Arbeitsblatt: Innerschweiz im 13. Jhd.
Material-Details
Überblick wer lebte und herrschte im 13. Jahrhundert in der Innerschweiz. Kann auch als Arbeitsblatt verwendet werden. Titel weglassen und von de SuS suchen lassen.
Geschichte
Schweizer Geschichte
6. Schuljahr
3 Seiten
Statistik
92476
1282
21
12.01.2012
Autor/in
Nadine Wattinger
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Wer lebte und herrschte im 13. Jahrhundert in der Innerschweiz? Wer regierte die Innerschweiz? Das Gebiet der Innerschweiz gehörte damals zum Deutschen Reich, auch genannt „Römisches Reich deutscher Nation. Dieses wurde regiert von einem Kaiser oder König, der gebietsweise Herzöge oder sogenannte Landvögte als Verwalter und Steuereinzieher einsetzte. Er wurde jeweils von den höchsten Fürsten gewählt. Um den Menschen seine Macht zu zeigen, war er häufig mit seinem Hof unterwegs. So liess er sich jeweils für kurze Zeit in einer Burg oder Stadt des Reiches nieder. König im Mittelalter Was waren die Aufgaben des Königs? Der König war oberster Lehnsherr und erteilte Rechte an Fürsten, Städte und Klöster. Als oberster Richter hatte er Streitigkeiten zwischen Adeligen zu schlichten und für Recht und Ordnung zu sorgen. Die Menschen wünschten einen starken König, damit sie möglichst in Frieden und Sicherheit leben konnten. „Lehenspyramide Die Ständeordnung in der Gesellschaft. Wem ausser dem König gehörte das Land? Zu den Grossgrundbesitzern in der Innerschweiz gehörten auch Klöster (z.B. Einsiedeln, Engelberg), Abteien und Stifte. Sie lagen teils ausserhalb, teils innerhalb der Waldstätte. Verwaltet wurden ihre zum Teil weit zerstreuten Güter durch ritterliche Dienstleute oder „Meier. Die „Gottesleute, so wurden die Untertanen eines Klosters oft genannt, besassen im Allgemeinen eine recht gute Stellung. Sie mussten meist wenige Abgaben bezahlen. Sie besassen auch mehr Rechte und waren so „freier als Hörige von weltlichen Grundherren. Kloster Einsiedeln Wer hatte die Macht? Das Gebiet um den Vierwaldstättersee war lange Zeit eine Randregion. Mächtige Adelsfamilien wie die Habsburger hatten hier zwar zahlreiche Güter und Rechte, aber in dieser Zeit kein allzu grosses Interesse am Ausbau ihre Machtposition. Den Ton gaben vielmehr die hier ansässigen ritterlichen Dienstleute, begüterte Grundherren, aber auch reich gewordenen einheimische Grossbauernfamilien an. Sie wohnten in Burgen, Wohnturm im Kanton Uri Wohntürmen und Steinhäusern. Zwischen ihnen und der einfachen Bevölkerung herrschte – obwohl natürlich da und dort auch Streitigkeiten vorkamen – kein schlechtes Verhältnis. Wie wohnten die Innerschweizer? Die meisten Menschen wohnten in einfachsten Häusern und Dörfern, Weilern oder Höfen. In Uri, Schwyz und Unterwalden gab es keine mittelalterlichen Städte. Altdorf, Schwyz, Stans und Sarnen waren bedeutende Dorfsiedlungen. Als so genannte Flecken hatten sie die Funktion von Markt- und Gerichtsplätzen. Die führenden Familien errichteten hier stattliche Wohntürme oder Steinhäuser. Mit rund 5000 Einwohnern, vor allem Handwerkern und Händlern, war Luzern die einzige bedeutende Stadt in diesem Gebiet. Bild von Altdorf Wovon lebten die Innerschweizer? Bauer im Mittelalter Die meisten Menschen lebten vom Ackerbau, später von der Viehzucht. Ihre Stellung war sehr unterschiedlich. Es gab viele ärmere Bauern, aber auch Grossbauern mit viel Besitz, Einkommen und Einfluss. Auch in rechtlicher Hinsicht herrschten Unterschiede: Es gab zwar freie Bauern, viel grösser war aber die Zahl der mehr oder weniger unfreien oder hörigen Bauern. Diese waren als eine Art Untertanen an das Hofrecht eines Grundherrn gebunden. Was für Regeln gab es? Viele Dinge mussten die Menschen gemeinsam regeln, so beispielsweise die Nutzung der Alpenweiden und Wälder oder die Rechtsordnung. Aus dem Bedürfnis nach Gemeinschaft schlossen sie sich zu Talgenossenschaften zusammen. An der Talgemeinde wurde meist aus einem führenden Geschlecht ein Ammann bestimmt. Dieser leitete die Versammlung der Talgenossen und schlichtete Streitigkeiten. Welche Rolle spielte der Gotthardpass? Eine wichtige wirtschaftliche Rolle für die Orte um den Vierwaldstättersee spielte der Gotthardpass. Mit der Erschliessung der Schöllenenschlucht durch den Bau der Twärrenbrücke um 1220 und der „Teufelsbrücke um 1230 konnte er für den Transitverkehr geöffnet werden. Einen Aufschwung erlebte der Warentransport über den Gotthard aber erst um 1300. Der Saumverkehr wurde nach und nach zu einer wichtigen Einnahmequelle. Ausblick auf die Schöllenenschlucht