Arbeitsblatt: Die Verdauung

Material-Details

Aufgabe und Funktion der Verdauungsorgane
Biologie
Anatomie / Physiologie
7. Schuljahr
6 Seiten

Statistik

97704
714
15
22.04.2012

Autor/in

Franz Rothenfluh
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Die Verdauung 1. Welche Aufgabe haben unsere Verdauungsorgane? Täglich nehmen wir Nahrung in verschiedener Form zu uns. Sie muss zuerst jedoch zuerst zerkleinert werden, damit die darin enthaltenen Nährstoffe (Baustoffe wie z.B. Eiweisse, Betriebsstoffe wie z.B. Kohlenhydrate, Zusatzstoffe wie z.B. Vitamine) durch das Blut in alle Körperzellen transportiert werden können. 2. Die 4 Stufen des Verdauungsvorganges • • Dadurch werden die Nährstoffe in ihre Bestandteile aufgespalten: Einfachzucker Fettsäuren Glyzerin Aminosäuren Damit die Verdauungssäfte ihre Arbeit wirkungsvoll erledigen können, ist die mechanische Zerkleinerung durch die Zähne sehr wichtig. Durch die Zerkleinerung eines Speisebrockens wird die Angriffsfläche für die Verdauungssäfte viel grösser. Nicht umsonst lautet ein bekanntes Sprichwort: GUT GEKAUT IST HALB VERDAUT! Skizze: • . . • Zusammenfassende Definition: Bei der Verdauung werden die zuerst und dann so , dass die Nährstoffteilchen (Zuckermoleküle, Aminosäuren usw.) im ins übertreten können. Das Blut verteilt dann diese Nährstoffe im ganzen Körper, so dass jede Zelle genügend stoffe, stoffe aber auch stoffe (Vitamine und Mineralsalze) erhält. 3. Die Zähne Wir unterscheiden 3 Arten von Zähnen: Milchgebiss und Dauergebiss Das Kleinkind wird ohne Zähne geboren. Im ersten Lebensjahr bilden sich aber bereits die ersten Zähne. Nach 2 Jahren ist das Milchgebiss fertig ausgebildet. Im 7. Lebensjahr fallen die ersten Milchzähne aus und sie werden durch bleibende Zähne ersetzt. Das Milchgebiss besteht aus 20, das Dauergebiss aus 32 Zähnen. Zahnformel Milchgebiss Zahnformel Dauergebiss Querschnitt durch einen Backenzahn: 4. Die Speicheldrüsen Der Mundspeichel wird von 6 Speicheldrüsen produziert und abgesondert. Der Mundspeichel erfüllt 2 Aufgaben: 1. . 2. Symbolische Darstellung: Dies zeigt folgender Versuch: Wir kauen ein Stück von einem „Weggli 3 Minuten lang. Was stellst du fest? 5. Der Schluckvorgang Beim Schluckvorgang müssen die „Weichen zwischen dem Nahrungsweg und dem Luftweg richtig gestellt werden: Das Halszäpfchen wird beim Vorübergleiten den Bissens nach oben in den Luftweg gedrückt und versperrt den Zugang zur Nasenhöhle. Gleichzeitig heben wir beim Schlucken den Kehlkopf an, so dass der Kehldeckel auf den Eingang der Luftröhre gepresst wird. 6. Die Speiseröhre Auch wenn wir das in der Regel nicht praktizieren: Es ist möglich, im Handstand zu essen und zu trinken. Wie ist das zu erklären, wo doch die Erdanziehungskraft sämtliche Gegenstände „nach unten zur Erde zieht? Erklärung: . . 7. Der Magen Der Magen, mit einem Fassungsvermögen von ca. , ist eine wichtige Station im gesamten Verdauungsvorgang. Die Magen- wand sondert aus 5 Mio. . den . ab. Dieser enthält (zum Abtöten der Bakterien) und (spaltet Eiweisse in Aminosäuren auf). Die Magenwand ist aber auch von glatten fasern durchzogen, die das der Nahrung ermöglichen. Diesen Vorgang nennt man Am Magenausgang regelt ein Ringmuskel (), wann und wie viel vom Speisebreis schon genügend vorverdaut ist und den Magen verlassen kann. 8. Der Zwölffingerdarm Der erste Darmabschnitt ist ca. 12 Fingerbreiten lang; deshalb nennt man ihn Zwölffingerdarm. Er ist deshalb von Bedeutung, weil in diesen Darmabschnitt die Ausführgänge von zwei wichtigen Verdauungsdrüsen münden: Leber und Gallenblase. Leber Sie ist mit 1,5 – 1,8 kg das schwerste Körperorgan und liegt auf der rechten Bauchseite unterhalb der untersten Rippe. Sie erfüllt mehrere Aufgaben: 1. Produktion von 2. von Zucker. 3. Abbau von Der von der Leber produzierte Gallensaft wird in der Gallenblase gespeichert. Dieser Gallensaft wird im Zwölffingerdarm an den Nahrungsbrei abgegeben und bewirkt dort die Zerstäubung von Fett in winzig kleine Tröpfchen. Diesen Vorgang nennt man Emulgierung. Bauchspeicheldrüse Die Bauchspeicheldrüse liegt hinter dem Magen und produziert den Bauchspeichel. Dieser ist ein „Multi-Verdauungssaft, weil er verschiedene Enzyme (Wirkstoffe) enthält, welche die chemische Verdauung vorantreiben: Die 3 Enzyme des Bauchspeichels und ihre Funktion: Amylase: spaltet Stärke in . Trypsin: spaltet Eiweisse in . Lipase: spaltet Fette in . 9. Der Dünndarm Der etwa 6 lange Dünndarm ist mehrfach gewunden und liegt in der unteren Bauchhöhle. Hier werden: die Nährstoffe durch die Enzyme des weiter zerlegt. Zum Beispiel werden die Zweifachzucker in Einfachzucker abgebaut. die Bestandteile des Nahrungsbreis durch die rhythmische Bewegung der Darmmuskulatur weiter durchmischt und vorwärts befördert. die wichtigen Nährstoffe ins aufgenommen. Diesen Vorgang nennt man . Der besondere Bau der Dünndarmwand erleichtert diese Aufnahme der Nährstoffe ins Blut. Sie ist nämlich stark gefaltet, wobei die Falten wiederum aus vielen winzigen Zotten (mit ca. 0.5 mm Länge) bestehen. Dadurch wird die Oberfläche der Darmwand viel grösser, so dass die Nährstoffe eher in Kontakt mit den Blutgefässen, welche die Zotten durchziehen, gelangen und somit ins Blut übertreten können. 10. Der Dickdarm Der bekannteste Teil des Dickdarms ist der Blinddarm. Er wird so genannt, weil dieser Teil wie eine Sackgasse „blind endet. Es ist eine Art Behälter für Bakterien, die für die richtige Darmflora verantwortlich sind. Wenn man vom Blinddarm spricht, meint man aber eher den BlinddarmWurmfortsatz. Er gehört zu den Lymphorganen (s. Kap. Blutkreislauf) und kann durch starke Entzündungen eine Operation nötig machen. Der Dickdarm erfüllt 3 Aufgaben: Mit Hilfe von Bakterien wird die bisher unberührt gebliebene zerlegt. Dem flüssigen Speisebrei, der nach der Resorption noch übrig geblieben ist, wird das entzogen („Eindicken des Verdauungsbreis). Im werden die unverdaulichen Reste gesammelt und durch den ausgeschieden. 11. Übersicht über die Verdauungsorgane 1. 4 2. 3. 1 6 2 3 4. 5 5. 9 11 6. 7 8 7. 8. 13 9. 10 11 14 12 12 10 13 17 14 15 16 17 15 18 19 18 16 Hoffentlich schlägt dir das Lernen der Verdauungsorgane nicht auf den Magen!!! 19