Arbeitsblatt: Der Zopf

Material-Details

Die Legende vom Butterzopf
Wirtschaft, Arbeit, Haushalt
Gemischte Themen
8. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

91676
692
8
28.12.2011

Autor/in

Katja Bänziger
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

Downloads Arbeitsblätter / Lösungen / Zusatzmaterial

Die Download-Funktion steht nur registrierten, eingeloggten Benutzern/Benutzerinnen zur Verfügung.

Textauszüge aus dem Inhalt:

Der Duft von frisch Zopf lässt jeden Langschläfer aus dem Bett hüpfen, und der Anblick des goldbraunen Gebäcks macht jeden munter. Das verführerisch glänzende und kunstvoll geflochtene Brot enthält Zutaten, die den Zopf zu einer nicht alltäglichen Delikatesse machen. Ob Bärner Züpfe oder andere Zopf Spezialitäten: Zöpfe sind kein Zopf! Der Sonntagszopf macht munter Egal ob selbst gebacken oder beim gekauft: Ein goldbraun glänzender Butterzopf macht den Start in den Sonntag einfach goldrichtig! Der besonders feine Teig und die im Vergleich zum einfachen Brotlaib aufwändige Herstellung machen das Gebäck zu einer Exklusivität unter den Broten. Ein echter Aufsteller: Sonntagszopf mit Konfitüre. Die Vorliebe für die Form des Zopfs ist gut schweizerisch regional verschieden: Im Kanton Bern schätzt man einen breiten und stumpfen Zopf, In der Zentralschweiz ist er eher breit und flach, und die Ostschweizerinnen und Ostschweizer mögen ihn eher lang und. Ein Stück Zopf ist so fein, es schmeckt auch ohne Aufstrich wunderbar, fast wie ein Stück Kuchen. Wers noch üppiger mag, bestreicht die nach Belieben mit Butter, Konfitüre oder Honig. Noch leicht warm oder ein wenig angetoastet, offenbart sich das butterige Aroma des Zopfes besonders gut. Wenn man beim Teigen mit dem Zucker etwas sparsam umgeht, schmeckt Zopf auch zu Käse, Trockenfleisch oder. Kein alter Zopf, aber alte Geschichten Wie um so vieles, was in alter Zeit entstanden ist, ranken sich auch um die Entstehungsgeschichte des Zopfes Legenden. Die eine ist sogar ein bisschen makaber. So habe in düsterer Vergangenheit die Frau jeweils ihrem verstorbenen Gatten ins folgen müssen, damit das Paar den Weg ins Jenseits Der Zopf wurde wahrscheinlich von Schweizer Bäckern erfunden. gemeinsam antreten konnte. Dieser Kult sei nach und nach abgeschwächt worden: Zuerst hätten sich die Frauen damit begnügt, ihre meist zu einem Zopf geflochtenen Haare abzuschneiden und dem Mann ins Grab zu legen; dieser Brauch wird tatsächlich in der altgriechischen Literatur beschrieben. Das wurde gemäss der Legende dann schliesslich vom Brotopfer abgelöst: Man legte dem Verstorbenen ganz einfach einen Brotzopf ins Grab. So weit diese sagenhafte, für die es aber gemäss dem Schweizer Brotforscher Max Währen keinerlei Beweise gibt. Nicht so weit zurück, dafür verbürgt ist die Tatsache, dass die Basler Bäcker schon im Jahr 1256 zunftmässig organisiert waren und ihr Handwerk gut verstanden. Auch in anderen Schweizer Städten wurden bald darauf Bäckerzünfte gegründet. Es ist deshalb wahrscheinlich, dass der Zopf tatsächlich eine Erfindung der schon damals kreativen Bäcker war, denn die Herstellung von «Züpfen» in der Schweiz ist schon seit 1430 bekannt. Sie waren damals als exklusive kulinarische Weihnachts und Neujahrsgeschenke sehr beliebt. Zöpfe wurden ausserdem als überreicht und besiegelten sogar Eheversprechen! Wörter: Überlieferung, Morgenmuffel, Beck, Zopfschnitte, Zopflegende, alter, dünn, Grab, Liebesgeschenk, gebackenem, Lachs, Haaropfer, schweizerische. Tiptopf: S. 268