Arbeitsblatt: Renaissance: Durchbruch einer neuen Zeit

Material-Details

Kurze Zusammenfassung
Geschichte
Neuzeit
8. Schuljahr
3 Seiten

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330
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08.12.2011

Autor/in

Sebastian Dieterich
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Renaissance: Durchbruch einer neuen Zeit (Ausführlich siehe „Zeiten und Menschen, Band 2, S. 110-129) Wichtig: Zum Hintergrund siehe Wikipediaartikel zum 15. und 16. Jahrhundert 1. Humanismus und Renaissance Im engeren Sinne wird als Humanismus das fortschrittliche, sich vom Mittelalter und der Scholastik abwendende geistige Klima des 15. und 16. Jahrhunderts bezeichnet. Man unterscheidet dabei zwischen der Renaissance als dem umfassenden kulturellen und sozialen Wandel zwischen Mittelalter und Neuzeit und dem Humanismus als der Bildungsbewegung, die ihm zugrunde liegt. Nachdem es bereits von den Kreuzfahrern verwüstet und geschwächt worden war, fiel im Jahr 1453 Konstantinopel, die Hauptstadt des Oströmischen Reichs, an die Türken. Dadurch gelangten zahlreiche griechische Gelehrte und eine Fülle von griechischen Handschriften in den Westen. Erst mit der Einbeziehung der griechischen Sprache und Literatur gewann der humanistische Kanon seine volle Gestalt.[25] Auch die Erfindung des Buchdrucks war den Bestrebungen der Humanisten nützlich. Er verhalf ihren Werken zu weiter Verbreitung und machte die ganze gelehrte Welt mit ihren Ideen bekannt. Die antike Kultur wurde als unübertrefflich nachgeahmt. Die antike Bildung wurde als unübertreffliches Vorbild empfunden und das lebensbejahende und schöpferische Individuum rehabilitiert. Die Verherrlichung des Menschen ergab sich bei den italienischen Humanisten aus der Überzeugung, dass der Mensch als das Ebenbild Gottes das Höchste in der ganzen Schöpfung sei. Der berühmteste und einflussreichste Humanist der frühen Neuzeit war Erasmus von Rotterdam, dessen philosophia christiana die Überbetonung der rhetorischen Kultur relativierte. (Auszug aus Wikipedia) Also: • Renaissance als umfassender sozialer und kultureller Wandel zwischen Mittelalter und Neuzeit • Humanismus als Bildungsbewegung, die der Renaissance zugrunde liegt • Antike als Vorbild • Abwendung vom Mittelalter • Streben nach einem irdisch vollkommenen Menschen • Mensch soll die Herrlichkeit des Diesseits frei und glücklich genießen und seine Fähigkeiten entfalten Zusammenfassung Renaisannce: 1 Beispiele: Francesco Petrarca (auch Petrarca oder Petrarch, 20. Juli 1304 in Arezzo; † 18. Juli 1374 in Arquà Petrarca) war ein italienischer Dichter und Geschichtsschreiber. Er gilt als Mitbegründer des Humanismus und zusammen mit Dante Alighieri und Boccaccio als einer der wichtigsten Vertreter der frühen italienischen Literatur. (Wikipedia) Die Betrachtung der Erde ändert sich: In einem auf den 26. April 1336 datierten Brief schildert Petrarca wie er zusammen mit seinem Bruder den Mont Ventoux in der Provence bestieg. Ungewöhnlich war nicht nur, dass Petrarca einen Berg bestieg, nur um auf den Gipfel zu gelangen, sondern auch wie dieses Naturerlebnis beschreibt: „Petrarca sah die Welt im Unterschied zu mittelalterlichen Vorstellungen nicht mehr als eine feindliche und für den Menschen verderbliche, die nur Durchgangsstation in eine jenseitige Welt ist, sondern sie besaß nun in seinen Augen eine eigene Wertigkeit. Wie in der Landschaftsmalerei dieser Zeit klingt bei Petrarca eine neue Natur- und Landschaftserfahrung an, bei der sich ästhetische und kontemplative Sichtweisen miteinander verbinden. Einige Gelehrte sehen deswegen in der Besteigung des Mont Ventoux einen kulturhistorischen Schlüsselmoment an der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit. (Wikipedia): Erasmus von Rotterdam Erasmus (Desiderius) von Rotterdam (* 27. Oktober 1465 [oder 1469] in Rotterdam; † 12. Juli 1536 in Basel) war ein bedeutender niederländischer Gelehrter des europäischen Humanismus. Er war Theologe, Philosoph, Philologe und Autor zahlreicher Bücher Ad fontes Ad fontes (lat.) bedeutet „Zu den Quellen und war ein Motto der Humanisten in der Frühen Neuzeit, die damit eine Rückbesinnung auf die Originaltexte, vor allem der griechischen Philosophen, forderten. Bedeutsam wurde dieser Leitsatz v.a. 1511 durch Erasmus von Rotterdam in seiner programmatischen Schrift De ratione studii ac legendi interpretandique auctores[1] in der es heißt: „Sed in primis ad fontes ipsos properandum, id est graecos et antiquos. – „Vor allem muss man zu den Quellen selbst eilen, d. h. zu den Griechen und den Alten überhaupt. (Wikipedia) Johannes Gutenberg Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg (* um 1400 in Mainz; † 3. Februar 1468 ebenda), gilt als Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Metalllettern (Mobilletterndruck) in Europa und der Druckerpresse. Die Verwendung von beweglichen Lettern revolutionierte die herkömmlichen Methoden der Buchproduktion und löste in Europa eine Medienrevolution aus. Gutenbergs Buchdruck breitete sich schnell in Europa und später in der ganzen Welt aus und wird als ein Schlüsselelement der Renaissance betrachtet. Medienrevolution Die Entwicklungen Gutenbergs leiteten eine dritte Medienrevolution (nach Ausbildung der Sprache und Erfindung komplexer Schriftsysteme) ein. Durch das Verfahren mit beweglichen Lettern konnte schneller, billiger und in größeren Mengen gedruckt werden als zuvor. Druckerzeugnisse gehörten bald zum Alltag und lösten die Handschriften ab. Der 2 Humanismus und die Reformation wurden durch den Buchdruck nicht unwesentlich beeinflusst, er ermöglichte deren weitläufigere Verbreitung. Das System trug zur Alphabetisierung bei, indem es Texte und somit auch Bildung wesentlich mehr Menschen als zuvor zugänglich machte. Für verschiedene Medienwissenschaftler leitet deswegen die Erfindung aus der Gutenberg-Druckerei einen neuen Zeitabschnitt der Medienentwicklung ein. 2. Entdeckungen und Eroberungen Im ausgehenden Mittelalter entdeckte Europa sein Interesse für fremde Länder. Es waren vor allem wirtschaftliche und religiöse Gründe, die dabei eine vorrangige Rolle gespielt haben. Marco Polo, ein venezianischer Kaufmann, hat mit seiner Chinareise im 13. Jahrhundert das Zeitalter der Entdeckungen eingeleitet. Zwar ist die Authentizität seiner Reiseberichte umstritten, trotzdem waren die Erzählungen über China Inspiration für spätere Zeiten. Vor allem die Suche nach Gold, der Mangel an Gewürzen und eine zunehmende Behinderung des Handels mit dem Orient veranlassten dann im 15. Jahrhundert die Portugiesen, einen Seeweg nach Indien zu suchen. Der berühmteste Entdecker wurde aber Christoph Kolumbus aus Genua. Er vertrat die Meinung, man könne Indien einfacher als auf dem Weg um Afrika erreichen, wenn man den Atlantik direkt nach Westen überquere. Hintergrund: Auf der Suche nach den Schätzen des Ostens • • • • • Waren aus dem fernen Orient waren in Europa sehr beliebt. Vor allem Gewürze (insb. Pfeffer), Seidenstoffe und Edelsteine. Vor dem 13./14. Jahrhundert gelangten europäische Händler an diese Waren nur über Mittelmänner, weshalb diese Waren sehr teuer waren. Im 14. Jahrhundert schalteten sich zudem noch die Türken in den Zwischehandel ein und verlangten hohe Preise. Nachdem 1453 die Türken Konstantinopel erobert hatten, kamen die Schätze des Fernen Ostens immer seltener auf die europäischen Märkte. Der Wunsch der Europäer den Handel selbst in die Hand zu nehmen wurde daher immer größer. Als einer der ersten Europäer bereiste Marco Polo zwischen 1271 und 1295 China, Südostasien, Indien. Die zahlreichen Entdeckungen und Eroberungen im 15. und 16. Jahrhundert waren also vor allem durch den Wunsch der Europäer motiviert, einen eigenständigen Zugang zu den „Schätzen des Ostens zu erlangen. (Denke z.B. an Columbus: sein Ziel war es ja nicht, einen neuen Erdteil zu entdecken, sondern eine neue Handelsroute nach Indien zu erschließen.) Wichtige Fakten: 3