Arbeitsblatt: Geschichte d. Schweiz

Material-Details

Fragen und Antworten
Geschichte
Schweizer Geschichte
6. Schuljahr
5 Seiten

Statistik

97439
1825
65
18.04.2012

Autor/in

Isabelle Matti
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

Downloads Arbeitsblätter / Lösungen / Zusatzmaterial

Die Download-Funktion steht nur registrierten, eingeloggten Benutzern/Benutzerinnen zur Verfügung.

Textauszüge aus dem Inhalt:

Die Geschichte der Schweiz 1. In was für eine Ordnung war die mittelalterliche Gesellschaft sozial gegliedert und wie war sie organisiert? Ständeordnung, eine Dreiteilung der Gesellschaft, welche aus einer Oberschicht, Mittelschicht und Untersicht bestand. Adel, Bürger, Bauer. 2. Jeweils am 1. August feiert die Schweiz die Gründung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, welche 1291 stattgefunden haben soll. Warum ist dieses Datum umstritten? Weil man es nicht genau weiss, wann die Gründung der Schweiz. Eidgenossenschaft stattgefunden hatte. Der Bund wurde schon früher beschlossen und in späterer Zeit wurde der Bundesbrief auf den 1. August 1291 datiert (ohne historische Belege dafür) 3. 1315 griffen die Habsburger unter Herzog Leopold 1. die Schwyzer an und wurden bei Morgarten vernichtend geschlagen. Was veranlasse die Habsburger zu diesem Feldzug? Es gab Grenzstreitigkeiten zwischen der Abtei Einsiedeln (die unter habsburgischer Vogtei stand) und dem Land Schwyz. Die Schwyzer hatten das Kloster geplündert und geschändet und wurden aus der religiösen Gemeinschaft ausgestossen. 4. Nach dem Sieg der Waldstätte über Habsburg bei Morgarten schlossen sich eine Reihe von Städte dem Bund an. Welche Kantone bildeten die Acht Alten Orte? Luzern, Zürich, Zug, Bern, Glarus, Schwyz, Uri Unterwalden 5. Nach den Burgunderkriegen gegen Karl den Kühnen soll in der Eidgenossenschaft ein Spottreim die Runde gemacht haben. Wie heisst er? Karl verlor bei Grandson das Gut, bei Murten den Mut, bei Nancy das Blut. 6. Nach und nach bildeten sich as den Acht alten Orten die Dreizehn alten Orte. Welche fünf Kantone kamen dazu? Basel, Schaffhausen, Appenzell, Freiburg, Solothurn 7. Welche Auswirkungen hatte die Reformation auf die Eidgenossenschaft? Reformation 1519 – 1712 Buchdruck, im Mittelpunkt stand das selbstbestimmte Individiuum und seine Fähigkeiten. Die Reformation geprägt durch die Bildungsbewegung des Humanismus und verbreitet durch die Medienrevolution des Buchdrucks, entzweite die christliche Religion und auch die Schweiz. Kämpfe zwischen den fortschrittlichen reformierten Kantonen und den konservativen katholischen prägten die nächsten Jahrhunderte. Durch die Spaltung der Kirche wurde die Eidgenossenschaft langfristig stark geschwächt. Gemeinsame Beschlüssen wurden unmöglich. 8. 1653 kam es zu einem grossen Aufstand, dem schweizerischen Bauernkrieg. Die Landbevölkerung forderte finanzielle Erleichterungen, wirtschaftliche Freiheiten sowie eine grössere politische Selbstständigkeit. Warum kamen viele Bauernbetriebe in Not? Viele Bauernbetriebe waren hoch verschuldet und mussten nach dem Bauernkrieg nach Deutschland auswandern. Die starke Aristokratisierung der Stadtorte bewirkte grosse Unzufriedenheit in den Untertanengebieten. 9. Viele Leute meinen, dass die Schweiz seit 1291 die älteste Demokratie der Welt sei, doch kam es bis in 18. Jahrhundert zu Aufständen des Landvolkes gegen die gnädigen Herren, welche blutig niedergeschlagen wurden. Wie sah die konkrete Situation für die Landleute und Untertanen aus? In weiten Teilen der Eidgenossenschaft waren die Landleute von der politischen Mitbestimmung ausgeschlossen und durften auch kein Gewerbe betreiben. Sie galten als Leibeigene der gnädigen Herren, mussten Frondienste verrichten und wurden hochmütig behandelt und schikaniert. Auch die Untertanen hatten kaum Rechte und durften nicht am politischen System partizipieren. 10. Das 18. Jahrhundert war gekennzeichnet durch den Prozess der Aufklärung. Von wem wurde die Aufklärung in erster Linie getragen? welches waren typische Werte und Errungenschaften der Aufklärer? Die Aufklärung wurde in erster Linie durch den Genfer JeanJacques Rousseau und den Zürcher Heinrich Pestalozzi getragen. Typischen Werte: Die Aufklärung brachte neben der Verbesserung der Infrastruktur und Wirtschaft auch eine Lockerung der strengen religiösen Zucht in den reformierten Orten und eine Wiederannäherung der Konfessionen im Zeichen gegenseiter Toleranz. Herausbildung einer grösseren Privatsphäre oder die Verschiebung von religiösen zu weltlichen Interessen in Literatur und Kunst waren typische Ideale und Errungenschaften der bürgerlichen Aufklärung. Macht und Einfluss durch Leistung, Fleiss, Bildung und Kapital. Heirat aus Liebe und neue Kindererziehung. Neue Arten der Kommunikation (Zeitungen, offene Diskussionen) 11. Welche Veränderungen brachte die neue Verfassung der Helvetischen Republik? 1798 wurde die alte Eidgenossenschaft von Truppen des späteren französischen Kaisers Napoleon Bonaparte besetzt und nach französischem Vorbild wurde der zentralistische Einheitsstaat Helvetische Republik gegründet. Die Kantone (bisher wie selbstständige Staaten) wurden zu Verwaltungseinheiten degradiert und nach dem Vorbild der französischen Departement neu eingeteilt. Die Leibeigenschaft und die politischen Untertanenverhältnisse wurden abgeschafft und ein einheitliches Strafgesetzbuch wurde in Kraft gesetzt. Die Volksschulbildung wurde verbessert und der Schweizer Franken wurde eingeführt. 12. Welche Kantonsnamen haben die Helvetische Republik nicht überlebt? Uri, Glarus, Schwyz und Nidwalden. 13. Der Wiener Kongress legte 1815 in Europa die Grenzen neu fest und definierte neue Staaten. Welches waren die Errungenschaften des Wiener Kongresses für die Schweiz? Die inneren und äusseren Grenzen der Schweiz wurden anerkannt. Genf, Neuenburg und Wallis wurde neu zu Vollkantonen. Die Anerkennung der Neutralität der Schweiz bedeutet, dass ein Staat sich nicht an bewaffneten Konflikten zwischen anderen Staaten beteiligt. CH war in der Mitte der Grossmächte Deutschland, Frankreich, Österreich und sollte diese voneinander isolieren und eine direkte Kriegsführung erschweren. 14. Der Sonderbundskrieg, ein Bürgerkrieg, war die letzte militärische Auseinandersetzung auf Schweizer Boden. Im Konflikt äusserten sich verschiedene Vorstellungen über die politische und geschallschaftliche Ordnung der Eidgenossenschaft. Wie sahen die unterschiedlichen Vorstellungen aus? Die Liberale Bewegung wollte Volkssouveränität, Aufhebung der Pressezensur, Trennung von Kirche und Staat, Freiheit des Individiuums und Rechtsgleichheit. Liberale waren mehrheitlich städtisch reformiert. Die Konservativen lehnten einen Bundesstaat ab, wollten das Gegenteil, mehrheitlich ländlich katholisch, schlossen sich zu einem Sonderbund zusammen zwecks Verteidigung des katholischen Glaubens gegen die liberalen. General Henri Dufour löste den Sonderbund im November 1847 gewaltsam auf. 15. 1848 wurde aus der Schweiz ein parlamentarischer Bundesstaat mit einer neuen Verfassung. Welche direkten Auswirkungen hatte dies auf die Schweiz? Vereinheitlich von Mass und Münzwesen sowie Abschaffung der Binnenzölle, womit die Schweiz ein einheitlicher Wirtschaftsraum wurde. Die Schweiz galt damit als parlamentarischer Bundesstaat, aufgeilt in Bund, Kantone und Gemeinden. 16. Welche wichtigste Änderung bracht die revidierte Bundesverfassung 1874? Referendumsrecht und Initiativrecht die es ermöglichten praktisch jeden Entscheid von Bundesrat und Parlament zu ändern oder zu widerrrufen. 17. 1918 fand der bisher einzige Generalstreik in der Schweiz statt. Drei Menschen fanden dabei den Tod. Wo lagen die Ursachen dieser revolutionären Unruhen? 1. Weltkrieg war eine grosse Belastung für die Bevölkerung. Rationierung der wichtigsten Lebensmittel, Anstieg der Armut in der Schweiz. Es gab eine starke Teuerung, ohne dass die Löhne anstiegen. Es gab eine tiefe Kluft zwischen einem Teil der Unternehmer sowie der Bauernschaft einerseits (mehr Umsatz) und Arbeitenden andererseits. 18. Im Oktober 1919 wurde der Nationalrat erstmals im Proporzwahlrecht bestimmt. Mit welchem Argument wurde auf den Plakaten für das Proporzwahlsystem geworben? Wurst wird auf alle aufgeteilt. Wahl von mehreren Kandidaten im Verhältnis der abgegebenen Stimmen. 19. Warum wurde jüdischen Flüchtlingen vor und während des zweiten Weltkrieges die Einreise in die Schweiz verwehrt? Die Pässe von Juden wurden in Form eines roten J gekennzeichnet. Die Schweiz hat deutsche Juden nicht als politische Flüchtlinge anerkannt und der Jugendstempel hat mit dazu beigetragen, dass Juden während des Holocaust die Einreise in die Schweiz verwehrt wurde. Das Boot war voll. 20. Das Schweizer Reduit ist ein System aus militärischen Verteidigungsanlagen in den Schweizer Alpen. Während des 2. Weltkriegs wurde diese Alpenfestung zum Inbegriff des Widerstands der Schweiz gegen das Dritte Reich. Welche Problematik hätte sich bei einem Einmarsch von deutschen Truppen ergeben? Im Falle eines deutschen Einmarsches wäre das Mittelland preisgegeben und der Widerstand auf das Alpenmassiv konzentriert worden. 21. Nach Kriegsende beschuldigten die Siegermächte die Schweizer als Kriegsgewinnler die mit den Nazis kooperiert hatten. Welche Ursachen hatte dieses Verhalten der Schweiz? Welche Folgen hatte dieses Verhalten nach Ende des Krieges? Die Schweiz hatte ein Wirtschaftsabkommen mit Deutschland, um den Austausch von Kohle, Stahl und anderer kriegswichtiger Güter zu regeln. Die Schweiz gewährte Deutschland Kredite im Umfang von einer Milliarde Franken. Aufgrund des grossen Handels mit Deutschland galt die Schweiz als Kriegsgewinnler. Folge war: Im Washingtoner Abkommen von 1946 gestand die Schweiz den Alliierten schliesslich die Konfiskation des gesamten deutschen Besitzes in der Schweiz zu. Der Streit um das sogenannte Raubgold (geraubte Wertgegenstände von Personen in Konzentrationslagern) das über die deutsche Reichsbank in die Schweiz gekommen war, wurde mit der Zahlung von 250 Millionen Franken beendet. 22. Mit welchem Hauptargument wurde 1947 für die Einführung der AHV geworben? Der Ausbau des Wohlfahrtsstaates beschied der Schweiz sozialen Frieden. 23. Mit welchem Bild argumentierten die Gegner der Überfremdungsinitiative? mit Backsteinen, eine Mauer. 24. Welche Argumente gegen die Einführung des Frauenstimmrechts wurden auf den Plakaten aufgeführt? Erst 1971 stimmen die Schweizer Männer der Einführung des Frauenstimmrechts zu. Appenzell als letzter Kanton 1990. Mutter muss sich um Kind und Haus kümmern. 1984 wurde Elisabeth Kopp als erste Frau in den Bundesrat gewählt. 25. Warum wollte die Mehrheit der Jurassier einen eigenen Kanton? Eigenständigkeit, Abspaltung vom Kanton Bern. Seperatistische Bewegung im Kanton Jura wurde durch einen eigenen Kanton gelöst. 26. Welche Ängste führten zum EWR nein 1992? Angst vor einer Einschränkung der Selbstbestimmung Schwere Wohlstandseinbussen wären die Folgen 27. Welche Argumente wurden auf dem Abstimmungsplakat der Gegner eines UNO Beitrittes aufgeführt? weniger Neutralität, weniger Unabhängigkeit, weniger Sicherheit, mehr Kosten, mehr Bundesbeamte Schweiz trat 2002 der UNO bei. 28. Seit 1959 galt bei der Besetzung des Bundesrates die Zauberformel. Die vier grössten Parteien einigten sich freiwillig auf folgende Vertreter der einzelnen Parteien: SP 2, FPD 2, CVP 2, SVP 1. Die Bundesratswahlen 2003/07 beendeten diese Zauberformel. a) warum wurde 2003 Ruth Metzler (CVP) abgewählt und an ihrer Stelle Christoph Blocher (SVP) gewählt? Durch eine immer stärkere Polarisierung mit den zwei starken Polen SVP und SP b) warum kam es nach den Bundesratswahlen zur Gründung der BDP? weil sich die SVP nicht mehr durch die neu an Blochers Stelle gewählte SVP Politikerin Eveline Widmer Schlum vetreten lassen wolle. 29. Wie sieht die personelle und parteipolitische Zusammensetzung des Bundesrates heute aus? Frauenmehrheit 7 Bundesräte Ueli Maurer – SVP Alain Berset – SP (Nachfolger Calmy Rey) Didier Burkhalter – FDP Simonetta Sommaruga – SP Eveline WidmerSchlumpf – BDP. Sie wurde durch die vereinige Bundesversammlung zur Bundespräsidentin 2012 gewählt. Johann SchneiderAmmann – FDP Doris Leuthard – CVP