Arbeitsblatt: Deutschland, Frankreich und Grossbritannien - ein Vergleich der politischen Muster
Material-Details
Thesen zur unterschiedlichen Staatswerdung
Geschichte
Anderes Thema
12. Schuljahr
11 Seiten
Statistik
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16.02.2012
Autor/in
Werner Bänziger
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Grossbritannien, Frankreich und Deutschland – ein Vergleich der politischen Muster John Bull, neben dem Bild der Königin oder des Königs, die Inkarnation Grossbritanniens Marianne – Inbegriff Frankreichs „Wer das ist, blödes Volk? – Ich, Du, Er, Wir, Ihr, Sie! 1. Magna Charta (1215) früher Ausgleich zwischen den Ständen 2. Cromwell als Zäsur (1653) kurze republikanische Phase 3. Kontinuierliche Weiterentwicklung führt zur „Entmachtung des Königshauses. Der König ist am Ende in erster Linie eine symbolische Figur. 4. Für Grossbritannien ist nie eine Verfassung geschrieben worden. Neues Recht baute immer auf bisherigem auf einzigartige Kontinuität. 5. Grossbritannien erwies sich in der Geschichte als ausgesprochen stabiles Gebilde. Sämtliche Stürme der Weltgeschichte überstand die tradierte Ordnung. pragmatischer Ansatz 1. Frühe Zentralisation, der Prozess der Territo rialisierung verläuft auf Kosten der unterschiedlichen Territorialherren. Grafschaften werden dem Königshaus unterstellt. 2. Nirgendwo sonst ist der Absolutismus so erfolgreich. Der staatliche Aufbau Frankreichs gilt weltweit als Vorbild. Kein anderer König hätte sagen können: „L‘état, c‘est moi. 3. „Tout se décide à Paris: Wer die Hauptstadt hat, hat das Land. Die permanenten Erschütterungen (1789, 1830, 1848, 1871 usw.) lassen sich ein Stuck weit so erklären. Hauptgrund war aber die ungelöste soziale Frage. 4. Die heutige Verfassung repräsentiert den Wunsch nach einem „monarchischen Führer. Kaum ein anderer Staatspräsident hat so viel zu sagen wie der französische. ideologischnationalistischer Ansatz 1. Territorialisierung scheitert. Das HRRDN bleibt – allen historischen Bezügen zum Trotz – immer ein schwaches Reich. 2. Die Schwäche „Deutschlands zeigt sich erst recht in und nach der Reformation. Auf Dauer bleiben die deutschen Lande gespalten. 3. Die Schwäche „Deutschland während der napoleonischen Zeit lässt erstmals einen partiell gesamtdeutschen Nationalismus entstehen. 4. Die Einigung Deutschlands erfolgt unter preussischer Führung. „Kadavergehorsam und „Militarismus greifen um sich. 5. Die „verspätete Nation entwickelt keine Bürgergesellschaft. und ist der Adel. 6. Der 1. Weltkrieg erzwingt die Abdankung des Feudalismus. Die Zivilgesellschaft versagt, es erstarken die Pole, erst recht nach der Wirtschaftskrise 1929. 7. Der Ersatzkaiser Hitler will Deutschland auf nationalistischrassistischer Grundlage zum Herrscher Europas machen. 8. Erst der „totale Krieg, der in eine „totale Niederlage mündet, schafft die Voraussetzungen für ein demokratisches Deutschland. idealistischer Ansatz