Arbeitsblatt: Rituale
Material-Details
Beispiele für Rituale
Administration / Methodik
Anderes Thema
klassenübergreifend
2 Seiten
Statistik
94209
1058
4
12.02.2012
Autor/in
Boneca (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Rituelle Gestaltungsmöglichkeiten im Schulalltag Zum Tagesbeginn: • Zu Beginn des Tages eine Kerze entzünden und Lieder singen • Morgenlied mit Milch- oder Reiswerfen (je nach Umgebung) • Zu Beginn des Tages ein Lied hören, ankommen im Schulzimmer • 5 min schreiben im Tagebuchheft, zu einem vorgegebenen Thema Für Rede-Runden: • Einen Sprechstab oder Sprechstein herumgeben (wie bei den IndianerInnen). Wer ihn hält, darf nicht unterbrochen werden (evt. Maximale Zeit begrenzen) Geburtstage: • Geburtstagsgeschichte erzählen, wie das Kind auf die Erde kam (siehe Rudolf-Steiner-KG) • Ein kleines, schönes aber einfaches Ritual zur Stärkung der Individualität feiern • Ein Lied mitbringen, Lichtkerze anzünden Übergangsrituale: • Bei Abschieden von SchülerInnen oder LehrerInnen den Abschied (Trennung) sichtbar werden lassen • Bei Neueintritten von SchülerInnen, die Aufnahme in die Gemeinschaft (Klasse) sichtbar werden lassen. Bewusstsein: Ein neuer Schüler verändert die gesamte Gruppendynamik, d.h. eine neue Gruppe wird geboren! • Beim Stufenwechsel: Kinder gehen durch ein Tor und werden von der alten Lehrperson verabschiedet und am neuen Ende von der neuen Lehrperson begrüsst. Ein Kraftsymbol wird überreicht (z.B. Säckli mit schönem Stein) Alltagsrituale: • Bei einer Prüfung Kerze für gutes Gelingen, Ruhe und Kraft entzünden • In einer rituellen Form ein Tageskind bestimmen (z.B. Orakel). Dieses Kind darf an diesem Tag zu vorderst laufen, Spiele beginnen, etc. (alles was so begehrt ist und immer die „wer-darf und „ich-will Thematik anspricht) • Bei Konfliktlösung: 3 versch. Farbige Kugeln helfen für eine klare und gute Kommunikation. Z.B. BLAU Das betroffene Kind schildert den Konflikt Falls es noch andere direkt beteiligte gibt, wird die Kugel dorthin weiter gerollt und jedes beschreibt seine Sichtweise ROT Lösungsvorschläge werden aufgezeigt von verschiedenen Seiten (Kugel wird zu den aufstreckenden Kindern gerollt) GELB Der Beschluss wird nochmals klar formuliert Jahreszeiten: Mandala legen • Allgemein: Jahreszeiten-Tisch oder –Ecke gestalten mit entsprechenden Farben, Gegenständen aus der Natur. Kinder dürfen mitgestalten. Evt. Immer zu den 4 Sonnenfester Ecke umgestalten. Für kleinere Kinder mit Zwergen oder Elementarwesen als Spielecke kombiniert. Frühling Säen, Blumentöpfe bemalen und schmücken, Eier bemalen (als uraltes Fruchtbarkeitssymbol); Brauch: Eier rollen (gekochte Eier mit Hilfe einer Startrampe den Berg hinunterrollen lassen, schauen, welches Ei am weitesten rollt); einen Frühlingsbaum schmücken und umtanzen (alter matriarchaler Brauch); rituelles Seilziehen zwischen Frühling und Winter; Schnee zum Schmelzen bringen in einem Topf über dem Feuer Sommer Feuer entfachen; Feuer-Feste; Feuer überspringen dürfen; Sonne ehren; Sonnen gestalten; Sonnenspiele; Spiele im Freien mit Erde, Feuer, Wasser, Luft – die Elemente ehren; Feuervögel und Luftheuler herstellen Herbst Erntedank feiern; Getreidemandalas legen; Fruchtsalat und Gemüsesuppe herrichten (evt. auch gemeinsam mit Eltern); Gestalten mit Herbstmaterial; Thema „Stirb und Werde in der Natur beobachten (evt. Thema Tod als passend zur Jahreszeit); Räbeliechtli und Umzug gestalten um das Dunkelheitsfest (1.November) herum; Eine Getreidemühle als Spielplatz einrichten zum Korn mahlen (lieben die kleinen Kinder sehr!) – aus dem entstandenen Mehl Brot backen Winter Advents-Bräuche wie St. Nikolaus, Adventskranz, „wichteln, schenken; Am St.Barbaras Tag (4.Dezember) Zweig einstellen und schauen, ob er an Weihnacht blüht (dazu das Lied „Ich brach 3 dürre Reiselein) Adventsgärtli (siehe Rudolf Steiner Schulen): Grosse Spirale legen mit Tannenzweigen. Zu ruhiger Musik (trad. Leier) geht Lehrerin in die Mitte und entzündet dort das grosse Licht. Dann geht jedes Kind einmal ins Zentrum und entzündet dort sein Kerzlein (in Apfel oder Mandarine gesteckt). Beim nach Aussen gehen stellt es das Licht irgendwo auf die Spirale. Immer mehr werden jetzt kleine Kostbarkeiten sichtbar (Kristalle, Steine, Muscheln, Schneckenhäuser, etc.) Mehr zu den Jahreszeiten und ihren Bräuchen, Geschichten und Gestaltungsmöglichkeiten in den Bücher von Diane Monson und Maren Briswalter: „Frühlingsreigen – das andere Osterbuch oder „Winterlicht – das andere Weihnachtsbuch