Arbeitsblatt: Klassische Massage

Material-Details

Die Klassische Massage für einfach erklärt für die Schüler/innen.
Bewegung / Sport
Anderes Thema
9. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

92126
769
4
06.01.2012

Autor/in

Kleiner Jeannette


Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Klassische Massage Die Klassische Massage verfügt über fünf Handgriffe, die aufgrund ihrer Wirkung in den unterschiedlichen Phasen einer Massage angewendet werden. • Effleurage (Streichung; „flüchtig berühren) Die Streichung ist der angenehmste und entspannendste Handgriff der Massage. Sie wird vor allem am Anfang zum Verteilen des Öls (oder der Creme) eingesetzt und um die Haut des Patienten an die Hand des Therapeuten zu gewöhnen. Während der Behandlung dient sie als Erholungspause zwischen den stärkeren Griffen. Zum Abschluss der Massage wird die Streichung zur Entspannung der gestressten Muskulatur und Erholung für den Patienten angewendet. Der Rücken des Patienten kann nach der Massage mit Einreibealkohol unter schnellen Streichungen eingerieben werden. Das lockert die Muskulatur und verhindert die Entzündung der Haarwurzel. • Petrissage (Knetung, Walkung; „(durch)kneten) Haut und Muskulatur werden entweder zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger oder mit der ganzen Hand/beiden Händen gefasst und geknetet bzw. gewalkt. Bei der Knetung wird die Wirkung auf die Muskulatur von den Händen des Therapeuten erzeugt, bei der Walkung geschieht dies durch den Druck des Muskels auf die darunter liegenden Knochen. Beide Griffe werden vor allem verwendet, um Verspannungen zu lösen. Sie wirken auf die Muskulatur und das Unterhautbindegewebe, und verbessern die Durchblutung. • Friktion (Reibung; „Reibung) Die Fingerspitzen oder die Handballen führen kleine, kreisende Bewegungen auf dem Muskel aus. Dieser Griff ist sehr effektiv bei Verspannung und Verhärtungen der Muskulatur, muss aber sehr vorsichtig eingesetzt werden, da er sehr kraftvoll ist und starke Schmerzen und evtl. Verletzungen verursachen kann. • Tapotement (Klopfung; „gegen etw. klopfen; tätscheln) Mit der Handkante, der flachen Hand, oder den Fingern werden kurze, schlagende Bewegungen ausgeführt. Diese fördern die periphere Durchblutung, verändern den Tonus der Muskulatur. Wird die Klopfung mit der Hohlhand auf Höhe der Lunge ausgeführt, so verbessert dies die Schleimlösung in der Lunge. Letzteres ist auch als Klopfmassage bekannt. • Vibration (Erschütterung; „Schwingung; Zittern) Vibrationen werden vom Therapeuten durch so genanntes Muskelzittern erzeugt. Die Fingerspitzen oder die flache Hand werden aufgelegt und der Masseur erzeugt das Muskelzittern. Die Wirkung kann bis in tiefer gelegene Gewebe und Organe reichen. Dieser Handgriff ist lockernd und hat somit unter anderem eine krampflösende Wirkung. Ganz-/Teilkörpermassage Man unterscheidet die Massage in Ganz- und Teilkörperbehandlung. Von einer Ganzkörpermassage spricht man, wenn mehr oder weniger alle Körperregionen massiert werden. Dies schließt gewöhnlich Füße, Beine, Arme, Hände, Rücken, Schultern und Nacken ein. Die Massage kann auf die Brust, den Bauch und das Gesicht ausgeweitet werden. Die Ganzkörpermassage wird nur selten als medizinische Therapie verschrieben. Meistens findet man sie mit abgeschwächten Handgriffen als ganzheitliche Massage. Bei der Teilkörpermassage wird nur ein Körperteil massiert. Beide Beine bzw. beide Arme zählen hier als ein Körperteil. Daraus ergeben sich folgende Teilmassagebereiche: Beine, Rücken (im liegen und mit freiem Oberkörper), Arme, Brust, Bauch, Gesicht. Diese Einteilungen sind aber eher zum Abdrucken in Schulbüchern geeignet. Jeder Masseur hat seine eigene Art der Massage und wird eine Teilkörpermassage auf die angrenzenden Gebiete ausweiten. Was ist Sportmassage? Unter dem Begriff der Sportmassage versteht man im allgemeinen die Anwendungen der Massage im Rahmen des Trainingsprozesses. Dabei werden die Phasen vor, während und nach dem Wettkampf abgedeckt. Die Sportmassage bedient sich in erster Linie der Handgriffe der klassischen Massage und ist individuell auf die Sportart, den Sportler und die wechselnden Zielsetzungen im Sport zugeschnitten. Sie ist keine sportmedizinische Wissenschaft, sondern beruht in erster Linie auf Erfahrungen, die man im Laufe der Jahre mit ihrer Anwendung gemacht hat. Ziel der Sportmassage? Das Ziel der Sportmassage ist, neben dem Erkennen und Beseitigen von leistungsmindernden Zuständen, eine günstige Beeinflussung der Körperfunktionen des Sportlers. Der gesamte Bewegungsapparat mit seinen aktiven Elementen, Muskeln, Sehnen, Bändern, Bindegewebe usw. muss durch Massage so behandelt werden, dass der höchste Grad an erreichbarer Elastizität und Geschmeidigkeit erreicht wird und erhalten bleibt. Die optimale Wirksamkeit der Sportmassage hängt von der technischen Ausführung derselben ab. Sie wird so ausgeführt, dass man in relativ kurzer Zeit ein hohes Mass an wirkungsvollen Griffen gezielt und rhythmisch appliziert.