Arbeitsblatt: Bodenuntersuchung

Material-Details

7 Versuche zur Bodenuntersuchung mit Anleitungen, Skizzen und Platz zum Eintragen der Versuchsergebnisse
Biologie
Gemischte Themen
7. Schuljahr
10 Seiten

Statistik

97558
964
4
18.04.2012

Autor/in

Mandy Knopf
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Versuch 1: Fingerprobe oder um welche Bodenart handelt es sich bei meiner Bodenprobe? Kurzinformation: Bei der Fingerprobe wird der Boden zwischen den Fingern gerollt und geknetet. Dadurch können verschiedene Eigenschaften wahrgenommen werden. Material: • • • verschiedene Bodenproben Spritzflasche mit Wasser Lappen zum Hände abwischen Durchführung 1. Zerreibe die Bodenprobe zwischen Daumen und Zeigefinger, um die Körnigkeit festzustellen. 2. Knete sie, um die Formbarkeit zu testen, und versuche, den Boden zwischen den Handflächen auszurollen. Hierfür muss die Bodenprobe leicht feucht sein. Feuchte sie bei Bedarf mit wenig Wasser an. Auswertung: Vergleiche deine Beobachtungen mit den Angaben in der Tabelle und versuche, die Bodenart deiner Bodenprobe zu bestimmen. Notiere deine Ergebnisse: Merkmale meiner Bodenprobe: Bodenart meiner Bodenprobe: Versuch 2: Wasserspeicherung oder wie gut kann mein Boden Wasser speichern? Kurzinformation: Je nach Qualität und Entwicklungsstufe können die verschiedenen Böden unterschiedlich grosse Mengen an Wasser speichern. Material: • • • • • • • • • Bodenprobe (jeweils etwa zwei Hände voll) Teller oder Plastikschale Marmeladenglas (etwa 500 ml) mit Schraubdeckel Becherglas Kaffeefilter oder Trichter Filtertüte Standzylinder oder Messbecher mit 10 ml Skalierung Küchenwaage Krug mit Wasser Durchführung 1. Gib die Bodenprobe auf einen Teller und lass sie 2 Tage an der Luft trocknen. 2. Wiege 100 Boden ab und fülle ihn in ein Schraubglas. 3. Gib jetzt 100 ml Wasser mit dem Standzylinder abmessen! dazu. 4. Verschliesse das Glas gut mit dem Schraubdeckel und schüttele es mehrmals kräftig durch. 5. Setze auf das Becherglas einen Kaffeefilter oder Trichter und lege ihn mit dem Filterpapier aus. 6. Schüttele das Schraubglas mit dem WasserBodenGemisch noch einmal kräftig durch und giesse das Gemisch vorsichtig in den Filter. 7. Wenn die Flüssigkeit durchgelaufen ist, nimm den Filter herunter und giesse die im Glas aufgefangene Menge in den Standzylinder. 8. Bestimme so für jede Bodenprobe die Menge des durchgelaufenen Wassers in ml und trage dein Ergebnis in die Tabelle ein. Auswertung: Berechne für deine Bodenprobe, wie viel Wasser sie gespeichert hat. Bodenprobe Menge des aufgefangenen Wassers in ml (x) Wasserspeicherung des Bodens (a 100 ml – x) Versuch 3: phWert oder wie sauer ist der Boden? Kurzinformation: Wenn es um Getränke geht, dann magst du vielleicht solche, die nicht so sauer schmecken. Andere Kinder mögen sie aber nicht. So geht es auch den Pflanzen mit dem Boden, auf dem sie wachsen. Einige mögen es gern sauer, andere eher weniger oder genau das Gegenteil. Material: • • • • • Bodenprobe phIndikatorpapier oder phIndikatorstäbchen Wasser Becherglas Löffel Durchführung 1. Gib so viel Bodenprobe in ein Becherglas, bis ein Stand von 1 cm Höhe erreicht ist. 2. Fülle bis auf 50 ml mit Wasser auf und rühre um. 3. Tauche das Indikatorpapier in die Lösung und lasse es 1 Minute in der Flüssigkeit. 4. Ziehe das Papier heraus und vergleiche mit der Farbskala auf der Packung. 5. Kreuze in der folgenden Tabelle an, ob der Boden sauer, neutral oder alkalisch ist: Auswertung: Kreuze in der folgende Tabelle an, ob der Boden sauer, neutral oder alkalisch ist: Säurezustand (gemessener pHWert) extrem sauer 3) sehr sauer (34) stark sauer (45) mässig sauer (56) schwach sauer (67) neutral (7) schwach alkalisch (78) stark alkalisch (89) extrem alkalisch 9) meine Bodenprobe: weitere Bodenprobe: weitere Bodenprobe: Versuch 4: Kalkgehalt oder wie viel Kalk enthält mein Boden? Kurzinformation: Ist dir nicht auch schon aufgefallen, dass nach einiger Zeit der Wasserkocher innen ganz weiß wird? Oder der Wasserhahn im Bad. Da bildet sich oft ein weißer Rand. Beide Beobachtungen weisen auf Kalk hin. Kalk ist ein wichtiger Nährstoff für die Pflanzen, genauso wie Stickstoff. Material: • • • • verschiedene Bodenproben Uhrgläser Salzsäure (10%) Pipette Durchführung 1. Gib in je ein Uhrglas oder eine Porzellanschale 10 einer Bodenprobe. 2. Gib mit der Pipette einige Tropfen verdünnte Salzsäure (10%) auf die Bodenprobe und beobachte die Reaktion. Auswertung: Notiere deine Beobachtung in der folgenden Tabelle. Ordne durch Ankreuzen jeder Bodenprobe den entsprechenden Kalkgehalt zu. Reaktion der Salzsäure mit dem Boden Keinerlei Aufbrausen Schwaches, nicht anhaltendes Aufbrausen Starkes Aufbrausen, nur kurz Kalk gehalt in Beurteilung des Bodens 5.0 starker Kalkgehalt Versuch 5: Nitratgehalt oder wie hoch ist der Stickstoffgehalt im Boden? Kurzinformation: Im Frühjahr siehst du oft den Bauern, wenn er Gülle oder Stallmist auf das Feld bringt. Der darin enthaltene Stickstoff (Fachleute sprechen von Nitrat) ist ein wichtiger Nährstoff für die Pflanzen. Material: • • • • • Bodenprobe NitratTeststäbchen Wasser Becherglas Löffel Durchführung 1. Gib so viel Bodenprobe in ein Becherglas, bis ein Stand von 1 cm Höhe erreicht ist. 2. Fülle bis auf 50 ml mit Wasser auf und rühre gut durch. Warte, bis sich die Bodenteilchen abgesetzt haben 3. Tauche das Teststäbchen in die Lösung und lasse es 1 Minute in der Flüssigkeit. 4. Ziehe das Teststäbchen heraus und vergleiche mit der Farbskala auf der Packung. 5. Kreuze den gemessenen Wert/bereich in der folgenden Tabelle an. Auswertung: Kreuze in der folgende Tabelle an, wie hoch der Nitratgehalt ist: Nitratgehalt 0 mg/l 10 mg/l meine Bodenprobe: weitere Bodenprobe: weitere Bodenprobe: 25 mg/l 50 mg/l 100 mg/l 250 mg/l 500 mg/l Versuch 6: Bodentiere oder was krabbelt und schlängelt alles im Boden herum? Kurzinformation: Boden ist Lebensraum für zahlreiche Tiere, die sich in Form und Größe deutlich unterscheiden lassen. Die meisten Bodentiere sind sehr klein und mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Sie suchen die Dunkelheit und Feuchtigkeit. Material: • • • • • • Hand oder Becherlupen, eventuell auch eine Stereolupe (Binokular) Petrischalen oder kleine Plastikschale frische Bodenproben (Kompost, Waldboden, Gartenerde.) Holzspieße Esslöffel Bestimmungshilfe „BeinUhr für Bodentiere Durchführung 1. Nimm dir eine Lupe oder eine Becherlupe. 2. Gib einen Esslöffel voll Boden in eine Petrischale oder direkt in eine Becherlupe. 3. Wende nun mit dem Holzspieß vorsichtig die Bodenkrümel und spüre verschiedene Bodentiere Tiere auf. 4. Schau dir auch mal ein Tier unter dem Mikroskop an. Auswertung: Versuch die Bodentiere genau zu bestimmen und ihren Namen herauszufinden. Nutze dazu die „BeinUhr und andere Bestimmungshilfen. Schreibe auf, welche Arten du gefunden hast: Zeichne ein Bodentier, das dir besonders gut gefällt, möglichst „echt, aber nicht so klein. Sieh dir dazu das Tier mit Hilfe der Lupe ganz genau an. Versuch 7: Filterwirkung: oder wie gut können Böden Stoffe filtern? Kurzinformation: Wasser kann verschiedene Stoffe wie z.B. Salzkristalle oder Nährstoffe transportieren. Wenn dieses Wasser auf den Boden gelangt und im Boden versickert, bleiben diese Stoffe häufig im Bodenkörper hängen und werden hier gespeichert. Das Wasser wird also durch den Boden gefiltert. Material: • • • • • • • • 2 verschiedene Bodenproben (z.B. Komposterde, Sand), an der Luft getrocknet 2 leere und saubere PETFlaschen (0.5 l) mit Schraubdeckel Schere oder Küchenmesser 1 Reisszwecke 1 Esslöffel EL) 2 Messbecher oder Messzylinder (100 ml) Spritzflasche mit Wasser Tinte (blau) Durchführung 1. Bastelt euch zunächst einmal die „Versuchsgefässe. Dazu schneidet ihr mit der Schere oder dem Messer die PETFlaschen vorsichtig in der Mitte durch (s. Zeichnung). Danach dreht ihr den Schraubdeckel ab und stecht mit der Reisszwecke einige Löcher hinein. – Achtung, Verletzungsgefahr! – Schraubt den Deckel wieder auf und stellt das Flaschenoberteil umgekehrt wie einen Filter in das Flachenunterteil (s. Zeichnung). – Jetzt ist euer Versuchsgefäss fertig. 2. Füllt nun jeweils 6 EL von den Bodenproben in den Filter und feuchtet die Oberfläche der Bodenproben mit einigen Tropfen Wasser aus der Spritzflasche etwas an. 3. Füllt in die Messbecher jeweils 100 ml Wasser aus der Spritzflasche und gebt 23 Tropfen blaue Tinte dazu. 4. Giesst das Tintenwasser in den Messbechern jetzt vorsichtig auf den Bodenfilter und beobachtet genau, was passiert. Auswertung: Notiert eure Beobachtungen in der Tabelle. Bodenart: Bodenart: Wo tritt zuerst Flüssigkeit im Auffanggefäss auf? Welche Farbe hat die Flüssigkeit? Wie viel ml Flüssigkeit sind insgesamt durchgelaufen (Messbecher benützen)? Welcher Boden besitzt eine höhere Filterwirkung? Versuch 8: Humusgehalt: oder wie fruchtbar ist mein Boden? Kurzinformation: Boden besteht aus mineralischen und organischen Partikeln, Wasser und Luft. Durch starkes Erhitzen kann die organische Substanz verbrannt werden und so indirekt bestimmt werden. Material: • • • • • • • • • Bodenprobe Mörser Tiegel Porzellanschale Waage Glasstab Brenner Feuerzeug Dreifuss mit Gitter Isolierzange und Schutzhandschuh Durchführung 1. Lass die Bodenprobe einige Tage an der Luft trocknen und zerkleinere sie anschliessend mit dem Mörser. 2. Wiege 10 der Probe in einer Porzellanschale ab und notiere das Gesamtgewicht. 3. Stell die Schale auf den Dreifuss. Zünde den Brenner an und stelle ihn darunter. 4. Lass die Probe nun 2030 min lang glühen und rühre sie zwischendurch mit dem Glasstab um. Achtung: Schutzhandschuhe tragen! 5. Dreh danach die Gasflamme aus und nimm die Schale mit einer Isolierzange vom Dreifuss. Stell sie auf eine gefaltete Zeitung und lass die Probe etwa 20 min lang abkühlen. 6. Wiege die Schale erneut aus und notiere das Ergebnis in der Tabelle Auswertung: Notiert eure Beobachtungen in der Tabelle. Bodenprobe Gewicht vor dem Glühen (inklusive Schale) Gewicht nach dem Glühen (inklusive Schale) Gehalt an organischer Substanz (in%) 30 Torf