Arbeitsblatt: Monokulturen mögl Ursachen für Hunger
Material-Details
Historische Schilderung Hungerkatastrophe,
Aktuelle Beleuchtung in Entwicklungsländern.
Diverses / Fächerübergreifend
Gemischte Themen
5. Schuljahr
1 Seiten
Statistik
95169
742
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01.03.2012
Autor/in
Tini (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
M U Ernährung Ackerbau Monokulturen Name: Historisches Eine traurige Kartoffelgeschichte Die Indianerinnen und Indianer in Amerika kannten 3000 verschiedene Kartoffelsorten. Warum ist es eigentlich wichtig, verschiedene Sorten zu haben? Das zeigt dir diese traurige Geschichte: Es geschah vor etwas mehr als hundert Jahren in Irland, dieser grossen Insel westlich von Grossbritannien. In Irland lebten damals viele arme Menschen. Sie waren so arm, dass sie sich kein Fleisch kaufen konnten, kein Brot und keine Früchte. Es gab für sie nur Kartoffeln. Zum Frühstück, Mittagessen und zum Abendessen. Jeden Tag nur Kartoffeln. Dann kam die Katastrophe. 1845 war ein schlimmes Jahr. Es regnete viel und war aussergewöhnlich kalt. Da befiel die Kartoffel eine rätselhafte Krankheit. Fast über Nacht verfaulten alle Knollen auf jedem Acker von der Ost bis zur Westküste. Schuld daran war ein winzig kleiner Pilz mit dem Namen Phytophthora infestans. Er machte die Kartoffeln krank. Die Menschen hungerten und starben, weil alle Kartoffeln verfaulten. Aber dem kleinen Pilz ging es gut. In Irland gab es zu dieser Zeit nämlich nur zwei verschiedene Sorten Kartoffeln. Und der Pilz mochte beide. Aber nicht alle Sorten schmeckten ihm. Wären auf den Feldern verschiedene Kartoffelsorten gewachsen, hätte sich der kleine Pilz nicht so verbreiten können. Auch heute werden auf vielen Feldern nur noch eine oder zwei Sorten Kartoffeln angepflanzt. Anders als früher gibt es heute viele chemische Mittel, die Pilzen und anderen Schädlingen den Garaus machen, bevor sie eine Katastrophe angerichtet haben. Wer ohne chemische Mittel anbauen und trotzdem prallgefüllte Kartoffelsäcke haben will, setzt vorzugsweise mehrere Kartoffelsorten. Aktuelles aus den sogenannten Entwicklungsländern Cash Crops aus Monokulturen Üblicherweise kommen Bananen, Reis, Tee und Kaffee aus Entwicklungsländern in unsere Supermärkte. Cash Crops also, die für den Export in Industrieländer und nicht für den Verzehr vor Ort hergestellt werden. Typischer Weise werden Cash Crops in Monokulturen produziert. So nennt man den Ackerbau, bei dem Jahr für Jahr auf einer großen Fläche immer die gleiche Frucht angebaut wird. Kurzfristig sind Monokulturen durchaus rentabel. Mit relativ geringen Mitteln lassen sich hohe Erträge erwirtschaften. Das Problem an Monokulturen ist aber, dass sie durch ihre Einseitigkeit die Ausbreitung von Schädlingen fördern. Um das zu verhindern kommen beim MonokulturAnbau in riesiger Menge Pflanzenschutzmittel zum Einsatz. Nicht nur die Übernutzung des Bodens verursacht Probleme, das Grundwasser wird durch Überdüngung und Reste von Pflanzenschutzmittel verseucht. Die Spritzmittel, die gegen Schädlinge und Pilze zum Einsatz kommen, sind sehr oft auch für Menschen hochgefährlich. Viele der Substanzen, die in die Dritte Welt exportiert werden, sind deshalb in Industrieländern wie der Schweiz, Deutschland usw. längst verboten.