Arbeitsblatt: Basler Fasnacht

Material-Details

Traumreise
Lebenskunde
Feste / Traditionen
4. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

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1555
14
08.02.2012

Autor/in

leona lee11
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Jippiii!! Du freust dich riesig, denn schon bald geht es los. Du bist mit deinem Grossvater in Basel. Er will dir heute zeigen, wie die Fasnacht in Basel abläuft. Es ist Sonntag. Obwohl Ferien sind, schickt dich dein Grossvater bereits um 8.00 Uhr ins Bett. Morgen musst du nämlich ganz früh aufstehen. Alle schliessen die Augen und machen es sich bequem (Knall) Du stehst inmitten eines grossen Platzes in Basel. Gerade hat der Morgestreich begonnen. Es ist erst 4.00 Uhr morgens und trotzdem fühlst du dich hellwach. Es sieht so wunderschön aus. Nicht einmal die Strassenlichter sind an. Das einzige Licht kommt von den unendlich vielen Laternen. Du bist überwältigt. Plötzlich schreien die Tambourmajoren von allen Seiten: „Morgestraich, vorwärts, Marsch. Nun beginnen die Cliquen zu spielen. (Lied leise laufen lassen) Sie hören sich ganz anders an als die Guggenmusiken, die du kennst. Es tönt nach Flöten und Trommeln. Jedes Mitglied der Cliquen hat eine strahlende Laterne auf dem Kopf und gemeinsam ziehen sie zudem noch eine riesige Laterne mit sich. Die ist bestimmt dreimal so gross wie du. Du fühlst dich wie in einem Traum. So viele Lichter und Klänge. Du bist richtig aufgeregt. Du hörst den Piccoloflöten und den Basler Trommeln aufmerksam zu. Plötzlich dringt dir ein unbekannter Duft in die Nase. (Zwiebel aufschneiden) Es riecht irgendwie verwandt. Nach Zwiebeln und Käse. Aber du kannst es nicht richtig einordnen. Da zieht dich dein Grossvater auch schon mit durchs Getümmel. Rechts und links von dir spielen die Cliquenmitglieder. Du stolperst hinter deinem Grossvater her. Er stoppt vor einem kleinen Restaurant. Daher kommt auch der Duft. Dein Grossvater erklärt dir, dass es hier die traditionellen Speisen der Basler Fasnacht gibt. Die Restaurants haben während der Fasnacht die ganze Zeit, 72 Stunden lang, geöffnet. Sie verkaufen Mehlsuppe, Zwiebelund Käsewähe an die hungrigen und durchgefrorenen Schaulustigen. Daher kommt also der merkwürdige Geruch. Du kannst dich durchringen ein Stück Käsewähe zu probieren. Sie schmeckt dir sehr gut. Ein bisschen merkwürdig, aber gut. Nach dieser Stärkung macht ihr euch auf den Nachhausweg. Du gähnst ein paarmal laut. Bald schon liegst du im Bett und träumst vom wunderschönen Laternenlichtermeer. Schon ist Montagnachmittag. Heute stehen die Cortège auf dem Programm. Du bist gespannt, was das genau ist. Denn aus den Erklärungen deines Grossvaters konntest du dir nur merken, dass es etwas ähnliches ist, wie die Fasnachtsumzüge zu Hause. Nur haben die Teilnehmer keine Startnummer. Man weiss also nie was kommt. Neugierig machst du dich an der Hand deines Grossvater auf den Weg ins Getümmel. Mitten in der Innenstadt wimmelt es nur so von Leuten. Die Wagencliquen zeigen ihre Fasnachtswagen. Festlich geschmückt fahren sie so durch die Stadt und verschenken Süssigkeiten und Blumen an Kinder. Du musst laut lachen. Ein paar Leute haben sich gerade den Mann neben dir geschnappt und ihn mit Konfetti beworfen. Das sieht lustig aus. Die Konfetti kleben ihm überall. An den Haaren, im Gesicht, sogar in den Hosen haben sie sich verfangen. „Das geschieht ihm recht brummt dein Grossvater. „In Basel muss man sich eine Fasnachtsplakette kaufen, das gehört dazu. Dann wird man auch nicht mit den Konfetti, den Basler Räppli, beworfen. Du stehst noch ein paar Stunden staunend an Ort und Stelle und betrachtest die vielen verschiedenen Leute. Die Stimmung ist ausgelassen, fröhlich. Hier feiern alle miteinander. Am Abend gehst du an die Laternenausstellung vor der Basler Münsterkirche. Hier stehen all die wunderschönen Laternen aufgereiht, so dass man sie bewundern kann. Nach diesem ereignisreichen Tag wird es auch für dich langsam Zeit ins Bett zu gehen. (Uaaaah) Die Fasnacht dauert schliesslich immer noch zwei Tage. Am nächsten Tag ist es dann endlich soweit. Am Nachmittag findet die Kinder- und Familienfasnacht statt. Hier fühlst du dich besonders wohl. Viele befreundete Familien haben gemeinsam einen Wagen. Die Cliquen gehen durch die Strassen und pfeifen fröhliche Melodien, die Kinderwagen vermehren sich mit jeder Sekunde. Die Musik gefällt dir. Sie ist mitreissend und fröhlich. Anschliessend geht ihr direkt zum Guggenkonzert auf dem Marktplatz. Das findet immer am Fasnachtsdienstag statt. Du wunderst dich ein bisschen, denn hier ist niemand verkleidet ausser den Musikern. Die jedoch sind sogar noch maskiert. Man erkennt weder Körper noch Kopf der Spielenden. Es sieht irgendwie geheimnisvoll aus. Jeder von ihnen trägt die absolut gleiche Maske. Man nennt die auch Larven. Auf diese Weise erkennt man auch, welche Guggenmusiken zusammengehören und welches Motto sie vertreten. (Guggenmusik leise laufen lassen) Du bewegst dich zur Musik und singst mit. Wer hier nicht gut gelaunt ist, ist am falschen Ort. Du fühlst dich wohl und geborgen. Mit einem tosenden Applaus verabschiedest du die Guggenmusiken in die Nacht. Zeit, sich für den Mittwoch auszuruhen. Am Nachmittag schaust du dir wieder eine Cortège an. Heute bist du dir das riesige Getümmel schon ein bisschen gewöhnt. Dir fallen Cliquen auf, die komische Zettel verteilen. Auf einem Zettel steht drauf: „Kei Sau kunnt drus. Du schaust deinen Grossvater mit grossen Augen an. Er muss lachen. „Weisst du, in Basel werben die Cliquen für ihr Fasnachtsmotto. Diese Clique hat das Motto Schweine. Irgendwie müssen sie das ja interessant machen, deswegen auch diese Werbesprüche auf den sogenannten Zeedel. Nun musst auch du lachen. Die sind ja schon ein bisschen verrückt, die Basler. Die machen aber auch gar nichts wie zu Hause. Du bist nicht einmal verkleidet an den Umzug gegangen, denn das machen in Basel nur die Mitglieder der Musikgruppen oder die ganz kleinen Kinder. Und dazu gehörst du ja nun sicher nicht mehr. Am Abend geht es direkt weiter. Eine weitere Tradition der Basler: Schnitzelbänke. Da stehen irgendwelche Leute auf eine Bühne und machen einen Reim über ein aktuelles Thema. Etwas, das gerade passiert ist, zum Beispiel ein gewaltiges Unwetter. Ganz viele Leute hören hier zu. Dir ist etwas langweilig, denn du verstehst nicht alle Witze. Es ist dir unangenehm, wenn alle um dich herum lachen. Bald schon gewöhnst du dich daran und lachst mit- (Lachsack abspielen) auch wenn du nicht alles verstehst (uaa) Schon wieder musst du laut gähnen. Es ist nun aber auch wirklich spät geworden. Um 3.50 am Mittwochmorgen steht ihr immer noch in der Basler Innenstadt. Die Cliquen spielen ihre letzten Lieder. Du geniesst den Rhythmus der Musik. Er kommt dir nun schon fast bekannt vor. Die Cliquen versammeln sich um ihre Laternen und spielen ihr letztes Lied darum herum. Mit dem letzten Glockenschlag um punkt 4.00 Uhr (Tschinellenknall) nehmen auch die letzten Cliquenmitglieder ihre Larven vom Kopf und machen sich auf den Nachhauseweg. Mit dem Endstreich sind die drei schönsten Tage des Jahres vorbei.