Arbeitsblatt: Info-Blätter zu Verhütungsmittel
Material-Details
Info-Blätter zum Thema Verhütungsmittel (für Methodentraining)
Biologie
Fortpflanzung / Entwicklung
8. Schuljahr
4 Seiten
Statistik
98638
1296
28
11.05.2012
Autor/in
Monika Nötzold
Land: Österreich
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Natürliche Verhütungsmethoden Ein regelmäßiger Zyklus ist bei allen natürlichen Verhütungsmethoden Voraussetzung! Kalendermethode (Pearl-Index: 14-35) Bei der Kalendermethode werden die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage mithilfe eines Kalenders bestimmt. Bei Geschlechtsverkehr an den fruchtbaren Tagen ist die Anwendung zusätzlicher Verhütungsmittel notwendig. Temperaturmethode (Pearl-Index: 1-3) Bei der Temperaturmethode wird durch die tägliche Messung der Körpertemperatur der Zeitpunkt des Eisprungs ermittelt. Die Körpertemperatur ist nach dem Eisprung für ca. 2 Wochen um 0,5C erhöht. Man muss einen regelmäßiger Zyklus haben und täglich vor dem Aufstehen die Temperatur messen. Bei Geschlechtsverkehr an den fruchtbaren Tagen ist die Anwendung zusätzlicher Verhütungsmittel notwendig. Coitus interruptus („Aufpassen) (Pearl-Index: 10-38) Beim Coitus interruptus wird versucht, eine Befruchtung zu verhindern, indem der Penis kurz vor dem Samenerguss aus der Scheide gezogen wird. Es ist aber schwierig für den Mann, den genauen Zeitpunkt der Ejakulation (Samenerguss) zu bestimmen. Außerdem treten bereits vor der Ejakulation Spermien aus der HarnSamenröhre aus. Mechanische Verhütungsmethoden Mechanische Verhütungsmethoden sollen die Befruchtung der Eizelle verhindern, indem sie eine mechanische Barriere zwischen Spermien und Eizelle bilden. Kondom (Pearl-Index: 3–4) Das Kondom (Präservativ) besteht aus einer dünnen Membran, die über den erigierten Penis gestreift wird und so das Eindringen von Spermien in die Scheide verhindert. Es bietet auch guten Schutz vor den Erregern sexuell übertragbarer Krankheiten (Aids, Tripper, Syphilis) und ist praktisch frei von medizinischen Risiken. Es ist einfach erhältlich. Nur bei richtiger Anwendung ist es auch sicher! Es darf nicht gleichzeitig mit ölhaltigen Cremen angewendet werden und auf das Haltbarkeitsdatum ist zu achten. Diaphragma (Pessar) und Portiokappe (Pearl-Index: 4–6) Diaphragma und Portiokappe sind mechanische Verhütungsmittel, die von der Frau angewendet werden. Sie werden vor den Muttermund gelegt. Eine Anpassung durch die Frauenärztin oder den Frauenarzt ist hier notwendig Hormonelle Verhütungsmittel Hormonelle Verhütungsmittel greifen in das weibliche Hormonsystem ein. Antibabypille (Pearl-Index: 0,1– 0,9 hohe Sicherheit) Sie ist sehr bekannt und es gibt sie in den verschiedensten Zusammensetzungen, z.B. als Mini-Pille oder als Dreiphasen-Pille. Die Antibabypille enthält Hormone, die den Eisprung verhindern sowie die Einnistung der befruchteten Eizelle und das Eindringen der Spermien in die Gebärmutter erschweren. Die Pille wird von der Frauenärztin oder dem Frauenarzt verschrieben und ist bei regelmäßiger Einnahme ein sehr sicheres Verhütungsmittel. Durch den Eingriff ins weibliche Hormonsystem kann es Nebenwirkungen geben, die mit der Ärztin/dem Arzt genau besprochen werden müssen. Die Pille schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten! Hormone könne auch durch eine Dreimonatsspritze, ein Hormonpflaster oder ein Hormonstäbchen, das unter die Haut am Oberarm eingesetzt wird, an den Körper abgegeben werden. Hormonspirale (Pearl-Index: 0,1-0,4) Die Hormonspirale wird in die Gebärmutter der Frau eingesetzt und verhindert die Einnistung einer befruchteten Eizelle. Chemische Verhütungsmethoden Chemische Verhütungsmittel wie Zäpfchen oder Tabletten werden in die Scheide eingelegt und machen Die Spermien bewegungsunfähig. Sie haben einen PearlIndex von 3-21. Operative Verhütung Wenn ein Paar keine Kinder mehr bekommen möchte, können operativ beim Mann die Samenleiter oder bei der Frau die Eileiter durchtrennt werden. Dies nennt man Sterilisation. Diese Operation liefert 100%igen Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft, kann aber nicht mehr rückgängig gemacht werden. Pille danach Die Pille danach ist eine Notfallverhütung, die in Ausnahmefällen zum Einsatz kommt. Der Frau wird ein hoch dosiertes Hormon verabreicht, das die Einnistung der befruchteten Eizelle verhindert.