Arbeitsblatt: Lesewerkstatt

Material-Details

In dieser Werkstatt wird die Lesefertigkeit sowie die Lesefähigkeit gefördert.
Deutsch
Lesefertigkeit
klassenübergreifend
14 Seiten

Statistik

90388
1218
19
01.12.2011

Autor/in

Alexandra Keller
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Sprache: Leseförderung Ziele: Die SuS kennen die sieben goldenen Vorleseregeln. Die SuS kennen die Beurteilungskriterien zum Vorlesen. Die SuS bereiten einen Text zum Vorlesen vor. Die SuS beurteilen selbständig eine andere Gruppe mit dem Beurteilungsbogen. Die SuS haben mindestens vier verschiedene Posten bearbeitet und im Lesetagebuch dokumentiert. Vorgaben: während der Bibi-Stunde Partnerarbeit mindestens 1 Posten und ein Eintrag im Lesetagebuch pro Lektion Material: laminierte Postenkarten Lesetagebuch Name: Postenarbeitsplan Ich kann. Eintrag Ich kenne. P1 .einen Text zum Vorlesen vorbereiten Der König des Waldes P2 . die sieben goldenen Vorleseregeln Sieben goldene Regeln . eine andere Gruppe beurteilen Beurteilungsbogen P3 . laut und leise vorlesen Der Fischerhaken P4 . deutlich vorlesen Jeder kann etwas 5 . eine Rolle in einem Im Liegestuhl P5B Gespräch über die Strasse Gespräch lesen . Texte mit Hindernissen lesen Halbschrift ohne Wortgrenzen falsche Wortgrenzen verschiedene Schriften „Gerüchte verschiedene Schriften„Der Fuchs und die Gänse P7 . einen Text von unten nach oben lesen Der Froschkönig – Rückwärts erzählt 1 . einen Spiegel verkehrten Text lesen Der Froschkönig – Rückwärts erzählt 2 8 . einen Text in einer Das grosse Lalula P8B Fantasietext erfundene Sprache vorlesen erledigt Posten 1 1. Einen Text zum Vorlesen vorbereiten Lest den Text „Der König des Waldes mehrmals halblaut durch. Achtet auf schwierige Wörter oder Sätze und wiederholt sie mehrmals. 2. Achtet beim halblauten Lesen darauf, wo ihr Pausen machen könnt. Fügt dort ein Pausenzeichen in den Text ein. So sieht das aus: 3. Der Tiger grinsteVund freute sich. Achtet beim halblauten Lesen darauf, welche Wörter ihr besonders betonen wollt. Markiert diese Wörter 4. so: Ich bin der König des Waldes. oder so: Ich bin der König des Waldes. Lest den Text probeweise dem Partner oder der Partnerin vor und holt Rückmeldungen ein. 5. Schreibt die Rückmeldungen in euer Lesetagebuch. Text: Der König des Waldes Der König des Waldes Eine chinesische Fabel Ein Tiger schlich hungrig durch den Wald. Da traf er einen Fuchs. Der Tiger grinste und freute sich auf eine gute Mahlzeit. Der Fuchs erschrak. Aber er behauptete mutig: „Du kannst mich nicht fressen. Ich bin der König des Waldes. Jeder hat Angst vor mir. Der Tiger lachte und meinte verächtlich: „Das muss du mir zuerst beweisen. „Dann komm mit! Die beiden gingen durch den Wald. Da flog ein Falke auf den Fuchs zu. Doch als er den grossen Tiger sah, verschwand er in den Ästen des Baumes. Der Fuchs aber sagte stolz: „Siehst du, auch der Falke hat Angst vor mir. „Unglaublich!, staunte der Tiger und grinste schon nicht mehr so sehr. Posten 2 1. Die sieben goldenen Vorleseregeln Achte auf die Lautstärke Wähle eine Lautstärke, sodass dich alle Zuhörenden gut verstehen können. 2. Achte auf Pausen Satzzeichen und Abschnitte sind wichtige Mitdenkpausen für das Publikum. So haben alle genügend Zeit, das Gehörte auch zu verstehen. 3. Achte auf das Lesetempo Versuche, schnelleres und langsameres Vorlesen als Gestaltungsmitte zu verwenden. Einige Textstellen werden ziemlich langsam, andere eher schnell vorgelesen. Markiere diese Stellen. 4. Achte auf die Sprechmelodie Aussagen, Fragen oder Befehle haben unterschiedliche Satzmelodien. Verwende unterschiedliche Betonungen, Tonhöhen und Lautstärken. 5. Achte auf den Kontakt zum Publikum Schaue das Publikum immer wieder an. Schau abwechselnd zu möglichst vielen Zuhörenden. Du kannst dabei feststellen, ob dein vorgelesener Text vom Publikum verstanden wird. 6. Achte auf die Stimmung des Textes Mit der Betonung, der Tonhöhe und der Lautstärke kannst du auch Spannung und Entspannung ausdrücken. Versuche, den Figuren im Text je eine eigene Stimme zu geben. Spiele dazu mit der Tonhöhe deiner Stimme und mit der Aussprache. 7. Achte auf deine Körperhaltung Stehe auf beiden Beine. Die Füsse sind etwa Schulter breit auseinander. Name: Gruppe, die beurteilt: Beurteilungsbogen Punkte: • Du liest sicher, fliessend und ohne grosse Unterbrüche. • Du liest was da steht, lässt nichts aus, verschluckst keine Buchstaben und Silben. • Du veränderst keine Wörter. • Du sprichst laut und deutlich. Deine Aussprache ist gut und klar. • Du machst Pausen an passenden Stellen. • Du liest nicht zu schnell und nicht zu langsam. • Du unterscheidest sprechende Personen und ihre Ausdrücke. • Du gestaltest den Text mit der Stimme. • Du schaust die Zuhörer immer wieder an. • Du stehst gerade und auf beiden Beinen. Total Punkte 6 5 4 3 Posten 3 Laut – Leise 1. Lest den Text „Der Fischerhaken zuerst für euch durch. 2. Setzt euch ganz nahe zusammen. 3. Lest euch abwechselnd den Text möglichst leise, aber immer noch verständlich vor. 4. Geht auf den Pausenplatz. 5. Steht 10 Schritte auseinander. 6. Lest euch den Text so vor, dass ihr nicht schreien müsst, aber gut verstanden werdet. 7. Übt zweimal. 8. Geht es auch noch mit 20 Schritten Abstand? 9. Schreibt einen Eintrag ins Lesetagebuch. • Was war einfacher? • Was hat mehr Spass gemacht? • Warum? Text: Der Fischerhaken Der Fischerhaken Eines Tages näherte sich ein grosser Fisch einem kleinen Fisch und sagte: „Pass auf! Dieses Ding, das du da an einem Faden hängen siehst und das so schön glänzt, ist ein Fischerhaken: Beiss da nicht an! „Warum nicht?, fragte der kleine Fisch. „Aus zwei Gründen, antwortete der grosse Fisch. „Zum ersten, wenn du anbeisst, fangen sie dich, mehlen dich ein und frittieren dich in der Pfanne. Dann legen sie dich in einen Teller und essen dich auf, zusammen mit zwei Salatblättern. „Was du nicht sagst! Ich danke dir für die Warnung. du hast mir das Leben gerettet! Aber. der zweite Grund?. „Der zweite Grund, sagte der grosse Fisch, „ist der, dass ich dich selber fressen will. Posten 4 Deutlich 1. Lest den Text „Jeder kann etwas zuerst für euch durch. 2. Bewegt beim Vorlesen die Lippen, die Zunge und den ganzen Mund sehr übertrieben. 3. Nehmt eine Haselnuss in den Mund und legt sie unter die Zunge. 4. Lest den Text langsam und sehr deutlich, ohne dass ihr die Nuss verliert oder verschluckt. 5. Könnt ihr auch mit zwei, drei oder vier Nüssen im Mund noch deutlich vorlesen? 6. Nehmt einen Korkzapfen zwischen eure Zähne. 7. Lest den Text halblaut, ohne den Korkzapfen zu verlieren. 8. Nehmt dann den Korkzapfen zwischen die Lippen und lest den Text nochmals halblaut vor, ohne ihn zu verlieren. 9. Welche Unterschiede stellt ihr fest? Schreibt einen Eintrag ins Lesetagebuch. Text: Jeder kann etwas Jeder kann etwas Das Pferd stand auf der Wiese. Da bekam es Besuch. Aus dem Wald kamen das Eichkätzchen und der Kuckuck. Aus dem Weiher hüpfte der Frosch heran. Und dann kam auch noch der Maulwurf über die Wiese gerannt. Das Pferd sagte: „Ich habe Kraft. Wenn ihr wollt, könnt ihr euch alle auf meinen Rücken setzen, dann trage ich euch im Galopp über die Wiese. Wer von euch kann mich tragen? „Ich nicht, sagte das Eichkätzchen. „Dafür kann ich etwas anderes. Da drüben steht eine hohe Tanne. Wer klettert mit mir um die Wette am Stamm hinauf?. Auf diese Wette wollte sich keiner einlassen. Posten 5 Mit verteilten Rollen 1. Lest den Dialog „Im Liegestuhl zuerst durch. 2. Überlegt, wo das Gespräch stattfindet. 3. Verteilt die Rollen. 4. Lest den Dialog mit passenden Stimmen: • ist ein bisschen aufgeregt und zappelig. • ist im ersten Teil ungeduldig und abweisend. Im zweiten Teil betont die Fragen sehr deutlich. 5. Übt das Vorlesen des Dialogs so lange, bis ihr beide Rollen flüssig und ausdrucksvoll vorlesen könnt. 6. Sucht euch eine andere Gruppe und lest euren Dialog vor. 7. Hört einander gut zu und gebt euch Vorlesetipps. 8. Schreibt die Vorlesetipps in euer Lesetagebuch. Dialog: Im Liegestuhl A: Puh, ist mir heiss! B: Ja, es ist wirklich eine Hitze hier draussen. Aber lass mich trotzdem in Ruhe lesen. Es ist gerade so spannend. A: Vielleicht hätten wir lieber drinnen bleiben sollen? Ich halte es hier kaum mehr aus! B: Dann setz dich doch in den Schatten oder sonst irgendwo hin und sei ruhig. Ich will endlich dieses Kapitel zu Ende lesen. A: Hast du Geld dabei? Ich hole uns ein Eis, und du kannst das Kapitel fertig lesen. B: Na gut, einverstanden! Es ist wirklich heiss. Hier, nimm das Geld, und bring mir auch ein Eis mit. A: Danke! Ich bin bald wieder zurück! B: Du musst dich nicht beeilen. Ich möchte einfach ungestört weiterlesen. Vielleicht setze ich mich doch in den Schatten. Hier ist es wirklich heiss. Gut, dass mein Buch von Schlittenhunden handelt, das kühlt die Gedanken ein wenig ab. Aber ein Eis ist auch super. Und irgendwie bin ich sowieso nicht mehr so richtig in der Geschichte drin. Vielleicht passt ein Abenteuer in Eis und Sturm doch nicht so gut zu diesem Sommerwetter. A: Hallo, da bin ich wieder. Hier, dein Eis! Ich bin extra schnell zurückgekommen, damit es nicht schmilzt. Ich hoffe, du magst Schokoladen- und Bananeneis. Zuerst wollte ich für dich Zitronen- und Orangensorbet nehmen, aber das sah schon ganz flüssig aus. Und da ist dein Geld zurück. B: Wieso? Du hattest doch selber Geld? Wie hast du denn unser Eis bezahlt? A: Tja, die Verkäuferin hatte so viel zu tun. Und ich habe einen Trick versucht, von dem ich mal gelesen habe. B: Einen Trick? A: Ja. Ich habe zwei Eis bestellt, nahm die beiden Eis und hatte keine Hand mehr frei. Dann habe ich zur Verkäuferin gesagt: Oh, wie dumm von mir, es tut mir leid, das Geld steckt zuunterst in meiner Tasche. Bitte nehmen Sie es doch raus. Aber Achtung! Ich habe gerade vorher Flaschenscherben aufgelesen. Die sind leider auch in meiner Tasche. Passen Sie auf, dass Sie sich nicht daran schneiden. B: Was? A: Ja, dann hat die Verkäuferin gelacht und gesagt: Diesen Trick höre ich zum ersten Mal. Ich schenke dir das Eis! Aber beim nächsten Mal zahlst du im Voraus! B: Also wirklich! Ist das nicht etwas unverschämt? Posten 5 Mit verteilten Rollen 1. Lest den Dialog „Gespräch über die Strasse zuerst durch. 2. Überlegt, wo das Gespräch statt findet. 3. Verteilt die Rollen. 4. Lest den Dialog mit passenden Stimmen: 5. Übt das Vorlesen des Dialogs so lange, bis ihr beide Rollen flüssig und ausdrucksvoll vorlesen könnt. 6. Sucht euch eine andere Gruppe und lest euren Dialog vor. 7. Hört einander gut zu und gebt euch Vorlesetipps. 8. Schreibt die Vorlesetipps in euer Lesetagebuch. Dialog: Gespräch über die Strasse Hans: Was machst du? Fritz: Was, ich lache? Ich lach ganz und gar nicht. Mir ists eher zum Heulen! Hans: Wie? Was? Fritz: Zum Heulen! Hans: Ach, Beulen hast du. Warum hast du nichts draufgelegt? Fritz: Aufgeregt ist gut! Aus dem Häuschen bin ich, das kannst du mir glauben. Hans: Ja, doch, ich hol Trauben. Von den blauen! Fritz: Wem erzählst du das? Bestimmt kann man niemand trauen! Hans: Klauen? Die Trauben klauen? Das kommt wohl von den Beulen, du bist ganz verstört. Fritz: Mich? Mich heulen gehört? Das ist gar nicht möglich, ich habs doch verkniffen! Hans: Beruhige dich, natürlich hab ich dich begriffen. Komm doch mit mir! Fritz: Was? Wie ein Tier? Musst du mich jetzt auch noch quälen?! Hans: Weshalb das Geld zählen? Ich weiss, was ich habe. Drei Mark! Fritz: Quark? Also Quark sagst du dazu? Ich verliere mein Geld, und du sagst Quark! Hilf lieber suchen! Hans: Ich hab dir doch schon gesagt: Ich hol Trauben. Trauben! Nicht Kuchen! Spitz gefälligst deine Ohren! Fritz: Hab ich ja schon gesagt: Natürlich habe ich Geld verloren. Und wenn du ein Freund bist, lauf zurück zur Friedrichstrasse, und ich geh zurück zum Kirchenhügel. Hans: Nun wirds mir aber zu bunt! Jetzt drohst du mir auch noch mit Prügel! Weisst du, ich find das zum Heulen! Fritz: Prima Idee! Also treffen wir uns bei den Plakatsäulen! Posten 6 Texte mit Hindernissen 1. Wählt zwei Texte aus diesem Posten aus. 2. Lest die Texte ohne zu üben dem Partner oder der Partnerin vor. 3. Schreibt einen Eintrag in euer Lesetagebuch. • Welche Texte habt Ihr gelesen? • Welcher hat euch besser gefallen? Warum? • Was war eifach/schwierig? Warum? Text mit Halbschrift Text ohne Wortgrenzen Text mit falschen Wortgrenzen Text mit verschiedenen Schriften „Gerüchte Text mit verschiedenen Schriften „Der Fuchs und die Gänse Lösung: Text mit Halbschrift Lösung: Text ohne Wortgrenzen Lösung: Text mit falschen Wortgrenzen Posten 7 Text von unten nach oben und Spiegel verkehrt 1. Lest die beiden Texte „Der Froschkönig – Rückwärts erzählt1 (von unten nach oben) und 2 (Spiegel verkehrt) zuerst für euch durch. 2. Macht aus, wer zuerst den Text 1 liest und wer den Text 2. 3. Beginnt gleichzeitig halblaut vorzulesen, und zwar so, dass ihr immer gleich weit seid. 4. Tauscht die Texte und wiederholt die Übung. 5. Beschreibt im Lesetagebuch, was leicht oder was schwierig war. Schreibt auch, was euch mehr Spass gemacht hat: von unten nach oben lesen oder Spiegel verkehrt und warum. Text: Der Froschkönig – Rückwärts erzählt 1 Text: Der Froschkönig – Rückwärts erzählt 2 Posten 8 Erfundene Sprache 1. Lest zuerst das Gedicht „Das grosse Lalula für euch gründlich durch. 2. Achtet Euch auf die Satzzeichen. - ! 3. Versucht das Gedicht möglichst ausdrucksvoll vorzulesen. 4. Beschreibt im Lesetagebuch, was schwierig oder was leicht war. Posten 8 Erfundene Sprache 1. Lest zuerst den „Fantasietext für euch gründlich durch. 2. Lest euch den Text langsam vor. 3. Wie weit kommt ihr mit Lesen bis ihr herausfällt? 4. Lest den Text nochmals. Versucht jedesmal weiter zu kommen. 5. Schreibt in euer Lesetagebuch, wie weit ihr jedesmal gekommen seid. • Was hat euch gefallen, was nicht? • Was war leicht, was schwierig? • Warum? Text: Das grosse Lalula Fantasietext