Arbeitsblatt: Crash-Kurs in Schweizer Geschichte
Material-Details
Eine Schweizer Geschichte in 21 Schautafeln? Doch, das geht, erstaunlicherweise geht es.
Geschichte
Schweizer Geschichte
11. Schuljahr
21 Seiten
Statistik
93404
1216
51
29.01.2012
Autor/in
Werner Bänziger
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Heil Dir, Helvetia! CrashKurs Schweizergeschichte: Legenden, Mythen, Urteile und Vorurteile Behauptungen 1. Die Schweiz ist seit 1291 unabhängig. Unser Land repräsentiert damit die älteste Demokratie Europas. 2. Seit dieser Zeit akzeptieren wir in unserem Land keine „fremden Richter. Die schweizerische Rechtsentwicklung hat sich autonom vollzogen. 3. Der Kampf gegen die Österreicher, das Haus Habsburg, schweisste die „junge Eidgenossenschaft zusammen. Gerade weil sie sich im Kampf bewähren musste, entstand ein „Schweizergeist, von dem wir bis heute zehren. 4. Der Kampf gegen „Habsburg war ein Kampf für die Freiheit. Von ihrer uralten Freiheitstradition beseelt, fochten die Eidgenossen für eine „freie Schweiz. 5. Die „Innerschweiz ist die Wiege der Schweiz, sie symbolisiert das, was die Schweiz ausmacht. Das bäuerlichagrarische Element unserer Kultur ist sichtbarer Ausdruck dieses Ursprungs. 6. Aus den Anfängen der Eidgenossenschaft entwickelte sich gleichsam harmonisch das Staatsgebilde der modernen Schweiz. 7. Aus geographischen, aber auch machtpoli tischen Gründen verzichtete die Schweiz auf eine aktive Aussenpolitik. Die Neutralität ist die unse rem Staat angemessene Form der internationalen Positionierung. 8. Die Schweiz macht dann die beste Politik, wenn sie ihren ureigenen Interessen folgt, das lehrt die Geschichte. Nicht nach links und nach rechts soll unser Land schauen – das eigene Haus müssen wir in Ordnung halten. 9. Die „Landsgemeindedemokratie ist eine ideale Form der Demokratie. Die Geschichte der Schweiz zeigt, dass es keiner übergeordneten Rechtsinstanzen bedarf, um vor Fehlentwicklungen zu schützen. Das Schweizer Volk hat – in der langfristigen Perspektive – immer klug gehandelt. 10. Föderalismus und Subsidiarität haben Zukunft. Es sind dies Prinzipien, die in einer vorstaatlichen Zeit wurzeln, die aber erst heute als Gegengewicht zum Verwaltungsstaat ihre volle Wirkung entfalten. Fakten 1.Der „Bundesbrief von 1291 steht für einen Landfrieden, wie sie damals in Europa hundertfach geschlossen wurden. Der „Bund hatte mit Demokratie nichts zu schaffen. Es handelte sich um ein Bündnis zwischen „Stammesführern. 1.Mit „fremden Richtern war gemeint, dass Streitigkeiten ohne Beizug von Dritten gelöst werden sollten. Diese Passage steht für den Verzicht auf einen Kampf um jeden Preis. 1.Die Habsburger waren ein einheimisches Herrscherhaus. Aus historischer Sicht wäre es sinnvoll, die Auseinandersetzung als Bürgerkrieg zu beschreiben. 4. Der Kampf gegen Habsburg war ein Kampf gegen ein Herrscherhaus, das über eine fortschrittliche Verwaltung verfügte. Um „Freiheit ging es nur bedingt: Aus der Auseinandersetzung resultierten die ersten Untertanengebiete. 5. Ausserordentlich an der Eidgenossenschaft ist alleine die Verbindung zwischen Stadt und Landorten. Erst das städtische Element eröffnete dem Bundesgeflecht eine Zukunft. 6. Bis zur Eroberung durch die französischen Truppen 1798 gab es keine Eidgenossenschaft, sondern nur Eidgenossenschaften, ein alle Stände umfassender Vertrag existierte nicht. Die „moderne Schweiz ist aber ein Kind revolutionärer Ereignisse – sie entstand 1848. 7. Die Neutralität der Schweiz beruhte nur am Rande auf Einsicht. Sie war Resultat der Mittelage zwischen „Frankreich und „Habsburg. Ohne ein Einverständnis dieser zwei Nachbarmächte hätte sich die Neutralität nicht halten lassen. 8. Das eigene Haus in Ordnung halten kann nicht falsch sein, vor Illusionen ist aber zu warnen: In der Geschichte gab es nie eine Phase, wo die Schweiz nur für sich alleine bestehen konnte. 9. Demokratie schützt keineswegs vor Verirrungen und Verstössen gegen die Menschenrechte. Das bezeugt die amerikanische Geschichte (Sklaven) ebenso wie die Schweizer Geschichte: Warum wurde das Frauenstimmrecht erst 1971 eingeführt? 10. Föderalismus und Subsidiarität sind Hinterlassenschaften des „tiefen Mittelalters, als Prinzipien sind sie aber in der Tat ein wertvolles Korrektiv gegen dem ausgreifenden Verwaltungsstaat.