Arbeitsblatt: Der Zopf

Material-Details

Die Legende vom Butterzopf
Wirtschaft, Arbeit, Haushalt
Gemischte Themen
8. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

91676
533
8
28.12.2011

Autor/in

Katja Bänziger
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

    Der Duft von frisch  Zopf lässt jeden Langschläfer  aus dem Bett hüpfen, und der Anblick des goldbraunen Gebäcks macht  jeden   munter. Das verführerisch glänzende und  kunstvoll geflochtene Brot enthält Zutaten, die den Zopf zu einer nicht  alltäglichen Delikatesse machen. Ob Bärner Züpfe oder andere Zopf­ Spezialitäten: Zöpfe sind kein  Zopf!  Der Sonntagszopf macht munter Egal ob selbst gebacken oder beim  gekauft: Ein goldbraun  glänzender Butterzopf macht den Start in den Sonntag einfach  goldrichtig! Der besonders feine Teig und die im Vergleich zum einfachen  Brotlaib aufwändige Herstellung machen das Gebäck zu einer  Exklusivität unter den Broten.   Ein echter Aufsteller: Sonntagszopf mit  Konfitüre.  Die Vorliebe für die Form des Zopfs ist gut schweizerisch regional  verschieden: Im Kanton Bern schätzt man einen breiten und stumpfen  Zopf, In der Zentralschweiz ist er eher breit und flach, und die  Ostschweizerinnen und Ostschweizer mögen ihn eher lang und  . Ein Stück Zopf ist so fein, es schmeckt auch ohne Aufstrich wunderbar,  fast wie ein Stück Kuchen. Wers noch üppiger mag, bestreicht die   nach Belieben mit Butter, Konfitüre oder  Honig. Noch leicht warm oder ein wenig angetoastet, offenbart sich das  butterige Aroma des Zopfes besonders gut. Wenn man beim Teigen mit  dem Zucker etwas sparsam umgeht, schmeckt Zopf auch zu Käse,  Trockenfleisch oder .  Kein alter Zopf, aber alte Geschichten Wie um so vieles, was in alter Zeit entstanden ist, ranken sich auch um  die Entstehungsgeschichte des Zopfes Legenden. Die eine   ist sogar ein bisschen makaber. So habe  in düsterer Vergangenheit die Frau jeweils ihrem verstorbenen Gatten ins   folgen müssen, damit das Paar den Weg ins Jenseits    Der Zopf wurde wahrscheinlich von  Schweizer Bäckern erfunden.  gemeinsam antreten konnte. Dieser Kult sei nach und nach abgeschwächt  worden: Zuerst hätten sich die Frauen damit begnügt, ihre meist zu einem  Zopf geflochtenen Haare abzuschneiden und dem Mann ins Grab zu  legen; dieser Brauch wird tatsächlich in der altgriechischen Literatur  beschrieben. Das  wurde gemäss der  Legende dann schliesslich vom Brotopfer abgelöst: Man legte dem  Verstorbenen ganz einfach einen Brotzopf ins Grab. So weit diese sagenhafte, für die es  aber gemäss dem Schweizer Brotforscher Max Währen keinerlei Beweise  gibt. Nicht so weit zurück, dafür verbürgt ist die Tatsache, dass die  Basler Bäcker schon im Jahr  zunftmässig organisiert waren und ihr  Handwerk gut verstanden. Auch in anderen Schweizer Städten wurden  bald darauf Bäckerzünfte gegründet. Es ist deshalb wahrscheinlich, dass  der Zopf tatsächlich eine  Erfindung  der schon damals kreativen Bäcker war, denn die Herstellung von  «Züpfen» in der Schweiz ist schon seit  bekannt. Sie waren damals  als exklusive kulinarische Weihnachts­ und Neujahrsgeschenke sehr  beliebt. Zöpfe wurden ausserdem als   überreicht und besiegelten sogar Eheversprechen! Wörter: Überlieferung, Morgenmuffel, Beck, Zopfschnitte, Zopflegende, alter, dünn, Grab, Liebesgeschenk, gebackenem, Lachs,  Haaropfer, schweizerische. Tiptopf: S.