Arbeitsblatt: Sachanalyse und Grobplanung Absolutismus

Material-Details

Sachanalyse und Grobplanung für den Absolutismus inklusive einer Jahresplanung, einer Planung für 4Wochen und einer Prüfung mit Musterlösung
Geschichte
Neuzeit
7. Schuljahr
26 Seiten

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22.12.2011

Autor/in

Sebastian Blümel
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

LN GSLE GSPL S1.H11 Planungsdossier der Geschichte für das fachdidaktische Profilpraktikum In diesem Dossier sind die einzelnen Planungen für das FdPP zu finden. Sebastian Blümel 09.12.2011 Eingereicht an: Prof. Dr. Markus Furrer Sabine Ziegler 0 LN GSEL GSPL S1. H11 Sebastian Blümel Inhaltsverzeichnis Mind map 2 Sachanalyse . 3 Einleitung . 3 Der Begriff Absolutismus 3 Louis XIV. 3 Die ersten Jahre im Leben von Louis XIV 3 Louis XIV‘s Absolutismus. 4 Louis XIVs Tod 4 Bilanz aus der Herrschaft von Louis XIV 4 Die Ständegesellschaft unter Louis XIV . 5 Merkantilismus 5 Versailles 6 Strukturskizze Absolutismus, Ständegesellschaft und Merkantilismus . 7 Didaktische Werteanalyse nach Heymann 8 Lebensvorbereitung . 8 Stiftung kultureller Kohärenz. 8 Weltorientierung . 8 Anleitung zum kritischen Vernunftgebrauchs . 9 Entfaltung von Verantwortungsbereitschaft . 9 Einübung in Verständigung und Kooperation . 9 Stärkung des Schüler-Ichs? 9 Jahresplanung 10 Lernziele für die Unterrichtseinheit. 12 Grobplanung FdPP . 13 Geschichtsprüfung. 15 Musterlösung Prüfung . 19 Feedback zur Prüfung 22 Bewertungsraster 24 Reflexion 25 Quellen 25 1 LN GSEL GSPL S1. H11 Sebastian Blümel Mind map Begriff •Herrschaftsform •Epoche •Kontroverse Frankreich Dreissigjähriger Krieg •Louis XIV •Kriege •Finanznot •Versailles •Merkantilismus •Vorgeschichte Absolutismus Aufklärung England •Schnellere Entwicklung •Konzeptionelle Monarchie •Folge •Ursprung Kunst •Barock •Versailles •Vorbild Europas Europa •Krieg •Bündnisse 2 LN GSEL GSPL S1. H11 Sebastian Blümel Sachanalyse Einleitung Der Absolutismus ist ein weitreichender Begriff, der stark umstritten ist in der heutigen Gesellschaft. Im Vordergrund des Lehrplanes für den Kanton Schwyz steht der Absolutismus in Frankreich rund um König Ludwig XIV. Dazu kommt die Heranführung an Vor- und Nachteile einer absolutistischen Staatsform und die Behandlung des Merkantilismus. Dies steht im Lehrplan für das siebte Schuljahr. An meiner Praktikumsschule wird das Lehrmittel des Kantons Zürich verwendet und daher kann der Lehrplan von Schwyz nicht direkt übernommen werden. In dieser Sachanalyse werde ich mich daher auf die Themen konzentrieren, welche im fachdidaktischen Profilpraktikum von Bedeutung sein werden. Themen, die im Unterricht nur kurz behandelt oder erwähnt werden, werde ich daher kurz halten und eher versuchen eine Verbindung für den Alltag der Schülerinnen und Schüler, sowie zu der heutigen Gesellschaft herzustellen. Der Begriff Absolutismus Absolutismus bezeichnet eine Regierungsform, in welcher die absolute Souveränität beim Herrscher liegt. Gleichzeitig steht der Absolutismus auch für eine Epoche in Kontinentaleuropa zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert. Dabei ist Absolutismus kein Begriff der schon zu der damaligen Zeit verwendet wurde, sondern erst zu Beginn des 19. Jahrhundert eingeführt wurde als man dachte, dieses Herrschaftssystem sein überwunden worden. Stark mit dem Begriff des Absolutismus verbunden wird Ludwig XIV (Louis XIV). Louis XIV Die ersten Jahre im Leben von Louis XIV Am 5. September 1638 wurde Louis als Sohn von Anna von Österreich und König Louis XIII in Anwesenheit von ca. 40 Personen geboren. Da eine Geburt der königlichen Familie zu dieser Zeit eine öffentliche Angelegenheit war, musste sie von so vielen Personen bezeugt werden.1 Durch den frühen Tod seines Vaters wurde Ludwig XIV 1643 gerade mal 5-jährig zum König von Frankreich. Wegen seiner Minderjährigkeit wurde die Regentschaft von seiner Mutter ausgeübt, welche den Kardinal Giulio Mazarin, als Nachfolger Richelieus, zum Prinzipalminister und Erzieher ihres Sohnes berief.2 Mazarin war es auch, der Ludwig zu einer Heirat mit der spanischen Infantin Maria Theresia von Österreich riet. Die Heirat war aus politischen Gründen wichtig für Frankreich und zog sogleich Friedensverhandlungen von Frankreich und Spanien nach sich, die seit 1635 im Krieg standen.3 Von der Liebe getrieben wollte Ludwig eigentlich Maria Mancini, eine Nichte des Kardinals, heiraten. Da dies eine Heirat in einen niedrigeren Stand bedeutet hätte und die Friedensverhandlungen mit Spanien beeinflusst hätte, beugte sich Ludwig dem Willen seiner Mutter und dem Kardinal Mazarin. Am 9. Juni 1660 kam es zur Hochzeit mit seiner Cousine Maria Theresia.4 Nach der Niederwerfung der Fronde 1653, einem mehrjährigen Aufstand der Pariser Volksmassen5, wurde Ludwig, 16-jährig, traditionell in der Königskathedrale von Reims gekrönt und gesalbt. Damit endete offiziell die Herrschaft seiner Mutter und Louis war König. Durch sein alter blieb Mazarin allerdings an der Spitze und verwaltete den Staat für seinen Schützling. Mazarin machte es sich zur 1 Vgl. Schultz, Der Herrscher von Versailles, S. 19 Vgl. Schultz, Der Herrscher von Versailles, S. 26/ 27 3 Vgl. Schultz, Der Herrscher von Versailles, S. 49 4 Vgl. Schultz, Der Herrscher von Versailles, S. 58 und 66 5 Vgl. Frank, Der Sonnenkönig, Geo Epoche, S. 162 2 3 LN GSEL GSPL S1. H11 Sebastian Blümel Pflicht Ludwig zum König zu erziehen und mit Mazarins Tod 1661 fühlte sich Ludwig der Aufgabe gewachsen.6 Dies war der Zeitpunkt Ludwigs, sich von der Regierung Mazarins und seiner Jugendjahre zu lösen und nun als Erwachsener seine eigenen Prinzipien zu verfolgen. Louis XIV‘s Absolutismus Bereits einen Tag nach Mazarins Dahinscheiden rief Ludwig die wichtigsten Mitglieder der Regierung zusammen und proklamierte mit folgenden Worten an den Kanzler Séguier seine Selbstregierung: „Mein Herr, ich habe Sie hier mit meinen Ministern und Sekretären zusammenkommen lassen, um Ihnen zu sagen, dass ich bis jetzt gern den verstorbenen Kardinal meine Regierungsgeschäfte ausüben liess; es ist jedoch Zeit, dass ich selbst regiere. Sie werden mir dabei helfen mit ihren Ratschlägen, wenn ich Sie darum ersuche. [] ich [bitte] Sie und befehle Ihnen, Herr Kanzler, keinerlei Befehl zu unterzeichnen, der nicht auf meine Anordnungen zurückgeht [].7Er wurde sogar noch deutlicher: „Bei der Regierung meines Staates, bei der Regulierung der Staatsfinanzen und bei den Verhandlungen mit den ausländischen Mächten habe ich andere Prinzipien als die des verstorbenen Kardinals.8 Er begann die Regierung umzubilden und entließ einen Großteil des Staatsrates, selbst seine Mutter schloss er aus.9 Jean Baptiste Colbert ernannte er zu seinem welchem Ludwig aber vorstand.10 Etwas Unerhörtes zu dieser Zeit, denn ein König hatte sich damals nicht um etwas so unschickliches wie Geld zu kümmern. Mit jenen und weiteren Maßnahmen versuchte Ludwig, gerade einmal 23-jährig, die Herrschaft in der eigenen Hand zu konzentrieren und alle Zwischengewalten des Adels und der Kirche zu entmachten. Louis XIVs Tod Nach 72 Jahren an der Macht, bis heute das am längsten amtierende Staatsoberhaupt in Europa, und insgesamt 54 Jahren in denen er das Land in persönlicher Herrschaft regierte11 starb Ludwig im Alter von 76. Zusammen mit Maria Theresia zeugte er 6 Kinder, welche abgesehen vom Dauphin de France, früh starben. Bekannt ist ausserdem, dass er Vater von mindestens 11 unehelichen Kindern war.12 Als Ludwig 1715 durch Wundbrand an seinem linken Bein starb13, soll er auf dem Sterbebett gesagt haben: „Ich werde vergehen aber der Staat bleibt bestehen; denn das Staatsschiff Frankreich mächtig in Fahrt gekommen fährt weiter, auch wenn sein Steuermann fällt.14 Bilanz aus der Herrschaft von Louis XIV Als Louis XIV 1715 starb, hatte er das französische Territorium wie keiner seiner Vorgänger vergrößert. Frankreich war derzeitig der mächtigste Staat und kulturelles Zentrum Europas.15 In ganz Europa wurden Anwesen und Schlösser nach dem Versailler Vorbild gebaut, Feste nach französischem Vorbild gestaltet oder sogar Französisch als Hofsprache eingeführt. Trotz dieser kulturellen Prägung ganz Europas, hinterliess er aber bei seinem Tod ein verarmtes Land; in einer starken wirtschaftlichen Rezension. Durch ständige Kriege und einem ständig wachsenden, stehendem Heer wurde die Steuerlast für den Dritten Stand immer grösser. Somit verschlechterte sich die Machtstellung Frankreichs wieder rapide. Nicht zu Letzt ebneten die innenpolitischen 6 Vgl. Schultz, Der Herrscher von Versailles, S. 75 Schultz, Der Herrscher von Versailles, S. 76 8 Schultz, Der Herrscher von Versailles, S. 76/ 77 9 Vgl. Schultz, Der Herrscher von Versailles, S. 79 10 Vgl. Schultz, Der Herrscher von Versailles, S. 99 11 Vgl. Frank, Der Sonnenkönig, Geo Epoche, S. 160 12 Vgl. 13 Vgl. 14 Schultz, Der Herrscher von Versailles, S. 395 15 Vgl. 7 4 LN GSEL GSPL S1. H11 Sebastian Blümel religiösen Verfolgungen, die Missernten und damit verbundene Hungersnöte gekoppelt mit der miserablen Wirtschaftslage den Weg zur französischen Revolution.16 Die Ständegesellschaft unter Louis XIV Als Ludwig sich dafür entschied alleine an der Macht zu stehen konnte man schon erkennen, dass er sich selbst von den anderen Menschen abhob. In seinen Augen waren alle anderen Untertanen. Einige Privilegien sprach er dem Adel zu. Sie mussten keine Steuern bezahlen, hatten Zugang zu hohen Posten in der Armee und der Kirche und sie wurden vor Gericht gegenüber nichtadligen bevorzugt behandelt.17 In dieser Ständegesellschaft gab es kaum Möglichkeiten um aufzusteigen, da man in einen Stand hineingeboren wurde. Zu der Zeit von Louis XIV wurde das Volk in drei Stände unterteilt: 1. Stand Klerus: ungefähr 0.5% der Bevölkerung (Bischofe, Abte, Niederer Klerus) 2. Stand Adel: ungefähr 1.5% der Bevölkerung (Hof-, Geburts-, Land- und Amtsadel) 3. Stand Bauern und Bürger: ungefähr 98% der Bevölkerung (Ein buntes Gemisch von Arbeitern, Händlern und Bauern) Betrachtet man die Verteilung des Grundbesitzes, so wird deutlich, wie ungleich die Stände begünstigt waren: etwa 40% des Bodens gehörten Adel und Klerus, die jedoch nur 2% der Bevölkerung ausmachten. Dazu kamen für den Adel weitere Privilegien wie das Recht zur Ausübung der niederen Gerichtsbarkeit (Patrimonialgerichtsbarkeit), Jagd- und Fischereirechte sowie verschiedene Dienst- und Ehrenrechte, die sein soziales Prestige bestärkten.18 Diese Einteilung in Stände und die Verteilung der Bevölkerung in die Stände war einer der Gründe, weshalb es den Aufklärern später möglich war im Volke Fuss zu fassen und die Bauern mit den Bürgern zu vereinen. Merkantilismus Mit dem Merkantilismus wollte Louis XIV die Wirtschaft in seinem Land kontrollieren und vor allem die Staatskassen wieder füllen. Merkantilismus kommt aus dem französischen mercantile, was kaufmännisch heisst, und beschreibt eine Wirtschaftstheorie. Im absolutistischen Frankreich unter Louis XIV bedeutete dies, dass der Handel mit dem Ausland stark eingeschränkt war. Um die inländische Produktion zu steigern wurden keine eigenen Rohstoffe mehr exportiert und dafür auch keine fertigen Produkte mehr importiert. Produkte, welche in Frankreich produziert wurden, durften genauso exportiert werden, wie Rohstoffe importiert wurden. Die Verkehrswege im Landesinneren wurden ausgebaut und die Flotte musste aufgestockt werden, da Produkte nur noch mit der eigenen Flotte transportiert werden durften. Um den Handel mit Rohstoffen zu vereinfachen wurden Kolonien gegründet, aus welchen dann billige Rohstoffe importiert wurden. Durch Einfuhr- und Ausfuhrzölle sollte Geld eingenommen werden, welches dann die Staatskassen füllen sollte. Doch Frankreich hatte zu viele Schulden, so dass die Einnahmen nicht reichten um das Defizit auszugleichen.19 Der Merkantilismus brachte allerdings auch wichtige Änderungen mit sich, die noch heute genutzt werden. Um Zölle zu vereinfachen wurden die Masse und das Gewicht vereinheitlicht. 16 Vgl. Vgl 18 Vgl 19 Vgl und zugehörige Quellen 17 5 LN GSEL GSPL S1. H11 Sebastian Blümel Versailles Als er die Regierung übernahm, war die alleinige Herrschaft des Königs über das ganze Land bereits unbestritten. Louis XIV wollte aber, dass seine Macht auch nach aussen sichtbar werde. Dazu diente ihm der Bau des Schlosses und des Parks von Versailles. Das prachtvolle Schloss in etwa 25 km Entfernung von der Hauptstadt und dem ursprünglichen Residenzort Paris wurde ab 1682 zum kulturellen und administrativen Zentrum des Königreichs.20 An dieser Stelle befand sich bereits vorher ein bescheidenes Schloss, welches Louis zuerst umbauen und zwischen 1668 und 1710 zu einer gewaltigen Park- und Schlossanlage erweitern liess.21 Das ganze Ensemble aus Architektur, Gartenbaukunst, Plastik und Innendekor war in seiner Ausgestaltung als Sinnbild der Sonne konzipiert, die Ludwig XIV., der Sonnenkönig, zu seinem Emblem erhoben hatte. Hinter dieser Bildsprache und ihrer pompösen, glanzvollen Umsetzung steckt eine deutliche politische Intention: die Demonstration der souveränen Macht nach innen wie nach außen. Wie erfolgreich diese Instrumentalisierung Versailles und das französische Hegemoniestreben waren, zeigt die Vorbildrolle die Versailles für diverse Königsschlösser und Fürstenhöfe in Europa übernahm.22 Literatur und Quellen: Schultz U. Der Herrscher von Versailles, München 2006 Büttner S. Die Französische Revolution – eine Online-Einführung, auf historicum.net; besucht (5.12.11) Meyer Schneebeli Durch die Geschichte zur Gegenwart, Zürich 2003 Egner A. Europa im Aufbruch vom Spätmittelalter bis zur Französischen Revolution, Hannover 2003 Lundt B. Europas Aufbruch in die Neuzeit, Darmstadt 2009 20 Vgl S. 4 Vgl Meyer/Schneebeli, Durch Geschichte zur Gegenwart; S. 114 22 Vgl 21 6 LN GSEL GSPL S1. H11 Sebastian Blümel Strukturskizze Absolutismus, Ständegesellschaft und Merkantilismus Louis XIV Seine Herrschaft Geboren 1638 König mit 5 Jahren Erzogen von Kardinal Mazarin Alleiniger Herrscher mit 23 Jahren König an der Spitze Absolute Macht beim König Längste Herrschaft in Europa Sein Tod 1715 Tod durch Wundbrand Nachfolger Louis XV Drei-Stände-Gesellschaft 1.Stand: Klerus 2.Stand: Adel 3.Stand: Bürger und Bauern Versailles Merkantilismus Geld in Staatskassen bringen Ein- und Ausfuhrzölle Produktion steigern Kolonien gründen Erfolglos Ursache 1661 Sein Leben Dreissigjähriger Krieg Epoche Absolutismus Sinnbild der Macht Vorbild für Baukunst Barock Mittel zur Kontrolle Verschuldung B O U I M S Aufkeimendes Verlangen nach Aufklärung nach dem Tod von Louis XIV 1789 Französische Revolution 7 Folgen LN GSEL GSPL S1. H11 Sebastian Blümel Didaktische Werteanalyse nach Heymann Lebensvorbereitung Die Epoche des Absolutismus hat Europa geprägt. Sie war ein Auslöseelement für die Aufklärung und somit ein wichtiger Schritt in die Richtung des demokratischen Europas, in dem wir heute leben. Louis XIV gilt zudem als eine der wichtigsten historischen Figuren für die Geschichte Europas und gehört schon ein wenig zur Allgemeinbildung. Die Staatsform und vor allem die Staatenbildung nach dem Dreissigjährigen Krieg haben das geografische Bild Europas geprägt und Grenzen gesetzt, die noch heute bestehen. Für die Schweiz war der Absolutismus ebenfalls ein wichtiger Moment, da er den Weg für unsere Demokratie ebnete, indem er die Aufklärung herausforderte. Als Herrschaftsform ist der Absolutismus umstritten und gilt als ein kontroverses Thema. Nichtsdestotrotz gibt es noch heute einige Staaten, in denen eine absolute Herrschaft vorliegt. Daher ist es wichtig, zu verstehen wie der Absolutismus funktioniert und was ihn definiert. Neben den historischen und politischen Ereignissen und Fakten hat uns der Absolutismus eine Fülle an Bauwerken und Denkmälern hinterlassen, die zum kulturellen Erbe der europäischen Geschichte gehören. Mit Versailles als Vorbild hat sich die Repräsentation der Staatsoberhäupter drastisch geändert. Die Selbstinszenierung kam auf und ist noch heute gerne angewandt bei Politikern und Machtinhabern. Um das geografische und politische Bild vom heutigen Europa zu verstehen, ist der Absolutismus daher eine wichtige Epoche. Stiftung kultureller Kohärenz Moderne Diktaturen, wie das Beispiel von Libyen, zeigen starke Ähnlichkeiten zum Absolutismus unter Louis XIV. Zudem zeigen sie auf, wie das Volk sich wehrt, wenn es unzufrieden ist. Dieser Querverweis hilft den Schülerinnen und Schülern sich ein Bild davon zu machen, wie das Leben zur damaligen Zeit ausgesehen haben muss und dass der Absolutismus, nur weil er etwa 350 Jahre alt ist, noch lange nicht von der Erdoberfläche verschwunden ist. Der Aufbau von Staat und Gesellschaft scheinen für viele Schülerinnen und Schüler selbstverständlich, da sie in einem Land aufgewachsen sind, wo wir nach geregelten Formen und Traditionen leben. Dass es aber auf dieser Welt immer noch Völker gibt, die ohne eine solche Staatsform leben, ist für die meisten Schülerinnen und Schüler fremd. Mit dem Absolutismus und dem Aufbau der modernen Staaten lässt sich diese Thematik sehr gut integrieren und eröffnet der Klasse völlig neue Perspektiven. Weltorientierung Der Absolutismus wird in den Geschichtsbüchern oftmals nur auf Frankreich reduziert. Dies ist sehr schade, da es sich dabei nicht nur um eine regionale Epoche handelt. England mit seinem sehr frühen Ende des Absolutismus ist ein schönes Beispiel dafür, wie sich das Volk gegen einen absoluten Herrscher durchsetzt und mit Nachdruck eine Demokratie (oder in diesem Falle eine konstitutionelle Monarchie) erzwingt. Der Absolutismus in Frankreich hat ausserdem Auswirkungen auf die Weltgeschichte gehabt, an welche die meisten Menschen gar nicht denken. Durch die Situation in Frankreich und besonders die schwierige Lage gegen Ende von Louis XIVs Herrschaft, hat sich England die Möglichkeit geboten das Ruder im Kampf um die koloniale Vorherrschaft an sich zu reissen. Wäre die Geschichte zu dieser Zeit anders verlaufen, so bestünde die Möglichkeit, dass in den USA Französisch die Landessprache wäre. Ausserdem kann zu einer Zeit, in welcher die Kolonien eine wichtige Rolle spielen, Europa nie betrachtet werden ohne dabei auch einen Blick auf den amerikanischen Kontinent zu werfen. 8 LN GSEL GSPL S1. H11 Sebastian Blümel Anleitung zum kritischen Vernunftgebrauchs Absolutismus ist ein Begriff, der stark hinterfragt wird. Zu der damaligen Zeit gab es diesen Begriff gar noch nicht und er wurde erst rückblickend zum ersten Mal gebraucht. Die Schülerinnen und Schüler sollen daher lernen, mit Fachbegriffen kritisch umzugehen, da diese nicht immer genau das bedeuten, was man gerade ausdrücken möchte. Beim der absolutistischen Herrschaftsform könnte man meinen, dass sie mit dem Ende des Absolutismus in Frankreich ebenfalls verschwunden sei. Doch immer wieder kann man sehen, dass Staatsoberhäupter und Diktatoren versuchen, die Macht in sich selber zu konzentrieren und dabei die Rechte des Volkes zu kürzen. Daher ist es ein weiteres Ziel, dass die Schülerinnen und Schüler lernen historische Fakten, Theorien, Ideen und Ideologien nicht einfach als Vergangenes abzutun, sondern zu hinterfragen, ob sie nicht genau so etwas in der heutigen Zeit noch antreffen. Mit der Bearbeitung der Bildquelle wird ein wichtiger Punkt aufgegriffen, den viele Jugendliche in diesem Sinne gar nicht kannten. Nicht nur heute wird bei Bildern gemogelt, sondern auch schon vor 400 Jahren wurden Bilder nicht einfach nur gemalt, damit man sie anschauen kann, sondern um eine Botschaft oder einen bestimmten Eindruck zu vermitteln. Die Jugendlichen sollen daraus Schlüsse auf heutige Medien ziehen und Bilder in Geschichtsbüchern, Magazinen oder Zeitungen kritischer Hinterfragen. Entfaltung von Verantwortungsbereitschaft In der Unterrichtseinheit selber wird nicht besonders auf die Verantwortungsbereitschaft eingegangen. Die Bereitschaft zur Verantwortung ist ein Aspekt der Erziehung, welcher sich über einen längeren Zeitraum erstreckt. Als Lehrperson und besonders als Praktikant ist es oftmals schwierig in eine bestehende Klasse zu kommen und Verantwortungsbereitschaft zu vermitteln. Da es sich bei meiner Klasse um eine Real handelt, wird der Aspekt der Verantwortung nur in der Prüfungsvorbereitung und der Prüfung selber einbezogen. Die Schülerinnen und Schüler werden klare Lernziele erhalten und alle Lösungen für die Prüfung werden im Unterricht mit den Schülerinnen und Schülern durchgenommen und besprochen. Anschliessend liegt es bei den Jugendlichen selber, was sie daraus machen. Durch ein Feedback der Jugendlichen selber und eine Rückmeldung meinerseits am Ende des Praktikums sollen das Bewusstsein und die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen gestärkt werden. Einübung in Verständigung und Kooperation Durch die eingeschränkten Entfaltungsmöglichkeiten während dem Praktikum ist es nicht gerade einfach Verständigung und Kooperation zu fördern. Zusätzlich handelt es sich dabei wieder um zwei Aspekte, die mehr als nur 4 Wochen Übung benötigen. Durch Gruppenarbeiten und unterschiedliche Sozialformen kann ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung getan werden. In geleiteten Diskussionen über das Thema soll zudem die Verständigung geübt werden. Dies wird allerdings auch ganz davon abhängen, was die Praxislehrperson bisher mit den Schülerinnen und Schülern diesbezüglich getan hat. In der Reflexion nach Ende des Praktikums wird dies ein wichtiger Punkt sein, den ich wieder aufgreifen und genauer analysieren möchte. Stärkung des Schüler-Ichs? Geschichte ist für viele Schülerinnen und Schüler kein Lieblingsthema, da sie sich in der Sache unsicher fühlen und durch das nicht vorhandene Vorwissen nicht auffallen möchten. Ziel der Unterrichtseinheit ist es den Jugendlichen das Gefühl zu vermitteln, dass alle Beiträge und Fragen erwünscht sind und sie sich auf keinen Fall für etwas zu schämen brauchen. Die Prüfung am Ende der Einheit ist so gestaltet, dass es allen ermöglicht wird positiv abzuschneiden und den Schülerinnen und Schülern somit eine positive Grundhaltung zur Geschichte zu vermitteln. 9 LN GSEL GSPL S1. H11 Sebastian Blümel Jahresplanung Bei meiner Klasse handelt es sich um eine zweite Real in Wollerau, also theoretisch eine Klasse im 8. Schuljahr. Durch das Lehrmittel, welches sie vom Kanton Zürich übernehmen, ist der ganze Ablauf ein bisschen anders gestaltet. Für diese Arbeit halte ich mich daher an den Lehrplan vom Kanton Schwyz und ignoriere die Tatsache, dass meine Klasse eine Stufe höher ist. Legende: Kalenderwoche 33 Kalenderwoche 34 Kalenderwoche 35 Kalenderwoche 36 Kalenderwoche 37 Kalenderwoche 38 Kalenderwoche 39 Kalenderwoche 40 Kalenderwoche 41 Kalenderwoche 42 Kalenderwoche 43 Kalenderwoche 44 Kalenderwoche 45 Kalenderwoche 46 Kalenderwoche 47 Kalenderwoche 48 Kalenderwoche 49 Kalenderwoche 50 Kalenderwoche 51 Kalenderwoche 52 Kalenderwoche 1 Kalenderwoche 2 Kalenderwoche 3 Kalenderwoche 4 Kalenderwoche 5 Schulferien Prüfung Reserve Besonderes Erster Schultag, Einführung in den Geschichtsunterrichtes des 7. Schuljahres Der Bauernkrieg Ursachen für den Bauernkrieg und die Forderungen der Bauern Bearbeitung der Frage ob die Bauern ein Recht auf Widerstand haben. Das Strafgericht der Obrigkeit und erste Auswirkungen. Auswirkungen für die Schweiz und Fazit Reserve, Repetition und Prüfungsstil kennenlernen Prüfung über den Bauernkrieg Besprechung Prüfung und Abschluss Herbstferien Herbstferien Entdecker und Eroberer Ursachen und Voraussetzungen in Europa Grosse Entdecker Europas und ihre Reisen Die Entwicklung des Weltbildes Das Leben in den Kolonien und die Genozid-Thematik Der Übergang von Entdeckern zu Eroberern Exkurs zu den Entdeckern Chinas, oder Film/Exkursion zu den Entdeckern Prüfung Entdecker und Eroberer Reformation Die Entwicklung der Kirche in den letzten Jahrhundert Religion und Politik Luther, Zwingli und die Reformation in der Schweiz Prüfung Reformation Bundesratswahlen als aktuell interessante Situation Puffer für Ausfälle und allfällige Verzögerungen Weihnachtsferien Weihnachtsferien Absolutismus Entstehung und Geschichte von Staaten Das Leben der Menschen zur Zeit des Absolutismus Louis XIV und die absolute Macht Merkantilismus und die Entwicklung in England Prüfung Absolutismus 10 LN GSEL GSPL S1. H11 Sebastian Blümel Kalenderwoche 6 Kalenderwoche 7 Kalenderwoche 8 Kalenderwoche 9 Kalenderwoche 10 Kalenderwoche 11 Kalenderwoche 12 Kalenderwoche 13 Kalenderwoche 14 Kalenderwoche 15 Kalenderwoche 16 Kalenderwoche 17 Kalenderwoche 18 Kalenderwoche 19 Kalenderwoche 20 Kalenderwoche 21 Kalenderwoche 22 Kalenderwoche 23 Kalenderwoche 24 Kalenderwoche 25 Kalenderwoche 26 Kalenderwoche 27 Ab Kalenderwoche 28 Rückgabe Prüfung und Abschluss Aufklärung und Französische Revolution Endsituation im Absolutismus und Gründe für die Aufklärung Französische Revolution Übergang vom Absolutismus zur Aufklärung Ausblick auf Europa (Kant in Deutschland) Sportferien Sportferien Die Verfassungen in Europa und Einführung der Menschenrechte Repetition Französische Revolution und Aufklärung Prüfung Aufklärung und Franz. Revolution (Doppelstunde) Entwicklung der Menschenrechte und besonderes dazu Entwicklung der Baukunst Einstieg in die Baukunst der Epoche in Europa Europäische Baustile im Vergleich über die letzten Jahrzehnte Gemeinde – die Zelle des Staates Die unterschiedlichen Staatsformen Europas Die Schweiz als Sonderfall Frühlingsferien Frühlingsferien Die Politik der Gemeinden in der Schweiz mit Beispiel Wollerau Vorbereitung Fragen für Politiker Puffer und wenn möglich Begegnung mit einem Politiker Prüfung Gemeinden Besprechung Prüfung Ausblick auf die Entwicklung in Übersee Die Entwicklung Amerikas seit der Entdeckung Geschichte der USA und Unterschiede zur Entwicklung in Europa Verteilung Vortragsthemen Umsetzung der Menschenrechte in den USA Die Demokratie in den USA Vorträge zu den USA Vorträge zu den USA Ausblick 8. Schuljahr und Abschluss Sommerferien Anmerkung: Aufgrund der Lehrplanänderungen von 2006 für den Kanton Schwyz sieht eine Jahresplanung für eine Klasse in Wollerau ziemlich komisch aus. Zusätzlich kommt die bereits genannte Problematik der Nutzung des Zürcher Lehrmittels dazu. Ich habe in meiner Jahresplanung daher versucht den Lehrplan für den Kanton Schwyz (7. Schuljahr, wegen Absolutismus) mit dem zeitlichen Rahmen zu kombinieren. Deshalb findet sich auch der Ausblick auf die USA in der Planung, welche eigentlich erst fürs 8. Schuljahr geplant wäre. 11 LN GSEL GSPL S1. H11 Sebastian Blümel Lernziele für die Unterrichtseinheit Lernziele für maximal 7 Lektionen zum Thema „Absolutismus Wissensziele: Die SuS kennen mindestens 4 Merkmale für einen Staat nach dem Westfälischen Frieden Die SuS kennen den Begriff „Absolutismus als Regierungsform und als Epoche in Europa Die SuS kennen Louis XIV und können in einer Mind-Map einen kurzen Überblick über sein Leben darstellen. Die SuS kennen das Prinzip der Ständegesellschaft und wissen um die Lebenszustände für die einzelnen Gruppen. Die SuS können Absolutismus als Herrschaftsform definieren und kritisch hinterfragen. Die SuS können die vier Säulen der Macht im Absolutismus nennen. Die SuS können die Entwicklung in England und die Entwicklung in Frankreich vergleichen und daraus Schlüsse für die geschichtliche Weiterentwicklung Europas. Die SuS wissen um die Bedeutung von Versailles und die Verbindung zum Absolutismus. Die SuS kennen 5 Gründe, weshalb der Absolutismus zur Aufklärung geführt hat. Die SuS können den Begriff „Merkantilismus definieren und in Zusammenhang mit dem Absolutismus bringen. Methodenziele: Die SuS können eine Bildquelle beschreiben, analysieren und interpretieren nach dem AQUAModel. Die SuS können Bildquellen kritisch betrachten und wissen um die Manipulationsmöglichkeiten Bescheid. Die SuS können Zeitabfolgen mit einem Zeitstrahl darstellen und sich dabei auf signifikante Daten zu beschränken. Die SuS können mit ihrem Vorwissen und durch das Gelernte hypothetische Fragen beantworten und dabei die eigene Meinung, auf Fakten gestützt, vertreten. Erkenntnisziele: Die SuS zeigen Ursachen und Folgen des Absolutismus und der Regierung von Louis XIV auf und können Einflüsse auf die heutige Form der Staaten in Europa beschreiben. 12 LN GSEL GSPL S1. H11 Sebastian Blümel Grobplanung FdPP Zeitrahmen Einführung, Problemstellung 6 Einzellektionen, eine Lektion für die Prüfung und eine Lektion für Rückgabe und Prüfungsbesprechung, sowie Abschluss des Praktikums Staaten im Wandel der Zeit: „Wie haben sich Staaten seit der Zeit des alten Ägyptens verändert? Wie sahen Staaten zur Zeit des alten Ägyptens aus? Gibt es heute ein Leben ohne Staat (Beispiel der Pygmäen)? Die Herrschaft im mittelalterlichen Europa. Anzahl Lektio nen: 8L 1L Definition von Staat, was sehen die SuS als Staat? Übersichtsblatt über das Beispiel der Pygmäen, die noch heute ohne Staat leben. Zeitliche Veränderungen bis zum Mittelalter. Hausaufgabe: Vertiefung zum Staat im Mittelalter Grundkenntnisse Das Leben im Absolutismus: „Was bedeutet eine absolute Herrschaft fürs Volk? Wie sind die Stände aufgebaut? Wie ist das Leben für die einzelnen Stände? Wie sieht das Volk den König? 1L Grundaufbau des Absolutismus, damit die SuS die folgenden Unterrichtseinheiten zuordnen und interpretieren können. Experimentelles Erleben des Lebens zur Zeit des Absolutismus. Die SuS übernehmen dabei die Rolle der Stände und die LP die Rolle des Königs. Die ganze Lektion wird diese Rollenverteilung aufrechterhalten, während Grundkenntnisse erarbeitet werden. Grundkenntnisse, Vertiefung und Grundfertigkeiten König Ludwig XIV: „Wie kommt Ludwig zur Macht, wie setzt er sie um und was für Auswirkungen hat dies? Das Leben von Louis XIV im Schnelldurchlauf. Wie regiert er und worauf stützt er diese Herrschaft? Versailles als Vermächtnis von Louis XIV. Wie entwickelte sich die Baukunst im Absolutismus? Ein Überblick über das Leben von Louis XIV und Erarbeitung seiner Form der Herrschaft. Absolutismus durchleuchtet: Form und Umsetzung des Absolutismus. Innen- und Aussenpolitik von Louis XIV mit ersten Einblicken auf die Wirtschaft und den Merkantilismus. Zugleich ein Exkurs in die Baukunst mit dem Paradebeispiel von Versailles. 2L Die Selbstdarstellung von Louis XIV Bildquelle Die SuS können eine Bildquelle beschreiben, analysieren und interpretieren nach dem AQUA-Model. Die SuS können Bildquellen kritisch betrachten und wissen um die Manipulationsmöglichkeiten Bescheid Vertiefung Merkantilismus und der Staat von Heute: „Was ist der Merkantilismus und wie sieht der Staat heute aus? Handelsbedingungen unter Ludwig XIV. Der Staat und besonders der Handel im Vergleich damals-heute. Der Merkantilismus gilt als eines der wichtigsten Merkmale für den Absolutismus. Wie wurde er geprägt, was bedeutet er überhaupt? Mit diesen Fragen beschäftigt sich diese Lektion, in der die SuS die Verbindung zum Staat von heute herstellen sollen, um wichtige Zusammenhänge und Auswirkungen zu verstehen. 13 1L LN GSEL GSPL S1. H11 Sebastian Blümel Hausaufgabe: Zeitstrahl über den Verlauf des Absolutismus erstellen. Dient als Vorbereitung für die Prüfung und ist eines der Methodenziele. Vertiefung und Zusätzliches Wissen Grundhaltungen Das Geschehen ausserhalb von Frankreich: „Wie verhält sich der Absolutismus ausserhalb von Frankreich (an den Beispielen von Zürich und England)? Zürich in der Zeit des Absolutismus. Wie lebten die Schweizer im Vergleich zu den Franzosen? England als Beispiel für eine schnellere Entwicklung und Entfernung vom Absolutismus.--Nur falls zeitlich möglich! Auch in der Schweiz lief zu dieser Zeit einiges. Welche Auswirkungen hatte der Absolutismus auf die Schweiz, mit Schwerpunkt Zürich? Unterschied sich das Leben von Schweizern und jenes der Franzosen, wenn ja inwiefern? Die SuS sollen ein Verständnis dafür entwickeln, dass der Absolutismus verschiedene Formen annehmen konnte und der Französische zwar zumeist im Mittelpunkt steht, jedoch nicht die einzige Form des Absolutismus war. 1L Geschichtsinteresse fördern und Verständnis schaffen, dass die Geschichte von damals noch heute zu spüren ist. Eigene Meinung bilden und zugleich andere Meinungen zulassen und akzeptieren. Abschluss Kulturelle Allgemeinbildung fördern Prüfung und eine Lektion für die Rückgabe, Besprechung und einen Abschluss. Diese Lektion dient auch als Reserve, da aufgrund des Wintersporttages eine Lektion ausfallen könnte. Der Abschluss findet im Sinne des Absolutismus in Form einer spielerischen Ergebnissicherung statt. 14 1L Prüfung und 1L Reserve/ Rückgabe LN GSEL GSPL S1. H11 Sebastian Blümel Geschichtsprufung GS Prüfung 2. Real: Absolutismus Datum: Erreichte Punktzahl: Name: von 34 Note: Sämtliche Antworten sind, wenn nicht ausdrücklich anders vermerkt, in ganzen Sätzen zu verfassen. Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik sind zu beachten. Deine Antworten beginnen weder mit „dass noch mit „weil. 1 Begriffe 1.1 Schreibe in Sätzen die beiden Bedeutungen von Absolutismus: /2 1.2 Nenne 4 Merkmale, die einen Staat definieren: /4 1.3 Welches sind die 4 Säulen der Macht auf denen Louis XIV seine Herrschaft stützte (Nicht nur Namen, sondern auch wer dazu gehörte): /4 15 LN GSEL GSPL S1. H11 Sebastian Blümel 2 Bildquellen 2.1 Nenne den Namen von diesem berühmten Schloss in Frankreich. Beschreibe zudem in eigenen Worten, weshalb dieses Schloss eine wichtige Rolle spielte im Absolutismus: /5 16 LN GSEL GSPL S1. H11 Sebastian Blümel 2.2 Dieses weltbekannte Bild von Louis XIV wird fast immer gezeigt, wenn man vom Absolutismus spricht. Kann man sagen, dass dieses Bild das Leben von Louis XIV repräsentiert? Begründe deine Antwort genau und beschreibe einige wichtige Details, die du im Bild sehen kannst: /5 3 Merkantilismus 3.1 Versuche diesen Lückentext zum Merkantilismus zu vervollständigen. Wenn dir der genaue Ausdruck nicht einfällt, versuche ihn durch ein gleiches/ähnliches Wort zu ersetzen: Prinzipien des Merkantilismus: Keine Ausfuhr von , sondern nur von Ausbau der . Transport nur mit eigener . Erwerb von für günstige Rohstoffe Einheitliche und Gewichte Keine Fertigprodukte, sondern nur einführen. 17 /7 LN GSEL GSPL S1. H11 Sebastian Blümel 4 4.1 Übersicht Zeichne eine Pyramide in der du die Ständegsesellschaft unter Louis XIV aufzeigst ./3.5 Vervollständige den Zeitstrahl mit den Daten oder den Ereignissen Gestorben 1715 1713 Erbfolgekrieg mit Spanien 1672-1678 Umbau von Versailles 1661 1643 Heirat mit Maria Theresia Das Leben von Louis XIV Geboren 5. September 1638 4.2 ./3.5 18 LN GSEL GSPL S1. H11 Sebastian Blümel Musterlosung Prufung GS Prüfung 2. Real: Absolutismus Datum: Erreichte Punktzahl: Name: Muster 34 von 34 Note: 6 Sämtliche Antworten sind, wenn nicht ausdrücklich anders vermerkt, in ganzen Sätzen zu verfassen. Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik sind zu beachten. Deine Antworten beginnen weder mit „dass noch mit „weil. 1 Begriffe 1.1 Schreibe in Sätzen die beiden Bedeutungen von Absolutismus: Regierungsform, bei der die absolute Macht beim Herrscher liegt. Epoche in Europa (17. Und 18. Jahrhundert) geprägt durch Ludwig XIV in Frankreich /2 1.2 Nenne 4 Merkmale, die einen Staat definieren: Alle möglichen Antworten: Durchsetzung des innerstaatlichen Gewaltmonopols (die Macht liegt bei einer Instanz) Aussenpolitik wird durch den Souverän kontrolliert. Ausbau und Professionalisierung der Verwaltung. Landesgrenzen werden festgelegt, befestigt und konkreter umgesetzt. Militär- und Steuerwesen werden gefestigt /4 1.3 Welches sind die 4 Säulen der Macht auf denen Louis XIV seine Herrschaft stützte (Nicht nur Namen, sondern auch wer dazu gehörte): Stehendes Heer Adel Merkantilismus Klerus Verwaltung mit König an der Spitze bildet das Dach /4 19 LN GSEL GSPL S1. H11 Sebastian Blümel 2 Bildquellen 2.1 Nenne den Namen von diesem berühmten Schloss in Frankreich. Beschreibe zudem in eigenen Worten, weshalb dieses Schloss eine wichtige Rolle spielte im Absolutismus: Schloss von Versailles Streng symmetrisch aufgebaut Soll das Zentrum der Macht verdeutlichen Schlafzimmer des Königs liegt so, dass er den gesamten Garten überblicken kann und versinnbildlicht den Überblick über das ganze Land Hat mit seinen enormen Baukosten zur Verschuldung Frankreichs beigetragen Gilt als Vorbild für viele Schlösser in Europa Selbstinszenierung des Königs durch die Pracht und Abgrenzung vom Volk durch die Distanz und das massive Tor Herrschaft lag nicht in Paris (wie oft vermutet) König hatte mit dem Schloss die Möglichkeit seinen Adel um sich zu scharen und so zu kontrollieren Der Bau dauerte über 40 Jahre Der Tagesablauf in Versailles war strukturiert und stark geregelt /6 20 LN GSEL GSPL S1. H11 Sebastian Blümel 2.2 Dieses weltbekannte Bild von Louis XIV wird fast immer gezeigt, wenn man vom Absolutismus spricht. Kann man sagen, dass dieses Bild das Leben von Louis XIV repräsentiert? Begründe deine Antwort genau und beschreibe einige wichtige Details, die du im Bild sehen kannst: Schwert steht für militärische Überlegenheit Die Krone steht für die von Gott gegebene Macht Die aufrechte Körperhaltung und die ausgestrahlte Macht steht dafür, dass er der alleinige Herrscher ist und von nichts hintefragt werden kann. Es zeigt, wie sich Louis XIV selber sah Problematik der Selbstinszenierung und somit erzielter Eindruck Bilder der Zeit enthalten versteckte Merkmale und Andeutungen der Macht Zeigt immer nur die prachtvolle Seite Wer soll das Bild sehen? Dies beeinflusst stark, wie es gezeichnet wird. /4 3 Merkantilismus 3.1 Versuche diesen Lückentext zum Merkantilismus zu vervollständigen. Wenn dir der genaue Ausdruck nicht einfällt, versuche ihn durch ein gleiches/ähnliches Wort zu ersetzen: Prinzipien des Merkantilismus: Keine Ausfuhr von Roshstoffen sondern nur von fertigen Produkten Ausbau der Verkehrswege Transport nur mit eigener Flotte Erwerb von Kolonnien für günstige Rohstoffe Einheitliche Masse und Gewichte Keine Fertigprodukte, sondern nur Rohstoffe einführen. 21 /7 LN GSEL GSPL S1. H11 Sebastian Blümel 4 4.1 Übersicht Zeichne eine Pyramide in der du die Ständegsesellschaft unter Louis XIV aufzeigst Ersichtlich müssen die drei Stände sein. 1.Stand Klerus 2.Stand Adel 3.Stand Bürgertum und Bauern ./3.5 Vervollständige den Zeitstrahl mit den Daten oder den Ereignissen Gestorben 1715 1713 Finanzreform 1702-1713 Erbfolgekrieg mit Spanien 1672-1678 hölländische Kriege 1668-1710Umbau von Versailles 1661 übernimmt alleinige Herrschaft 1660Heirat mit Maria Theresia 1643 mit 5 Jahren wird Louis König Das Leben von Louis XIV Geboren 5. September 1638 4.2 ./3.5 Feedback zur Prufung 22 LN GSEL GSPL S1. H11 Sebastian Blümel Bitte füllt dieses Blatt ehrlich aus. Die Aussagen auf diesem Blatt haben keinen Einfluss auf die Noten und sind nur zur Kontrolle für mich, ob die Prüfung zu einfach oder zu schwierig war. 0 -- Trifft voll und ganz auf mich zu Trifft ein bisschen auf mich zu Ich weiss nicht Stimmt nicht wirklich Stimmt überhaupt nicht Name: -- 0 Ich habe viel gelernt für die Prüfung Ich habe im Unterricht gut aufgepasst Ich habe die Hausaufgaben erledigt und die Texte gelesen Ich habe mich beim Lernen an die Lernziele gehalten Wenn ich etwas nicht verstanden habe, habe ich nachgefragt Herr Blümel hat meine Fragen immer versucht zu beantworten Der Unterricht war zu schnell für mich Ich habe die Prüfung verstanden Ich hatte genug Zeit um die Prüfung zu lösen Ich hatte genug Platz um die Aufgaben zu lösen Sonstige Kommentare: 23 LN GSEL GSPL S1. H11 Sebastian Blümel Bewertungsraster Notenmassstab Aufgabe Punktemaximum 1.1 2 1.2 4 1.3 4 2.1 6 2.2 4 3.1 7 4.1 3.5 4.2 3.5 Total 34 Punkte Punkte Note 34 33 32 31 30 29 28 27 26 25 24 23 22 21 20 19 18 17 Erwartete Punkte ( Note 4) 2 2 2 3 2 4 1.5 1.5 18 Punkte Punkte 6 6 5.75 5.75 5.5 5.5 5.25 5.25 5 5 4.75 4.75 4.5 4.5 4.25 4.25 4 3.75 Note 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 0 3.75 3.5 3.25 3.25 3 2.75 2.75 2.5 2.25 2.25 2 1.75 1.75 1.5 1.25 1.25 1 24 LN GSEL GSPL S1. H11 Sebastian Blümel Reflexion Die elektronische Reflexion erfolgt im Februar 2012, wenn das Profilpraktikum abgeschlossen ist. Quellen Bücher Schultz U. Der Herrscher von Versailles, München 2006 Meyer Schneebeli Durch die Geschichte zur Gegenwart, Zürich 2003 Egner A. Europa im Aufbruch vom Spätmittelalter bis zur Französischen Revolution, Hannover 2003 Lundt B. Europas Aufbruch in die Neuzeit, Darmstadt 2009 Freist D. Absolutismus, Darmstadt 2008 Internetquellen Büttner S. Die Französische Revolution – eine Online-Einführung, auf historicum.net; (besucht 5.12.11) (besucht 5.12.11) (besucht 7.12.11) 25