Arbeitsblatt: Glücksbringer
Material-Details
Texte, Rätsel und Bilder zu verschiedenen Glücksbringern
Deutsch
DaZ
klassenübergreifend
13 Seiten
Statistik
96640
981
4
29.03.2012
Autor/in
renini (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Verschiedene Glücksbringer 1. War früher der Kamin verstopft, so bedeutete dies eine kleine Katastrophe für den betroffenen Haushalt. Das Essen konnte nicht gekocht werden und kalt wurde es auch noch. Der Schornsteinfeger kam da als Retter in der Not. Es konnte wieder gekocht und geheizt werden. Er brachte das Glück zurück. 2. Er ist ein Symbol für Reichtum. Verschenkt man ihn, so wünscht man dem Empfänger, dass ihm nie das Geld ausgeht. 3. Gilt als Himmelsbote der Mutter Gottes, daher der Name. Beschützt die Kinder und heilt die Kranken, wenn er ihnen zufliegt. Niemals abschütteln oder gar töten das bringt Unglück. 4. Das Pferd gilt seit jeher als Symbol für Kraft und Stärke. Seit die Griechen das Beschlagen der Pferde erfanden, gilt daher das Hufeisen bei fast allen Völkern als Glücksbringer. Ein Hufeisen sollte am besten in jedem Haus an der Wand oder besser noch über der Tür hängen. Aber bitte mit dem offenen Ende nach oben, sonst fällt das Glück heraus! 5. Um solch ein Blatt zu finden, braucht es sehr viel Glück, da vierblättrige Kleeblätter in der Natur extrem selten sind. Legende: Als Eva aus dem Paradies vertrieben wurde, nahm sie eines als Andenken mit. Wer eines findet, hält demnach ein kleines Stück vom Paradies in den Händen. 6. Schon für die Germanen war der Eber heilig. Das Schwein gilt als Symbol der Fruchtbarkeit und damit als Zeichen für Wohlstand und Reichtum. Wer über viel Schwein verfügte, galt bei den Griechen und Römern als privilegiert und gut situiert. 7. Der Sage nach reitet der germanische Gott Wotan zur Wintersonnenwende durch die Wolken. Immer dort, wo der Speichel seines Pferdes auf die Erde fällt, wachsen diese Pilze dann neun Monate später aus dem Boden. Dies brachte also Glück. Schreiben Sie die passenden Nummern dazu Glücksbringer (Wortschatzübungen einfach) Welche Farben passen: Der Kaminfeger ist . Der Fliegenpilz ist und Das Kleeblatt ist Der Marienkäfer ist und Das Schwein ist Senkrecht: 1. 2. 3. 4. 5. Ein Geldstück, mit dem man sich nichts kaufen kann. Normalerweise hat es nur drei Blätter, eines mit vier Blättern ist sehr selten. Er schaut dass der Kamin gut geputzt ist. Er wächst im Wald und ist rot mit weissen Punkten. Ein Haustier Waagrecht: 6. Dies ist ein kleines, rotes Insekt mit schwarzen Punkten. 7. Man nagelt es den Pferden auf die Hufe. 1 3 4 2 6 7 5 6 1 L Ü K M R A PP P N 2 L E L T 3 A I K Ä E U E F 4 L E G 5 I E C H W E I Verschiedenste Glücksbringer und ihr Hintergrund Schornsteinfeger (Rauchfangkehrer) Einem Schornsteinfeger zu begegnen, bedeutet Glück. Einen seiner Knöpfe zu berühren noch viel mehr. Denn früher war man froh den guten Mann zu begegnen, damit er den Kamin kehrt. Brach einst ein Feuer aus in den alten Holzhäusern, brannte meist das halbe Dorf nieder. Daher brachte der Rauchfangkehrer einst wirklich Glück wenn man ihn in sein Haus zog. Oder: Dem Schornsteinfeger, der wegen seiner schwarzen Kleidung an den Teufel erinnere, wurde die Fähigkeit zugeschrieben, den Teufel selbst oder mit seiner Hilfe andere Geister zu bannen. Seither gilt er als Glücksbringer und der von ihm mitgebrachte Ruß als besonderer Schutz gegen Gefahren oder vor Krankheiten. Seine Rolle als Glücksbringer zu Neujahr geht auch darauf zurück, dass die Schornsteinfeger traditionell zu diesem Termin ihre Jahresrechnung legten, und aus diesem Anlass vielfach als erste Gratulanten auftraten. Glücksschwein Der wilde Eber war das heilige Tier der germanischen Götter. Die germanische Göttin Freya trug beispielsweise den Beinamen Syr (Sau), und Schweine waren Opfertiere für die griechische Göttin Demeter. In europäischen Kulturen war die Sau aber auch Symbol für Wohlstand. Das Glücksschwein gilt von alters her als Fruchtbarkeitssymbol und Glücksbringer. Zu Neujahr sollte man einen Schweinsrüssel oder zumindest Schweinefleisch essen, damit man im kommenden Jahr Glück hat, so der Volksglaube. Früher gab es nur selten Fleisch zu essen. Wer ein Schwein hatte, wurde meist schon als reich und glücklich angesehen. Hufeisen Es wurde zum Glücksbringer, weil es die Form des aufgehenden Mondes hat. Eine weitere Deutung geht auf den heiligen Dunstan zurück, der ein geschickter Hufschmied war. Einst sollte er des Teufels Huf beschlagen, und dabei schlug er so fest zu, dass der Teufel um Gnade winselte. Der Heilige hörte aber mit dem Hämmern erst auf, nachdem der Teufel versprochen hatte, alle jene zu verschonen, die ein Hufeisen tragen. Der Glaube an die Kraft des Hufeisens, Böses abzuweisen und Glück zu bringen, ist in der ganzen Welt verbreitet, vor allem im deutschen Sprachraum, und hier speziell im lutherischen Norden. Das Hufeisen muss mit der Öffnung nach unten gehalten werden, damit das Glück auslaufen kann. Hufeisen müssen gefunden werden, man darf sie nicht suchen. Sind zumindest noch drei Hufnägel daran erhalten, so bedeutet das besonderes Glück. Im Hause wird das Hufeisen meist über der Schwelle der Haustür angebracht oder aber an einer Haus-, Stall- oder Stubentür oder an einem Deckenbalken. Und dies meist am Silvesterabend, in der Johannisnacht oder am Karsamstag. Fliegenpilz Als Glückspilz wird der rote Fliegenpilz angesehen. Viele Sagen der Germanen deuten auf eine tiefe Verehrung des Fliegenpilzes hin. So wird geschildert, dass Wotan, der germanische Gott der Extasse und der Erkenntnis, für die Entstehung der Fliegenpilze zuständig sei. Der Sage nach reitet Wotan nebst Gefolge zur Wintersonnenwende durch die Wolken. Immer dort, wo der Geifer seines Pferdes auf die Erde fällt, sollen dann neun Monate später Fliegenpilze aus dem Boden sprießen. Der Volksglaube bringt den Fliegenpilz stets mit Hexen und Zauberern in Verbindung, und entsprechend dem Anlass mit Vergnügen oder Abscheu, je nachdem ob ihre Dienste benötigt wurden oder ihnen erlittenes Übel zugeschrieben wurde. Glücksklee Ein dreiblättriges Kleeblatt ist Normalität. Ein vierblättriges genau wie das Glück etwas sehr außergewöhnliches, man muss lange Ausschau halten, bis man eines findet. Glück bringt es aber nur, wenn man es verschenkt und es muss zuvor ohne zu Suchen gefunden werden! Es soll vor Zauber und Hexen schützen, und es soll hellsichtig machen, seinen Besitzer das wahre Wesen einer Sache oder Person erkennen lassen. Unter das Kopfkissen gelegt zeige es den Mädchen im Schlaf ihren Zukünftigen. Wenn es ohne Wissen des Priesters unter einem Altartuch versteckt und dann dreimal die Messe über ihm gelesen wurde, helfe es gegen fast alles, auch gegen Hieb- und Stichwunden und gegen Blitz. Es sei Glück verheißend, weil es jedes Heil vervielfältigt, und die frommen Christen erinnere es an das Kreuz und seine Verheißung der Auferstehung. Glückspfennig (Glückscent) Der Glückspfennig (alter Pfennig) besteht aus Kupfer. Dieses, so der alte Volksglaube, löse allen bösen Zauber und fördere die Liebesfähigkeit, da es der Venus zugeordnet ist. Auch galt der Glückspfennig in früherer Zeit als die kleine Ausgabe des Segen bringenden Tauftalers sowie der verschiedenen Weihpfennige und Weihgroschen, die man zum Schutz vor Hexen an Stalltüren nagelte. Außerdem wurden sie in der Hosentasche getragen, um gegen Lug und Betrug im Wirtshaus wie beim Viehhandel zu bewahren. Der Grund, warum das Finden eines Pfennigs (heute wohl Cent) Glück bringen soll, liegt in der Deutung, dass in allem Kleinen der Ursprung für etwas Großes liegt. Marienkäfer Auch Glückskäfer genannt. Als solcher gilt er, seit er im Mittelalter der Gottesmutter Maria geweiht worden ist, von jener er auch seinen Namen hat. Unglück soll es hingegen bringen, wenn man dem Marienkäfer etwas antut oder ihn sogar tötet. Ist er rot, hat 7 Punkte am Rücken, soll er Hexen und Unglück bannen. Die Zahl 7 ist eine der höchsten und allgemeinen Glückszahlen. Ich bin klein aber oho. Ich kann fliegen, hab ein hübsches rotes Kleidchen an. Ich habe meinen Namen von der Gottesmutter. Viel Glück will ich dir bringen – aber tu mir nichts an wenn wir uns mal treffen, denn dann wird dir Unglück beschert sein. Mich findest du nicht so schnell und suchen darfst du mich schon gar nicht, denn dann kann ich dir kein Glück mehr bringen. Von meiner Sorte gibt es viele, doch ich bin etwas außergewöhnlicher als meine anderen Artgenossen, denn ich habe ein Blättchen mehr. Wenn mich ein Mädchen mich nachts unter den Kopfpolster legt, so wird sie in dieser Nacht von ihrem zukünftigen Mann träumen.