Arbeitsblatt: Absolutismus- Schloss Versailles

Material-Details

Arbeitsblatt & Arbeitsauträge zum Text " Schloss Versailles" (Absolutismus).
Geschichte
Anderes Thema
7. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

90640
1584
14
04.12.2011

Autor/in

Julia Seitzl
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Schloss Versailles Ein riesiger Prunkbau Die folgende Lebensgeschichte des Architekten Philipp aus Frankreich ist ausgedacht, könnte sich aber durchaus so abgespielt haben. Philipp sitzt am offenen Kamin im Winter 1692 und erzählt seinen Enkeln wieder die erstaunlichen Geschichten vom grössten und berühmtesten Bauwerke der Christenheit dem Schloss des Königs. Es muss im Jahre 1661 gewesen sein, dass mich Beamte des Königs ansprachen und mir den Auftrag erteilten. Zusammen mit anderen Architekten sollte das königliche Jagdschloss von Versailles, 18 Kilometer südwestlich von Paris gelegen, zum Prunkschloss ausgebaut werden. Ludwig wollte allen Fürsten und Königen von Europa zeigen, wer der Mächtigste sei. Zunächst brachten wir unsere Zweifel am Bauvorhaben an, überall um das Jagdschloss herum gab es nur Sumpfgebiet. Aber der König sagte, dass er Frankreich gross und stark gemacht habe und es jetzt Zeit sei für ein Schloss von gleicher Grösse und der Supf somit verschwinden müsse wie, das sei ihm egal. In den 27 Baujahren arbeiteten zeitweise über 36000 Arbeiter an der Schlossanlage. Fast 6000 Pferde brachten täglich die notwendigen Baustoffe herbei. Ob bei Regen, Schnee oder glühender Hitze jeden Tag mussten wir arbeiten. Nach vielen Jahren war der grösste Teil vom Gebäudekomplex errichtet. 2000 Räume waren entstanden, alle wurden nun von Künstlern mit Spiegeln, Wandteppichen, Tapeten und Kronleuchtern prächtig ausgestattet. Im Jahre 1682 wurde es dann aber eng in den so geräumigen Sälen. Der gesamte Hofstaat vom König zog von Paris nach Versailles. Über 20000 Menschen lebten hier. Erst jetzt merkten wir, dass zwar alle Räume festlich hergerichtet waren, aber nicht sehr zweckmässig geplant wurden. Es gab nur wenige Räume, die man beheizen konnte, sodass es überall lausig kalt war. Es gab auch zu wenige Toiletten und Waschmöglichkeiten. Daher konnte man öfter beobachten, wie vornehm Adlige ihr Geschäft auf der Treppe machen mussten, weil sie den weiten Weg nicht mehr schafften. Trotzdem kamen sämtliche Fürsten des Landes nach Versailles. Alle erhofften sich, dass sie an der Macht des Königs teilhaben könnten und Ämter, Titel oder Geldgeschenke von Ludwig erhielten. Dieser nutzte die Gunst der Stunde und verringerte die Machtbefugnisse der Adligen weiter zu seinen Gunsten. Aus ehemals stolzen Adeligen wurden schmeichelende Höflinge. Um sie trotzdem bei Laune zu halten, wurden jeden Tag Feste, Feuerwerke, Jagden, Theater und Opernaufführungen veranstaltet. Aber die Schönsten Erinnerungen habe ich an die liebevollen Parkanlagen. Jedes Jahr wurden dort über 150000 Pflanzen nach einem genauen Plan neu gesetzt, 1400 Springbrunnen und die angelegten Seen benötigten jeden Tag 5 Millionen Liter Wasser. Wusstet ihr eigentlich, dass im Zentrum dieses riesigen Schlosses und seiner umgrenzenden Parkanlagen ein einziges Zimmer liegt? Ihr werdet es nicht glauben – es ist das Schlafzimmer des Königs! Aufgaben: 1. Erstelle zu den wichtigsten Punkten im oben genannten Text ein Mind Map. 2. Warum liegt das Zimmer des Königs Ludwig XIV. im Zentrum des Formuliere deine Vermutungen in 34 Sätzen! Schlosses?