Arbeitsblatt: Kritik an Piaget

Material-Details

4 Fragen zur Kritik an Piagets Theorie und eine Zusatzaufgabe. Lösungen
Pädagogik und Psychologie
Entwicklung und Biografie
11. Schuljahr
4 Seiten

Statistik

95165
1638
7
01.03.2012

Autor/in

Lara Forsblom
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Entwicklungspsychologie Kognitive Entwicklung FMS NKSA L. Forsblom Fragen zu den Kritikpunkten an Piagets Theorie 1. Piaget wurde dafür kritisiert, dass er die Untersuchungen nur an seinen eigenen Kindern durchgeführt hat. Was könnte daran problematisch sein? 2. Es wurden verschiedene Bereiche im methodischen Vorgehen bei Piagets Versuchen kritisiert Was finden Sie am methodischen Vorgehen von Piagets Versuchen problematisch? Was würden Sie anders machen? 3. Piagets Vorstellung, dass die Entwicklung in Stufen verläuft, ist umstritten. Welche Meinung haben Sie dazu? Was wäre die Alternative zur Stufentheorie? 4. Wissenschaftler sind sich einig, dass Piaget das Können der Kinder unterschätzt hat. Welche Fähigkeiten glauben Sie erlernen die Kinder bereits zu einem früheren Zeitpunkt? Zusatzaufgabe Legen Sie 4 Streichhölzer um, so dass Sie 10 Quadrate erhalten. Entwicklungspsychologie Kognitive Entwicklung FMS NKSA L. Forsblom Lösungen: 1. Die Untersuchungen an seinen eigenen drei Kindern lassen sich nicht auf alle Kinder übertragen. Piaget müsste noch andere Kinder untersuchen. Vor allem müsste Kinder aus verschiedenen Kulturen und sozialen Schichten einbeziehen. Das soziale und kulturelle Umfeld, in dem ein Kind aufwächst hat einen Einfluss auf die Entwicklung des Kindes. Zudem müssen die Kinder von einer neutralen Person untersucht werden. Vater-Kind-Beziehung ist problematisch. Ergebnisse könnten dadurch verzerrt sein. 2. • Suggestiv-Fragen: Durch Fragen wie „Wo ist mehr Wasser drin? beeinflusst er die Antwort der Kinder. • •Kritik am methodischen Vorgehen: z.B. beim Umschüttversuch – wenn Kinder eigenhändig hätten umschütten können, hätten sie das Problem möglicherweise lösen können. • •Unter den Forschern ist es umstritten, ob man von beobachtbarem Verhalten auf das Denken schliessen kann. Teilweise wenden Kinder ihr Vorhandenes nicht immer an. Gelegentlich entspricht ihre Leistung nicht ihrer tatsächlichen Fähigkeiten, weil sie z.B. das Problem missverstehen. Problematisch ist ebenfalls, dass Piaget auf fehlende kognitive Fähigkeiten geschlossen hat, wobei zum Teil auch schlichtweg die motorischen Fertigkeiten fehlten, um Verhalten auszuführen. Z.B im Senumotorischen Stadium können die Kinder nicht selbst das Brett, dass ihnen vor das Gesicht gehalten wird weg schieben oder aufstehen und um das Brett herumlaufen. 3. Die Entwicklung verläuft kontinuierlich. D.h. die Übergänge zwischen den Stufen verlaufen fliessend. Z.B. entwickelt sich die Objektpermanenz allmählich und schrittweise und nicht genau nach diesen drei Schritten, die Piaget beschreibt. Zudem gibt es starke individuelle Unterschiede im Entwicklungstempo, d.h. wann ein Kind bestimmte Fähigkeiten erreicht. 4. Die Kinder verfügen tatsächlich bereits früher über bestimmte Fähigkeiten: • Bereits Kinder im Alter von 5 Monaten haben ein rudimentäres Verständnis Entwicklungspsychologie Kognitive Entwicklung FMS NKSA L. Forsblom für Zahlen. • Kinder verfügen bereits mit 3 Jahren über ein symbolisches Denken. Es gab einen Versuch, bei dem Kindern ein Versteck in einem Puppenstubenmodell gezeigt wurde. Sie befanden sich dann in einem richtigen Raum, der aussah, wie das Puppenstubenmodell und mussten das Versteck finden. Den Kindern gelang es. • Kinder können auch früher die Perspektive von anderen übernehmen. Viele Fähigkeiten sind schon früh in Ansätzen da und entwickeln sich allmählich. Zusatzaufgabe: Die blauen Streichhölzer wegnehmen. Quelle Streichholzaufgabe: Entwicklungspsychologie Kognitive Entwicklung Lösung FMS NKSA L. Forsblom