Arbeitsblatt: Aids in Afrika
Material-Details
Aids in Schwarzafrika: Ursachen und Strategien der Bekämpfung
Geographie
Afrika
11. Schuljahr
2 Seiten
Statistik
95010
1023
23
26.02.2012
Autor/in
asterix (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Afrika: Subsahara Afrika Afrika – Leben mit der Bedrohung durch HIV/AIDS Die Folgen der Aids-Pandemie bedrohen besonders den afrikanischen Kontinent. Schulen werden geschlossen, weil Lehrer fehlen, die ländliche Entwicklung ist gefährdet, weil durch die HIV-Infektion junge, arbeitende Menschen ausfallen und die Versorgung von Aidswaisen stellt Städte und Gemeinden vor unlösbare Probleme. Jeder Bereich des afrikanischen Alltags ist von der Aids-Pandemie betroffen. Das Beispiel Mali In einem kleinen Verkaufskiosk auf dem Busbahnhof von Malis Hauptstadt Bamako versorgen sich Reisende mit Batterien fürs Radio, trinken Taxichauffeure und Busfahrer schnell einen Kaffee oder treffen sich auf einen morgendlichen Schwatz. Nebenan werden Musikkassetten verkauft, Kinder lungern herum und warten darauf, dass irgendetwas passiert. Dass dieser Kiosk etwas Besonderes ist, nämlich ein „CAFE SANTE (Gesundheits-Cafe) merkt der Kunde erst, wenn er den Untersetzer betrachtet, auf dem der schwarze, starke Kaffee serviert wird. Es ist eine Comic-Zeichnung zum Thema Aids. Darüber gelingt es dem Besitzer des Cafes, der gleichzeitig Aidsberater ist, die Menschen in ein Gespräch zu verwickeln. Er informiert sie über Infektionsrisiken und erklärt den Gebrauch von Kondomen, humorvoll und ohne Tabus. Der Besitzer des Kaffeekiosks wird von der malischen Nichtregierungsorganisation Jigi unterstützt. Jigi bedeutet „Hoffnung in der Landessprache Bambara. Ein CAFE SANTE gibt es an verschiedenen Orten Bamakos – auf dem Viehmarkt und an den Bahnhöfen – um Lastwagenfahrer, Prostituierte oder Tagelöhner anzusprechen. Andere Zielgruppen erreicht Jigi beispielweise durch einen Kunstwettbewerb an Schulen zum Thema „Aids ist überall – gib der Seuche ein Gesicht oder durch ihre Berater. In Mali ist der HIV-Test kostenlos, genauso wie die Behandlung von Aidskranken. In großen Städten wie Bamako ist das einfach zu realisieren, doch in weiten Teilen des Landes gibt es kaum Gesundheitsstationen oder Beratungszentren. Mali gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, die Rate der HIV-Infizierten liegt „nur zwischen ein und fünf Prozent. Dass trotzdem derart energische Maßnahmen zur Information und Eindämmung der Seuche unternommen werden, ist mehr als beachtlich. Aidsaufklärung in einem „Gesundheitscafé auf dem Busbahnhof von Bamako Armut und Ignoranz fördern die Verbreitung von Aids in Afrika In vielen afrikanischen Staaten werden große Anstrengungen unternommen, um über die Gefahr einer HIV-Infektion aufzuklären, um die medizinische Versorgung von Infizierten zu gewährleisten und die Familien von Aidskranken zu unterstützen. Uganda, Botswana und Ghana werden oft als positive Beispiele genannt. Andere Staaten dagegen zeigen sich Ignorant oder völlig überfordert von dem Problem – mit verheerenden Konsequenzen für die Bevölkerung. „Ich persönlich kenne niemanden, der an Aids gestorben ist, sagte Thabo Mbeki, der damalige Präsident Südafrikas noch 2003 in einem Interview. Und in Gambia werden Wunderheiler unterstützt, statt Aidsaufklärung zu betreiben. Diese extremen Beispiele sollen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es nicht westliche Organisationen sind, die den Löwenanteil in Aufklärung und sozialer Arbeit leisten, sondern die Menschen vor Ort. Sie kämpfen gegen Aberglauben und Ignoranz, gegen das große Schweigen über Aids, das in vielen Teilen Afrikas als „Krankheit ohne Namen oder „Slim-Desease bekannt ist. Die Seuche verstärkt Probleme wie Armut, eine unzureichende medizinische Versorgung und das Fehlen einer Grundbildung für alle. Besonders betroffen von der Aids-Pandemie sind die Frauen, Die Last der Versorgung von kranken Angehörigen tragen sie, Aidswaisen werden irgendwie in der Großfamilie aufgenommen und sei es von ihren alten Großmüttern. Frauen übernehmen die Arbeit von erkrankten Familienangehörigen auf den Feldern und versuchen, sich mit zusätzlichen Arbeiten durchzuschlagen, wenn das Einkommen des HIV-infizierten Ehemannes oder Bruders wegfällt, weil er seine Arbeit verloren hat. Vor allem aber sind sie diejenigen, die von ihren Männern angesteckt werden: als junges Mädchen von einem älteren Verehrer, einem „Sugar Daddy, als Ehefrau von ihrem Mann, der als Lastwagenfahrer in jeder Stadt seine Freundin hat, als junge Prostituierte, die ihren Körper verkauft, um zu überleben, als Opfer von Vergewaltigungen durch brutale HIV-infizierte Soldaten. (Quelle: Praxis Geographie 12/2009) Verbreitung des HIV-Virus auf der Welt (2007) Leben mit HIV/AIDS Arbeitsauftrag 1. Benennen Sie an Hand der Karte Gebiete, in denen das HIV-Virus besonders verbreitet ist. 2. Beim Kampf Afrikas gegen die HIV/AIDS-Seuche gibt es Anlass zur Hoffnung aber auch noch grosse Hindernisse. Benennen Sie positive Ansätze wie auch die grössten Hindernisse im Kampf gegen die Verbreitung des HIVVirus. (stichwortartig, in Listenform) 3. Erläutern Sie, wieso vor allem Frauen von der Aids-Pandemie besonders betroffen sind. Arbeitsweise Material Einzelarbeit Infoblatt Zeitbedarf 20 Minuten Kontrolle Kontrollblatt bei LP