Arbeitsblatt: Heinrich Anacker

Material-Details

Ein "Sänger" der SA mit Schweizer Wurzeln - ein Beitrag zur Vergangensheitsbewältigung
Deutsch
Anderes Thema
10. Schuljahr
16 Seiten

Statistik

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27.01.2012

Autor/in

Werner Bänziger
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Heinrich Anacker eine deutsch schweizerische 29.1.1901 Buchs (AG), 14.1.1971 Wasserburg (D ), reformiert, von Aarau, 1939 auf eigenen Wunsch ausgebürgert. Sohn des Georg Heinrich, Besitzers einer lithographischen Anstalt, und der Barbara Elisabeth geb. Huber. Emmy Bofinger, Bäckerstochter, von Zürich. Anacker begann in Zürich und Wien wo er den Nationalsozialismus kennen lernte Literatur zu studieren, schloss sich aber nach seinem Debüt mit Klinge, kleines Frühlingslied (1921) als freier Lyriker den deutschen Wandervögeln an. 1932 trat er der NSDAP und der SA bei. Mit seinen Marschliedern (Die Trommel, 1931; Die Fanfare, 1933; Ein Volk, ein Reich, ein Führer, 1938) wurde er zum führenden NSKampfdichter (1936 NSDAPPreis für Kunst, 1939 Ehrenring der MannschaftsFrontdichter). Zwischen 1932 und 1943 scheinen von den elf verschiedenen Titeln mehr als 18000 Stück vertrieben worden zu sein. In der Schweiz weitgehend tabuisiert, entging der als politisch minderbelastet eingestufte Anacker nach 1945 der Entnazifizierung und arbeitete, vom ererbten Vermögen zehrend, in seinem Haus bei Lindau (D) am Bodensee bis zuletzt unbelehrbar an seinem künstlerisch unerheblichen Werk weiter. Historisches Lexikon der Schweiz Mutspruch Schlagen ist besser als Tragen! Kampf ist zum Siege die Saat! Wagen ist besser als Zagen Unheil bannt einzig die Tat! Ringen nur führt zum Gelingen, Härte, noch härter als Stahl! Schwingen des Glaubens vollbringen Aufflug aus Dunkel und Qual! Halten wir den geballten Willen, der Berge versetzt Walten ob uns die Gestalten krönender Freude zuletzt.