Arbeitsblatt: Lesetraining
Material-Details
Lesetraining zu einem interessanten Text, Erstellen eines Mindmaps
Deutsch
Lesefertigkeit
8. Schuljahr
2 Seiten
Statistik
95641
701
16
08.03.2012
Autor/in
Francesco Allbizzati
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Dossier Lesetraining Name:_ Kinder der Banlieue Opfer der Moderne, Täter aus Wut Titel: Die Probleme der Schulen in den sozial benachteiligten Banlieues sind bekannt: überfüllte Klassen, fehlende Durchmischung die Fremdstämmigen, schlecht Integrierten haben in der Schule fast nur mit ihresgleichen Umgang. Auch die Eltern versagen oft in ihrer Rolle als Erzieher: sei, dass sie von langen Arbeitszeiten (und ebensolchen Arbeitswegen) ausgelaugt sind, sei, dass die Langzeitarbeitslosigkeit ihre Autorität untergraben hat. Oder seis weil sie in ihrem Herkunftsland eine andere Kultur der Erziehung pflegen. Und viele Eltern sind schlichtweg überfordert, lassen sich gehen aus Enttäuschung und Hoffnigslosigkeit. So sind die einzigen Autoritätspersonen, auf die junge Banlieusards hin und wieder hören (müssen), Mitarbeiter des Arbeitsamts und Polizisten. Titel: Ein starkes Gefühl der Ungerechtigkeit oder der Nichtanerkennung kann Wut anfachen und sich in Gewalt verwandeln. Aufgrund des Rassismus oder sozialen Ausgrenzung fühlen sich Jugendliche oft allein und falsch behandelt. Junge Menschen in Banlieues haben tatsächlich oft keine Beziehung mehr zum Gemeinwesen. Busfahrer, Zugführer, Feuerwehrleute, ja sogar Briefträger erscheinen ihnen nicht als Vertreter des Staates, sondern als Agenten einer feindlichen (Staats-)Macht. Das gilt erst recht für die Polizei. Das Verhältnis vieler junger Banlieue-Bewohner zur Polizei ist geprägt von Angst, Misstrauen, Aggressivität, ja Hass. Ausweiskontrollen und Durchsuchungen, bei denen die Jugendlichen systematisch geprüft und oft beschimpft oder gar geschlagen werden, gehören zum Alltag. Viele haben den übrigens oft berechtigten Eindruck, allein aufgrund ihrer Hautfarbe kontrolliert zu werden. Titel: Die Unfähigkeit, Verantwortung für das eigene Leben anzuerkennen, führt zu folgender Einstellung: Jeder ist ein Opfer, niemand ist schuldig, denn wenn man schuldig ist, dann, weil man selbst ein Opfer gewesen ist. Eine weitverbreitete Krankheit in den Banlieues ist die Opfermentalität. Die jungen Bewohner sind von einem Misstrauen begleitet, das an Verfolgungswahn grenzt. Alles wird als Zeichen für eine polizeiliche Überwachung missdeutet. Die Folgen dieses Misstrauens sind augenfällig. Wie oft schon hat einem ein farbiger Banlieusard, dem man keine Zigarette geben konnte, an den Kopf geschleudert: «Oh, tes un raciste, toi!» Für etliche blacks – Schwarze sind die Weissen Feinde, auch wenn sie sie nicht kennen. Aus Furcht vor der als feindlich empfundenen Aussenwelt ziehen sich viele junge auf die «eigenen» wenigen Strassen und Hauseingänge zurück. Untertitel: Eines der Hauptmerkmale der Banlieue-Kultur ist, dass die jungen Männer, die Träger dieser Kultur sind, ausschliesslich in Gruppen handeln. Individualität ist verpönt, schon allein ins Kino zu gehen, gilt als aussergewöhnlich. So ist es für viele Jugendliche unmöglich, sich dem Druck der Gruppe zu widersetzen, bei den Gewalttaten mitzutun. Dazu kommt, dass die Ehre Rache fordert. Wird jemand von der Polizei festgenommen, muss dies von der Gruppe gerächt werden. Aufträge zum Text: Dossier Lesetraining Name:_ 1. Nenne die für dich eindrücklichsten (schockierendsten) Punkte, die im Text über die Gewalt genannt werden. Schreibe auch, weshalb es dich schockiert. (Einzelarbeit) 2. Stelle nun in einem Mind-Map alle Faktoren der Gewalt in den Banlieues zusammen (wie kommt es dazu?). Gewalt in den Banlieues