Arbeitsblatt: So funktioniert fairer Handel

Material-Details

Erklärung des fairen Handels am Beispiel Kakao
Lebenskunde
Gemischte Themen
klassenübergreifend
1 Seiten

Statistik

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11.04.2012

Autor/in

Andrea Gamper
Land: andere Länder
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

So funktioniert der Faire Handel beim Kakao Unter fairem Handel wird der möglichst direkte Handel zwischen den Produzenten (Kakaobauern) und den Herstellern von Schokolade verstanden. Zur Kontrolle und Abwicklung des Fairen Handels haben sich verschiedene Organisationen gebildet, die jeweils eigene Kriterien für Fairen Handel festlegen. Allgemein sind das die folgenden Bedingungen für Hersteller und Kakaobauern. Der Handel muss dabei folgende Bedingungen erfüllen: • • • • Beziehungen zwischen den Vertragspartner müssen auf langfristige Zusammenarbeit ausgelegt sein. Für die Kakaobohnen muss ein fairer Preis, über dem Weltmarktniveau bezahlt werden. Zwischenhändler sind auszuschalten. Ein Teil der Ernte sollte vorfinanziert werden, um Verschuldung der Produzenten zu vermeiden. Um am fairen Handel teilnehmen zu können, schließen sich die Kakaobauern in der Regel zu Kooperationen oder Genossenschaften zusammen um ihre Produktion gemeinsam vermarkten zu können. Die Jahresproduktion eines einzelnen Produzenten ist in der Regel zu klein und der Aufwand der Vermarktung zu groß, als dass sich ein Bauer alleine darum kümmern könnte. Die Kakaobauern und deren Zusammenschlüsse müssen zur Teilnahme am fairen Handel ebenfalls eine Reihe von Bedingungen erfüllen: • • • • • In den Betrieben und Produktionsgenossenschaften müssen Entscheidungsprozesse nach demokratischen Regeln organisiert sein. Sozialverträglicher Anbau (angemessene Bezahlung aller Beschäftigen, keine Sklaverei, keine illegale Kinderarbeit, keine gesundheitsschädlichen Arbeitsmethoden). Nachhaltiger Anbau (d.h. ein möglichst umweltschonender Anbau). Die Kakaobauern sollen aus ärmeren Bevölkerungsschichten kommen. Keine Benachteiligung von Frauen und anderen Bevölkerungsgruppen. Was sind die Ziele des fairen Handels? Ziel des fairen Handels ist die Sicherung des Existenzminimums von Kleinbauern und Plantagenarbeitern und eine schrittweise Verbesserung ihrer Lebenssituation durch Investitionen in eine nachhaltige Zukunftssicherung. Zur Sicherung ihres Existenzminimums erhalten die Bauern von ihren Kooperativen einen höheren Preis für den Kakao, als sie ihn bei lokalen Zwischenhändlern erhalten würden. Ein Teil des Mehrerlöses aus dem fairen Handel wird von den Kooperativen für Gemeinschaftsprojekte verwendet, dazu gehören die Errichtung von Schulen, den Bau von Straßen, die Gesundheitsversorgung und in die Bildung, sowie die Sicherung der Trinkwasserversorgung. (Quelle: