Arbeitsblatt: Die Schweiz: Vom Auswanderungs- zum Einwanderungsland

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Der Wandel der Schweiz zum Einwanderungsland wird auf diesem Theorieblatt beschrieben und weshalb es dazu kam.
Geschichte
Anderes Thema
7. Schuljahr
1 Seiten

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03.02.2012

Autor/in

vpp (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Die Schweiz: Vom Auswanderungs- zum Einwanderungsland Geschichte Bis zum Ersten Weltkrieg wanderten jährlich Tausende von Schweizerinnen und Schweizer vor allem in die europäischen Nachbarländer und nach Nord- und Südamerika aus. Jahre 1798-1850 1850-1888 1888-1914 Ausgewanderte Schweizer 100000 287000 123000 Eingewanderte Ausländer 50000 110000 299000 Wie ist es zu dieser Entwicklung gekommen? Zwischen 1840 und 1900 kreuzten sich in der Schweiz zwei Wanderungsströme: In der Schweiz herrschte ein Mangel an Arbeitskräften, aber viele Bauern wanderten aus. Gleichzeitig wanderten Personen aus dem nahen Ausland in die Schweiz ein. Hätten die auswandernden Schweizer nicht einfach die neuen Arbeitsstellen in der Industrie übernehmen können? Die schweizerischen Bauernfamilien zogen lieber nach Nordamerika anstatt in eine Schweizer Stadt. Sie empfanden die Lohnarbeit in einer Fabrik oder in einem Dienstleistungsbetrieb in einer Stadt als gesellschaftliche Herabsetzung. Zahlreiche Italiener wirkten als Bauarbeiter bei den grossen Eisenbahnbauten mit, vor allem beim Tunnelbau (Gotthard 1872-1882, Simplon 1898-1906, Jungfraubahn 1898-1914, Lötschberg 1907-1913). Heute arbeiten erneut viele Ausländer beim Bau der NEATEisenbahnlinie am Lötschberg und am Gotthard. Nach 1890 wirkten viele Italienische Arbeiter auch beim Bau neuer Wohnquartiere und Fabriken in den grösseren Schweizer Städten mit. Die Einwanderung der italienischen Arbeiter Ende des 19. Jahrhunderts hatte unterschiedliche Folgen für die schweizerische Gesellschaft. Einerseits veränderten sich die Essgewohnheiten, vor allem die Teigwaren breiteten sich aus und lösten die Vorherrschaft der Kartoffel in der deutschen Schweiz ab. Bald waren auch italienische Läden und Restaurants zu finden. Andererseits entstanden auch Vorurteile und Klischees über neue Einwanderer: Die Italiener galten als Messerstecher und Frauenhelden: man sagte ihnen nach, sie ässen Hunde, jagten und brieten Vögel. Die Italiener wurden als „Tschinggen bezeichnet. Der Zusammenprall verschiedener Lebensformen führte auch zu gewaltsamen Auseinandersetzungen.