Material-Details
Infotext: Was ist AIDS?
Lebenskunde
Sexualerziehung
6. Schuljahr
2 Seiten
Statistik
89399
747
13
10.11.2011
Autor/in
Andrea Gelewsky-Bolli
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
AIDS Was ist AIDS? Aids ist eine schlimme Krankheit, die immer tödlich ist und für die es bisher keine Impfung gibt. Aids ist die englische Abkürzung für den Ausdruck „Acquired Immune Deficiency Syndrom. Auf Deutsch heisst das „Erworbene Immunschwäche. Die Krankheit wird durch einen Krankheitserreger, ein Virus übertragen. Dieses Virus heisst „Humanes ImmundefektVirus, also „menschlichtes ImmundefektVirus, kurz HIV. Menschen, die das HIVirus in sich tragen, nennt man HIVpositv. Sie merken häufig viele Jahre nicht, dass sie sich angesteckt haben. Nach und nach zerstört das Virus das Immunsystem des Menschen. AIDS ist nicht heilbar. Es gibt Medikamente, die den Ausbruch der Krankheit verzögern. HIV positiv ist man jedoch, wenn man sich infiziert hat, sein Leben lang. Was ist das Immunsystem? Das Immunsystem ist eine Art Gesundheitspolizei des menschlichen Körpers. Es sorgt dafür, dass sich unser Körper gegen Krankheiten wehrt, damit wir wieder gesund werden. Wenn jemand HIVpositiv ist, wird diese Gesundheitspolizei über Jahre hinweg immer schwächer. Selbst eine normale Erkältung kann dann für diesen Menschen sehr gefährlich werden. Erst wenn der Körper sehr stark geschwächt ist und mehrere Krankheiten ausgebrochen sind, spricht man davon, dass ein Mensch AIDS hat. Die Hälfte aller Infizierten hat nach 10 Jahren noch kein AIDS. Wie verbreitet sich AIDS? Die Gefahr, sich im alltäglichen Leben anzustecken ist sehr gering. Man kann sich nur über direkten Kontakt mit dem Blut, dem Sperma oder der Scheidenflüssigkeit einer infizierten Person anstecken. Auch dabei jedoch muss das Virus direkt in den Körper gelangen können (Durch die Haut dringt das Virus nicht!) Am häufigsten verbreitet wird das HIVirus durch ungeschützten Geschlechtsverkehr oder durch Austausch von gebrauchten Nadeln für den Drogenkonsum. Ebenfalls häufig ist leider die Übertragung von der infizierten Mutter zum Kind. Was nicht ansteckt: Mit Sicherheit wird das HIVirus durch folgende Kontakte NICHT übertragen: • Nicht durch die Benutzung der Wohnungen und Toiletten von Menschen mit HIV oder AIDS • Nicht durch die Pflege von Menschen, die an AIDS erkrankt sind • Nicht durch den gemeinsamen Gebrauch von Geschirr, Besteck, Gläsern, Wäsche etc. • Nicht durch den gemeinsamen Genuss von Früchten und anderen Esswaren • Nicht durch Händeschütteln, Umarmen, Streicheln, Massieren, Küssen • Nicht durch Tränen • Nicht durch Husten und Niesen • Nicht durch Insektenstiche und Haustiere • Nicht im Bus, im Lift oder im Warenhaus, am Schalter etc. • Nicht beim Anfassen von Türfallen, Telefonhörern etc. • Nicht im Schulalltag, wenn HIV infizierte Kinder dabei sind • Nicht im Schwimmbad, in der Sauna oder beim Duschen • Nicht beim Coiffeur oder im Kosmetiksalon, wenn die allgemeinen Hygieneregeln eingehalten werden • Nicht im Spital, wenn das Medizinische Personal die Schutzmassnamen beachtet, was in der Schweiz der Fall ist. Wie kann man sich gegen AIDS schützen? Das HIVirus kommt vor allem im Blut, in der Samenflüssigkeit des Mannes und in der Scheideflüssigkeit der Frau vor. Da die Ansteckungsgefahr beim ungeschützten Geschlechtsverkehr sehr gross ist, ist es wichtig, sich mit einem Kondom zu schützen. Das HIVirus kommt nicht durch das Kondom hindurch. Über das Blut kann man sich nur anstecken, wenn das Blut eines HIV positiven in eine offene Wunde kommt. Weltweite Verbreitung Aids wurde erstmal im Sommer 1981 in den USA beschrieben. Hier ist ein Mann an einer Lungenentzündung gestorben, obwohl er zuvor scheinbar gesund war. Bis jetzt kannte man diese Krankheit nicht. Erst im Jahre 1983 fand man heraus, was die Ursache für den Tod des Mannes gewesen sein musste: Ein Virus, das das Immunsystem schwächt und schädigt: Das HIVirus. 20 Jahre später (2003) sind weltweit mehr als 65 Millionen Menschen infiziert und 23 Millionen daran gestorben. In einigen Afrikanischen Ländern ist mehr als jeder Zehnte infiziert, bei den Jungen zwischen 16 und 23 Jahren liegt diese Rate erschreckend höher. In diesen Ländern gibt es sehr viele AIDSWaisen. In einigen Regionen hat jedes fünfte Kind seine Eltern verloren, weil sie an Aids gestorben sind. AIDS in der Schweiz In der Schweiz sind dank den Medikamenten die Anzahl der AIDS Toten stark gefallen. Obwohl sehr gut informiert wird über die Gefahren von AIDS, stecken sich wieder mehr Menschen mit AIDS an (bis zu 15 Personen pro Monat, Quelle: SF DRS PULS).Es ist wichtig, dass man sich jederzeit der Gefahren bewusst ist und dementsprechend handelt. AIDS hat auch trotz der vorhandenen Medikamente nicht an Schecken verloren und ist nach wie vor nicht heilbar.