Arbeitsblatt: Zwischenkriegszeit - Die Weimarer Republik

Material-Details

Zwischenkriegszeit - Die Weimarer Republik (mit im Dokument angehängten Lösungen)
Geschichte
Neuzeit
9. Schuljahr
4 Seiten

Statistik

92091
640
12
06.01.2012

Autor/in

Mirjam Anrig
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

Downloads Arbeitsblätter / Lösungen / Zusatzmaterial

Die Download-Funktion steht nur registrierten, eingeloggten Benutzern/Benutzerinnen zur Verfügung.

Textauszüge aus dem Inhalt:

Die Zwischenkriegszeit – die Weimarer Republik Nach dem Ersten Weltkrieg musste der deutsche Kaiser abdanken. Während Russland bereits eine kommunistische Diktatur war, wurde in Deutschland eine parlamentarische Demokratie eingeführt. Die Zeit von 1918 19 bis 1933 als Weimarer Republik bezeichnet. Nach dem ersten Weltkrieg herrschte in der Weimarer Republik immer noch grosses Elend. Viele Arbeiterfamilien lebten am Rand des Existenzminimums. Die Folgen des Krieges waren im Alltag immer noch sichtbar. Man sah Kriegsversehrte mit amputierten Gliedern in den Strassen oder unterernährte Kinder und Erwachsene, die nach den entbehrungsreichen Kriegsjahren völlig ausgezehrt waren. Der Versailler Vertrag Die Weimarer Republik hatte schon in den ersten Jahren ihres Bestehens mit grossen Schwierigkeiten zu kämpfen. Ein Grund dafür waren die Bedingungen des Versaillers Friedensvertrags. Der Friedensvertrag wurde von den Deutschen trotz Protest unterzeichnet. Man hatte keine andere Wahl. Die vier wichtigsten Bestimmungen aus dem Versailler Vertrag: Viele Deutsche waren unzufrieden mit den Bestimmungen des Versailler Vertrages. Sie hielten die Unterzeichnung des Vertrags für einen schlimmen und unnötigen Fehler ihrer Regierung. Sie wollten nicht wahrhaben, dass die Regierung gar keine andere Wahl hatte. Wirtschaftskrise und Börsencrash 1929 Ein weiterer Grund für die Schwierigkeiten der Weimarer Republik war die Wirtschaftskrise im Jahr 1923. Die hohen Reparationszahlungen (Schadensersatzzahlungen) rissen ein Loch in die Staatskasse. Auch war es schwierig, ehemalige Soldaten und Kriegsversehrte wieder in die Wirtschaft einzugliedern. Durch die Ausgabe von immer mehr Banknoten hoffte der Staat, seine Schulden auszugleichen. Dadurch verlor das Geld aber immer mehr an Wert (Inflation) und weil das Geld weniger Wert hatte, verloren viele Deutschen ihre Ersparnisse. Schliesslich kam es 1929 in New York zum Börsenkrach. Der Zusammenbruch des Aktiengeschäfts in Amerika hatte Auswirkungen auf die ganze Weltwirtschaft. Denn die Industriestaaten, und somit auch Deutschland, waren von den USA abhängig. Die USA hatten Deutschland Kredite für den Wiederaufbau nach dem Krieg gegeben. Nun forderten die USA dieses Geld zurück. In der Folge fehlte dieses Geld in der deutschen Wirtschaft. Die Menschen konnten sich keine Waren mehr kaufen, die Unternehmen keine Waren mehr herstellen. Weil weniger Waren produziert wurden, brauchte es weniger Arbeitskräfte. 1/3 der Bevölkerung war 1932 arbeitslos. Die Folgen für die Weimarer Republik Die harten Friedensbedingungen des Versailler Vertrages und die schweren wirtschaftliche Krisen schwächten das Vertrauen der Bevölkerung in die Demokratie. Die Nationalsozialisten (die Partei von Hitler) und die Kommunisten (beide Parteien waren gegen eine Demokratie) gewannen immer mehr Wählerinnen und Wähler. Zusammenfassende Fragen: 1. Wie wird Deutschland von 1918 bis 1933 bezeichnet? 2. War Deutschland von 1918 bis 1933 eine Diktatur oder eine Demokratie? 3. Welches sind die zwei Hauptgründe dafür, dass die Bevölkerung immer mehr das Vertrauen in die Demokratie verlor? 4. Wer gewann deshalb immer mehr Wähler? Die Zwischenkriegszeit – die Weimarer Republik Nach dem Ersten Weltkrieg musste der deutsche Kaiser abdanken. Während Russland bereits eine kommunistische Diktatur war, wurde in Deutschland eine parlamentarische Demokratie eingeführt. Die Zeit von 1918 19 bis 1933 als Weimarer Republik bezeichnet. Nach dem ersten Weltkrieg herrschte in der Weimarer Republik immer noch grosses Elend. Viele Arbeiterfamilien lebten am Rand des Existenzminimums. Die Folgen des Krieges waren im Alltag immer noch sichtbar. Man sah Kriegsversehrte mit amputierten Gliedern in den Strassen oder unterernährte Kinder und Erwachsene, die nach den entbehrungsreichen Kriegsjahren völlig ausgezehrt waren. Der Versailler Vertrag Die Weimarer Republik hatte schon in den ersten Jahren ihres Bestehens mit grossen Schwierigkeiten zu kämpfen. Ein Grund dafür waren die Bedingungen des Versaillers Friedensvertrags. Der Friedensvertrag wurde von den Deutschen trotz Protest unterzeichnet. Man hatte keine andere Wahl. Die vier wichtigsten Bestimmungen aus dem Versailler Vertrag: Deutschland wurde die Alleinschuld für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges gegeben Deutschland musste hohe Schadensersatzzahlungen an die ehemaligen Gegner bezahlen Deutschland verlor rund ein Vierter seines Staatsgebiets Deutschland wurde praktisch entmilitarisiert (musste Waffen abgeben und durfte nur noch eine kleine Armee haben) Viele Deutsche waren unzufrieden mit den Bestimmungen des Versailler Vertrages. Sie hielten die Unterzeichnung des Vertrags für einen schlimmen und unnötigen Fehler ihrer Regierung. Sie wollten nicht wahrhaben, dass die Regierung gar keine andere Wahl hatte. Wirtschaftskrise und Börsencrash 1929 Ein weiterer Grund für die Schwierigkeiten der Weimarer Republik war die Wirtschaftskrise im Jahr 1923. Die hohen Reparationszahlungen (Schadensersatzzahlungen) rissen ein Loch in die Staatskasse. Auch war es schwierig, ehemalige Soldaten und Kriegsversehrte wieder in die Wirtschaft einzugliedern. Durch die Ausgabe von immer mehr Banknoten hoffte der Staat, seine Schulden auszugleichen. Dadurch verlor das Geld aber immer mehr an Wert (Inflation) und weil das Geld weniger Wert hatte, verloren viele Deutschen ihre Ersparnisse. Schliesslich kam es 1929 in New York zum Börsenkrach. Der Zusammenbruch des Aktiengeschäfts in Amerika hatte Auswirkungen auf die ganze Weltwirtschaft. Denn die Industriestaaten, und somit auch Deutschland, waren von den USA abhängig. Die USA hatten Deutschland Kredite für den Wiederaufbau nach dem Krieg gegeben. Nun forderten die USA dieses Geld zurück. In der Folge fehlte dieses Geld in der deutschen Wirtschaft. Die Menschen konnten sich keine Waren mehr kaufen, die Unternehmen keine Waren mehr herstellen. Weil weniger Waren produziert wurden, brauchte es weniger Arbeitskräfte. 1/3 der Bevölkerung war 1932 arbeitslos. Die Folgen für die Weimarer Republik Die harten Friedensbedingungen des Versailler Vertrages und die schweren wirtschaftliche Krisen schwächten das Vertrauen der Bevölkerung in die Demokratie. Die Nationalsozialisten (die Partei von Hitler) und die Kommunisten (beide Parteien waren gegen eine Demokratie) gewannen immer mehr Wählerinnen und Wähler. Zusammenfassende Fragen: 1. Wie wird Deutschland von 1918 bis 1933 bezeichnet? Weimarer Republik 2. War Deutschland von 1918 bis 1933 eine Diktatur oder eine Demokratie? Demokratie 3. Welches sind die zwei Hauptgründe dafür, dass die Bevölkerung immer mehr das Vertrauen in die Demokratie verlor? die harten Friedensbedingungen des Versailler Vertrages die Weltwirtschaftskrise 4. Wer gewann deshalb immer mehr Wähler? Die Nationalsozialisten und die Kommunisten