Arbeitsblatt: Lyrik Haiku
Material-Details
AB zur Gedichtform Haiku
Deutsch
Anderes Thema
9. Schuljahr
1 Seiten
Statistik
98855
999
1
15.05.2012
Autor/in
Tabea Mächler
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Haiku Haikus gibt es seit dem 16. Jahrhundert, und trotzdem wirken sie modern. Sie stammen aus Japan und werden, gerade wegen ihrer Kürze, überall verstanden. Die poetische Knappheit, mit der landschaftliche und jahreszeitliche Beobachtungen dargestellt werden, wirkt verblüffend. Ein Haiku zwingt zum Weglassen: ein Gedanke, ein Bild oder ein Augenblick wird skizzenartig festgehalten. Wichtigstes Thema ist die Natur mit den Jahreszeiten, gefolgt von Beziehungen und Problemen. Reizvoll wirken Haikus, wenn in der letzten, dritten Zeile ein Widerspruch oder eine unerwartete Auflösung auftaucht. Reime kommen nicht vor, da das Japanische zu viele Endungen hat. Die Form wird vielmehr durch die Anzahl Silben bestimmt. Dies erschwert eine Übersetzung ungemein, doch reizt es dafür umso mehr zum selber Dichten. Die Formvorschriften sind allerdings einzuhalten: Eine erste Zeile zu fünf Silben, eine zweite zu sieben und eine dritte, abschliessende wieder mit fünf.