Arbeitsblatt: Baumerang
Material-Details
Wurftechnik und Flugverhalten
Werken / Handarbeit
Holz
klassenübergreifend
8 Seiten
Statistik
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1423
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29.01.2012
Autor/in
Andreas Schneider
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Bumerang Bumerang Der Ausdruck Bumerang bezeichnet ein Sportgerät aus Sperrholz, Kunststoff, oder anderen festen Materialien, das zum Werfer zurückkehrt, wenn es korrekt geworfen wird. Der traditionelle Jagdbumerang kehrt nicht zum Werfer zurück: sein Vorteil besteht gerade darin, dass er weiter, geradliniger und damit auch zielsicherer fliegt als ein gerader Stock. In der bekannten, traditionellen Form sieht ein Bumerang wie ein mit zwei gleich langen Armen aus. Besonders die für Wettkämpfe verwendeten Bumerangs haben jedoch oft drei oder mehr Arme, die nicht symmetrisch angeordnet sind. In jedem Fall weisen die Arme ein Profil auf, das den Tragflächen eines Flugzeugs ähnelt. Damit wird der Auftrieb erzeugt. Geschichte Der älteste bekannte Bumerang wurde 1985 in der Oblazowa-Höhle in den Polnischen Karpaten entdeckt und konnte mit der Radiocarbonmethode auf ein Alter von etwa 20.000 Jahren bestimmt werden. Aber auch in den Niederlanden, Amerika und Indien wurden Jagdbumerangs gefunden. Selbst in deutschen Hochmooren gibt es Bumerangfunde, die auf 600 vor Christus datiert sind, so dass man heute als gesichert annimmt, dass dieses Wurfgerät schon weit vor Christi Geburt weltweit verbreitet war. In einer Grabkammer in Ägypten entdeckte man Wurfhölzer, von denen man vermutet, dass es sich um rückkehrende Bumerangs handelt. Ägyptische Darstellungen aus dem Neuen Reich zeigen vornehme Ägypter, die mit Wurfhölzern im Schilfdickicht die Jagd auf Wasservögel betreiben. Heute sind es in erster Linie die Aborigines, die Ureinwohner Australiens, die für die Verwendung von Bumerangs bekannt sind. Aber auch bei manchen Indianerstämmen Nordamerikas werden Bumerangs noch heute als Waffe für die Jagd eingesetzt. Ursprünglich wurde der Bumerang als Jagdwaffe entwickelt und war auch viel schwerer und grösser als heutige Spiel- oder Sportbumerangs. Er konnte bis 2 kg schwer und 1,30 lang sein. Geübte Werfer können einen solchen Bumerang bis zu 100 weit werfen. Diese Jagdbumerangs, genannt Kylies, wurden von den australischen Ureinwohnern auch als Grabstock oder Keule verwendet. Rückkehrende Bumerangs könnten als Trainingsgerät, zum Aufscheuchen von Tieren oder einfach als Spielzeug gedient haben. James Cook brachte 1770 den ersten australischen Bumerang von seiner Reise aus Australien nach Europa. In den 1930er Jahren wurde der Bumerang als Sportgerät wiederentdeckt. Inzwischen gibt es auf der ganzen Welt Bumerangclubs. In den geraden Jahren finden Weltmeisterschaften und in den ungeraden Jahren Europameisterschaften statt. Quelle: wikipedia.org Wurfanleitung (für Rechtshänder) Achtung Linkshänder! Alle Anweisungen müssen spiegelverkehrt ausgeführt werden, d.h. die Begriffe rechts und links gegeneinander ausgetauscht werden! Sicherheitsregeln Bumerangs sind keine Waffen, sondern moderne Sportgeräte. Sie sollen Spass machen, aber auch ernstgenommen werden. Dessen ungeachtet sollten Sie einige selbstverständliche Sicherheitsregeln beachten: Nur auf ausreichend grossen Flächen werfen! Nicht in der Nähe von Unbeteiligten werfen! Nie bei zu starkem Wind werfen! Bei mehreren Werfern: immer nur ein Bumerang in der Luft! Wurfhinweise Du hast also nun einen Bumerang und eine Wurfanleitung in der Hand. Jetzt willst du werfen und sehen, wie dein Bumerang brav in deine Hand zurückkehrt. Oder? Sei beruhigt, wenn du die vorliegenden Tips genau beachtest, wirst du dieses Erlebnis haben. Immer und immer wieder!! Nimm den Bumerang so in die rechte Hand, dass die flache Unterseite des Bumerangs in deiner Handfläche ruht. Der Bumerang muss, einem Bleistift gleich, mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger gehalten werden. Der Neigungswinkel des Bumerangs ist von grosser Bedeutung für den Bumerang-Wurf: Werfe den Bumerang nie waagerecht, sondern senkrecht oder nur leicht schräg! Achte darauf, dass der Bumerang beim Ausholen immer über die Schulter geführt wird und nicht etwa seitlich an der Schulter vorbei! Der Horizontwinkel ist der Winkel der die Wurfhöhe angibt. Er beträgt meist 5-15 Grad: Quelle: www.rediboom.com Werfe also fast parallel zum Boden, keinesfalls weit nach oben! Wenn du zu tief wirfst, wird dein Bumerang den Boden berühren. Wirfst du zu hoch, wird sich der Bumerang nicht stabilisieren können und zu Boden stürzen. Meistens liegt der Windwinkel zwischen 35 und 55 Grad, variiert aber je nach Windstärke erheblich. Prüfe die Windrichtung und Windstärke, indem du einige Grashalme in die Luft wirfst. Ein Fixpunkt am Horizont, z.B. ein Baum, erleichtert als Zielhilfe die Einhaltung und Korrektur des Windwinkels. Es gilt: Je windiger es ist, desto grösser sollte der Windwinkel sein. Je windstiller, desto kleiner! Für Linkshänder gilt das ganze natürlich Spiegelverkehrt. Man wirft aus dem Stand. Dabei wirft aber der ganze Körper und nicht nur die Wurfhand. Bevor der Bumerang deine Hand beim Abwurf verlässt, solltest du eine kleine Abknickbewegung des Handgelenkes durchführen. Quelle: www.rediboom.com Diese Bewegung verleiht dem Bumerang seine Drehung um den Schwerpunkt, den Spin. Dieser Spin ist entscheidend für einen guten BumerangFlug, nicht die Kraft. Nach einiger Zeit wirst du dich an die Rückkehr deines Bumerangs so sehr gewöhnt haben, dass der Wunsch ihn zu fangen aufkommen wird. Am Besten wird dies gelingen, wenn der Bumerang am Ende seiner Flugbahn waagerecht in der Luft liegt. Begebe dich frühzeitig zu der erahnten Landestelle und fangen den Bumerang, indem du Ihn zwischen beiden Händen einklatschst. Wichtig: Niemals herabstürzende Bumerangs fangen! Quelle: www.rediboom.com Korrektur Es gibt verschiedene Ursachen, den Flug eines Bumerangs zu beeinflussen. Die Gründe, warum ein Bumerang keine korrekte Flugbahn beschreibt, liegen oft nicht am Bumerang, sondern ganz einfach nur am Wurf. Nachdem man das Profil und die Form des Bumerangs überprüft hat, nachfolgend noch einige Hinweise zu verschiedenen Wurffehlern. Korrekte Flugbahn So sollte die korrekte Flugbahn eines Bumerangs aussehen. Dies kann mit ein wenig Übung schon leicht erreicht werden. Der Bumerang fliegt parallel zum Boden weg, steigt steil auf und stürzt unkontrolliert ab: In der Mehrzahl der Fälle war das der berühmte Sichelwurf! Der Neigungswinkel war nahe 90, er sollte etwa 20 betragen. Der Bumerang kann tital verzogen sein. Im Normalfall sollten die Flügelenden wie der Rest des Bumerangs, z. B. auf einer Tischplatte plan aufliegen. Der Bumerang steigt in der ersten Hälfte der Flugbahn an und setzt im Scheitelpunkt fast auf: Der Horizontwinkel ist zu gross. Der Bumerang wurde mit zu wenig Kraft bzw. Rotation (Spin) geworfen. Quelle: www.rediboom.com Der Bumerang landet zu weit links neben dem Werfer: Der Neigungswinkel war zu gross. Windrichtung überprüfen. Der Wind ist zu stark. In der ersten Hälfte der Flugbahn steigt der Bumerang auf, stürzt dann aber in der zweiten Hälfte ab: Der Horizontwinkel ist zu gross oder der Neigungswinkel ist zu klein. Der Bumerang landet zu weit vor dem Werfer: Neigungswinkel war zu klein. Windrichtung überprüfen. Es herrscht Windstille. Der Bumerang braucht mehr Wind. Quelle: www.rediboom.com Der Bumerang setzt in der zweiten Hälfte der Flugbahn auf: Zu schwach geworfen. Mit mehr Rotation (Spin) werfen. Mit mehr Neigungswinkel werfen. Der Bumerang macht eine kreisförmige Flugbahn, bleibt über dem Werfer stehen und rutscht dann zur Seite weg: Neigungswinkel zu gross. Zu fest geworfen. Der Bumerang fliegt geradeaus: Entweder ein Rechtshänder hat einen Linkshänderbumerang geworfen oder umgekehrt. Die profilierte Seite des Bumerangs zeigt beim Abwurf nicht zum Werfer. Es wurde viel zu schwach geworfen. Der Windwinkel wurde nicht beachtet; in diesem Fall kam der Wind von hinten. Der Bumerang hat eine starke negative Biegung. Der Bumerang ist zu schwer. Quelle: www.rediboom.com